Gelesen 2020 – zweites Halbjahr

bucheulen

Weiterhin viel gelesen, da viel weniger Termine. Weil blöderweise das beste Suchtmittel des Jahres von einem Mann stammt (hust, Ben Aaronovitch, hust) war das mit den ausgewogenen Quellen zumindest bei der ernsthaften Literatur nicht zu machen. Glücklicherweise ist ja die meiste Fanfiction von Frauen verursacht und hat einen erhöhten Anteil an Buchstabensuppen-Autor*innen, sodass ich mir ingesamt zumindest im Bereich Gender keine Gedanken machen muss.

Fiktionales

Diverse: Evangelien des Matthäus, Markus, Lukas, Johannes, Apostelgeschichte. Übersetzung von Martin Luther, 1998 sprachlich leicht modernisiert.

Ich hatte einen Rappel und dachte, wenn ich schon am Christentum rumkrittle, dann muss ich auch wissen, was ich da bekrittele. Und nicht nur ausgewählte Zitate. Matthäus wirkt ein wenig konfus. Markus dagegen kommt — bis auf die Sache mit der Auferstehung — sehr journalistisch rüber und ergibt insgesamt mehr Sinn. Anscheinend sind hier alle Widersprüchlichkeiten in Jesu Predigten geschickt rauseditiert worden. (So es diesen Jesus überhaupt gab und da nicht einfach eine Bande Endzeit-Propheten ihren Gründungsmythos in dieser Figur geschaffen hat.) Lukas hat einen Hang zur Fabulierlust, dass es eine Freude ist, wenn eine denn das nicht alles glauben muss, was er schon in der Einleitung an Garn zusammenspinnt über Maria, Elisabeth, Johannes den Täufer und allerlei mehr. Johannes versucht sich in Evangelium und Apostelgeschichte gefühlt an einem stilistischen Mittelding zwischen Markus und Lukas.

Jedenfalls spricht mich diese zweitausend Jahre alte Endzeitstimmung mit ihren für mich teils widersprüchlichen Forderungen nicht so richtig an. Soll ich nun vor allem Gott und meine Nächsten lieben, Gott dienen oder an an ihn glauben? Ist das alles eins, oder wie? Die Annahme, dass der Mensch von Grund auf schlecht ist, das ist auch nicht so mein Ding. Vgl. dazu Good Omens: Menschen sind vor allem von Grund auf Menschen. Ethisch gesehen sind in den Predigten ein paar sinnvolle und nachdenkenswerte Sachen dabei, die den Erfolg der ganzen Angelegenheit erklären (plus die geile Geschichte dazu, die damals in bekannte mythologische Kerben schlug). Nicht zuletzt die wichtigste Sache überhaupt — Nächstenliebe ist, konsequent durchgezogen, wie der Kant’sche Imperativ, extrem schwer umzusetzen. Und am Ende das einzig Wichtige, zumindest was den Rest der Menschheit angeht. Prosozial zu handeln und tatsächlich die gesamte Menschheit als die Sozietät anzuerkennen, für die gehandelt werden muss? Wer kriegt das schon hin? Aber es lohnt den Versuch. Anscheinend gibt es Menschen, die sich das mit der Rücksicht erst überlegen, wenn sie annehmen, dass ihnen irgendwer über die Schulter schaut und sie am Schluss belohnt oder bestraft. (Nennt sich autoritäre Erziehung?)

Dafür, dass das Christentum befreien soll, benutzt der Religionsstifter aber sehr oft Gleichnisse mit „Knechten“ (Sklaven), die offenbar auf ihre Befreiung im Himmelreich warten müssen. Bzw. sind sie dann ja freiwillig Knechte Gottes? Fragen über Fragen.

Jesus war offenbar Kind seiner Zeit. Damals war eine Welt ohne Sklavenhaltung schlicht undenkbar, und die längste Zeit der historischen Aufzeichnungen haben Menschen andere Menschen versklavt.  Einen theologischen Überbau zum Kant’schen Imperativ benötige ich nicht. Typen, die sagen, dass es nur eine Wahrheit und eine Interpretation gibt? Kann ich nicht brauchen. Und Leute, die mir einen Mythos als historische Wahrheit verkaufen wollen, auch nicht.

