Kantinenboykott in Freiburg: Kein Artikel ist auch eine Botschaft

In Süddeutschland geistert seit Samstag durchs Radio und das SWR-Fernsehen ein merkwürdiges Vorkommnis in einer Freiburger Justizvollzugsanstalt, vulgo Gefängnis:

Circa siebzig Gefangene dort verweigerten das Essen aus der Küche – ob der Anlass war, dass da ein schwuler Gefangener arbeitete oder diese Tatsache nur als Vorwand für eine Machtdemonstration diente, sei dahingestellt. Berichte der Badischen Zeitung hier, hier und der SWR-Bericht hier.

In ersterem Fall wäre bewiesen, dass sowohl der Bildungsplan wie auch der Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte dringend nötig sind.

Im zweiten Fall stünde die bisherige Organisation des Strafvollzugs auf dem Prüfstand. Von letzteren habe ich absolut keine Ahnung und werde mich daher nicht dazu äußern.

Bemerkenswert ist nun allerdings, dass sich beide Pforzheimer Tageszeitungen zu dem Fall heute ausschwiegen, obwohl Aufruhr im Gefängnis doch eine prima Nachricht ist und zu seitenlangen Leser*innenbriefdiskussionen einlädt.

Warum, weiß der Himmel. Ich schiele auf die Pforzheimer JVA, meine zahlreichen russischstämmigen Mitbürger*innen und die Leser_innenbriefschlachten zwecks Bildunsplan … und denke mir meinen Teil.

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