Stephan Grundy: Attila’s Treasure und Rhinegold — historische Fantasy. Attila’s Treasure ist uns als Wodans Fluch hier bei meinen Zusammenschrieben schon begegnet. Der junge Hagan (später Hagen von Tronje im Nibelungenlied) kommt als Friedgeisel an den Hof von Attila dem Hunnen und schließt eine Freundschaft, die ihn in einen Loyalitätskonflikt treibt. Die queeren Zwischentöne sind eine sehr geile Zugabe. Rhinegold zeichnet den Sagenkreis um das Rheingold und die Wölsungen als Fantasy-Roman nach. Das ist äußerst prächtig erzählt (und sehr lang).

Grundy verdient auch Anerkennung, weil er die gesellschaftlichen Verpflichtungen der Figuren nachvollziehbar macht. Was aus der nordischen und mittelhochdeutschen Dichtung so bei oberflächlichem Medienkonsum hängenbleibt, erlaubt ja kaum, die Motivationen der Figuren zu verstehen. Gebrochene Verlobungen, die aus gekränkter Stammesehre zum Krieg führen könnten? Kämpfe, denen die Helden der Völkerwanderungszeit nicht aus dem Weg gehen, statt Kompromisse zu suchen? Ein Leben, in dem man an einem Tag eine Edelfrau und am nächsten eine Sklavin sein kann, wenn sich das Kriegsglück wendet? Hier wird die vom Tod eines Otters in Gang gesetzte Handlung in all ihrer Unausweichlichkeit verständlich. Die Figuren können nicht aus ihrer Haut und ihrer Kultur, da braucht Wodan/Odin gar nicht so viel zu beeinflussen. Die Geschichte zeigt daher auch, dass jegliche Romantisierung der germanischen Stämme keinerlei historische Grundlage hat, und dass die individuelle Ehre zwar sehr nett sein kann, die Familienehre aber mitunter sehr tödlich.

Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London, Schwarzer Mond über Soho, Ein Wispern unter Baker Street, Der böse Ort und Fingerhut-Sommer. Dazu vier ergänzende Graphic Novels — Urban-Fantasy-Krimis. Von der besten Alphaleserin der Welt empfohlen und ausgeliehen bekommen und nunmehr ebenfalls angefixt. Aaronovitch erzählt sehr witzig und mit einem genauen Auge für all die Dinge, über die sich die britische Gesellschaft in die Taschen lügt, von Constable Peter Grant. Der junge Polizist trifft eines Tages einen Geist, der einen Mord beobachtet hat. In der Folge wird Peter dem einzigen bekannten Magie Praktizierenden Englands — Detective Chief Inspector Nightingale — als Zauberlehrling zugeteilt. Wie Peter damit umgeht und dabei sein Noch-Nicht-Können kreativ gegen magische Kriminelle einsicht, ist prachtvoll zu lesen und daher für alle empfehlenswert, die keine Angst vor graphisch beschriebenen Leichen haben. Bonuspunkte für einen angenehm ausgewogenen Cast, was Geschlecht, sexuelle Orientierung und Hautfarben angeht, und für die Übersetzung, der man die englische Satzstrukturen nicht mehr auf den ersten Blick anmerkt.

Jodi Taylor: Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass — Zeitreise-SF. Zweiter Teil der im Frühjahr angefangenen Reihe. Wie immer galoppieren wir in einem Affenzahn die Geschichte rauf und runter und sind dabei nicht besonders tiefschürfend, aber mit viel Action unterhalten.

Akram El-Bahay: Bücherkrieg. Die Bibliothek der flüsternden Schatten 3 — Epic Fantasy nach fast wörtlicher Interpretation. Die ersten beiden Bände habe ich schon 2018 ausgeliehen bekommen, es fehlte noch der dritte und letzte Teil. Die Trilogie hat einen würdigen Abschluss erhalten, der mit dem einen oder anderen schönen Haken aufwartet.

Ben Aaronovitch: Geister auf der Metropolitan Line, Der Galgen von Tyburn, Detective Stories, Cry Fox, Water Weed, Die Glocke von Whitechapel — Krimi-Fantasy als Roman oder Graphic Novel. Mit der Glocke von Whitechapel hat die erste Staffel der Buchserie einen fulminanten Abschluss erhalten. Runtergesuchtet, daher habe ich sicher die meisten Zwischentöne verpasst. Weitergesuchtet habe ich mit Der Oktobermann — m. E. etwas zu kurz geraten, weshalb der neue Ich-Erzähler, Kriminalkommisar Tobias Winter, etwas flach bleibt. Aber in Deutschland wird die magische Verbrecherjagd jedenfalls behördlich besser organisiert als in London. Danach den ersten Band der zweiten Staffel (False Value), in dem Computing und Geister eine unheilige Allianz eingehen, und die Kurzgeschichtensammlung Tales from the Folly.

Ben Aaronovitch hat das Serien-Erzählen an Dr. Who geübt, das merkt das geneigte Publikum, und deswegen habe ich auch von „Staffeln“ geschrieben. Kaum hat eine „Cliffhanger“ gesagt, ist schon der nächste da. Neben äußerst liebenswerten Figuren, die oft nirgends so richtig dazugehören, finden wir eine äußerst reiche Fantasy-Welt, die einige Rätsel übrig lässt. Wieso altert Nightingale rückwärts? Warum zum Henker sind da sprechende Füchse unterwegs? Warum haben die Nazis die Genii Locorum der meisten deutschen Flüsse getötet? Und so weiter.

Luci van Org: Geschichten von Yggdrasil — Nordische Sagen neu erzählt. Und zwar so richtig neu. Keine schwülstige Ausformulierung des eddischen Materials, sondern mit der van Org’schen typischen Herangehensweise, also mit Humor und einem Sinn für Zwischentöne und Hintergründiges. Sodass Odin schon mal auf den Deckel bekommt, wenn er Freya Vorschriften machen will. Das ist oft liebenswert und eröffnet auf jeden Fall neue Blickwinkel, statt die x-te „Odin ist weise, Loki ist boshaft und Frigg eine duldsame Ehefrau“-Version zu bieten. Nicht alle van Org’schen Interpretationen decken sich mit meinen Eindrücken des Materials. Aber das ist halt mit guter Dichtung so: Hält ewig und bedeutet für alle ein bisschen was Unterschiedliches. Und das geilste ist: Poesie muss gar nicht nur eine Sache bedeuten! Wenn ich eine andere Meinung über Odin oder eine andere Gottheit habe, oder wenn Mythologie-Noobs Thor tatsächlich für Lokis Bruder halten: Was soll’s? Die halten das aus.

Isa Theobald: Anouk – Ein toter Djinn kommt selten allein — Urban Fantasy um einen schlagkräftigen Sukkubus. Wer Gewalt und expiziten Sex abkann, ist mit dieser Mischung aus Buffy, Lucifer und Dresden Files sehr rasant unterhalten, und dass hier weibliche Selbstbestimmung und Freundschaft statt der ewigen romantischen Liebe gefeiert wird, tut nebenbei auch gut.

Tracey Lindberg: Birdie — Zeitgenössischer Roman mit etwas magischem Realismus. (Was nur beweist, dass die Linie zwischen Gerne-Literatur und dem, das der Feuilleton feiert, sehr schmal sein kann.) Birdie ist eine junge Frau von der Kelly Lake Cree Nation in Kanada. Wir treffen sie zuerst, als sie in Lolas Bäckerei anheuert, nachdem sie sich selbst aus „der Anstalt“ entlassen hat. Nach und nach offenbaren sich dem Publikum ihre zahlreichen Verletzungen. Als sie selbst begreift, wie innerlich zerrissen sie ist, legt sie sich ins Bett, um eine Seelenreise durch ihr Leben zu beginnen. Begleitet wird sie in diesen schwierigen Wochen von Lola, ihrer Tante Val und ihrer Cousine Freda.

Der Roman erfordert auf dem ersten Drittel durch die zahlreichen Zeitsprünge ein bisschen Aufmerksamkeit. Eine auffindbare Content Notice würde manchen Menschen wahrscheinlich etwas Sicherheit geben. Gelohnt hat sich das Lesen auf jeden Fall. Lindberg erzählt spannend, obwohl an äußerer Handlung kaum etwas passiert, und sie lotet mit viel Mitgefühl Macht und Grenzen weiblicher Solidarität aus.

Die Fanfiction war wie immer sehr zahlreich. Fandoms: eine Prise Lucifer (TV-Serie), ein bisschen Jonathan Strange & Mr. Norrell (angefixt von der Serie, ich fand das Buch wesentlich weniger mitreißend), einiges an Rivers of London, und Unmengen Good Omens jeglichen Mediums. Die eigene Kontribution beschränkt sich auf eine kurze Good-Omens-Fiktion und etwa 5000 Wörter im James-Bond-Universum, die seit fast dreit Jahren auf der Festplatte lagerten.

Sachtext(e)

Angela Chen: Ace. Ausführliche Besprechung ist bereits erschienen.

Für den Beruf gelesen (Auswahl):

Martina Bilke: Auf einem Baum ein Kuckuck — Zeitgenössischer Roman. Habe nur die Korrektur gemacht, aber diese Geschichte der deutschstämmigen Ánaca aus Caracas, die ihrer früh verstorbenen Mutter und den Lücken in der Biographie der Großmutter hinterherforscht, ist eine Wucht zu lesen und kommt daher mit Empfehlung.

Orlando C. Lewis: Die Entdeckungen des Oktus Murrmann — Wie schon der Five O’Clock Turkey schwierig zu lektorieren. Für Fans überbordenen Wortreichtums mit einem augeprägten Hang zum Absurden.

2020. Feierdäg/Habe fertig.

Oder: Der DeWinter’sche Rant zum Jahresende. Damit es nicht zu aufregend wird, habe ich hier ein sehr kurzes Stück entspannte Musik zum kürzesten Tag des Jahres: Lux Refulget.

Mal gucken, was der Impfstoff macht.

Also, das Jahr ist fast um, angeblich sollen nach den Feiertagen die ersten Impfungen mit dem RNA-Impfstoff starten und ich bin in der dritten Welle der Priorität.

Und ja, ich lasse mich piksen, weil die Statistik in unserem Apotheken-Filialverbund sieht derzeit so aus:

Bei uns arbeiten etwa 65 Frauen zwischen 18 und 67 Jahren. Wir haben 5 positive Corona-Nachweise und 4 Fragezeichen. (Eine davon ich, und ich habe eine Person angesteckt, die zwei Wochen flachlag, siehe Frühjahrs-Gebruddel. Kann sein, dass es ne Grippe war, immerhin bin ich die einzige, die sich regelmäßig ihren Piks abholt und die es nach fünf Tagen abgefrühstückt hatte. Aber bei Grippe bin ich normalerweise von den ersten Anzeichen bis nominell arbeitsunfähig durch Kreislaufstörungen in vier Stunden, hier habe ich drei Tage bis zum Fieber gebraucht und dem Kreislauf ging’s prima.)

Von den fünf positiven Nachweisen ist:

1 x asymptomatisch

1 x leichte Symptome

1 x Krankenhaus und Reha wegen Lungenschaden

1 x Verlauf mit mehren Tagen hohem Fieber, seit neun Monaten mit Geruchsstörung und Psychotherapie

1 x Verlauf mit mehreren Tagen hohem Fieber, Nachwirkungen noch unbekannt.

Klar, kann sein, dass ich (beim nächsten Mal wieder) mit ein, zwei Tagen Fieber und Husten davonkomme. Kann aber auch nicht sein. 40 Prozent Langzeitschaden bei nachgewiesener Infektion innerhalb von drei Monaten versus unter 0,001 Prozent Langzeitschaden innerhalb der gleichen Zeit? Die Wahrscheinlichkeiten finde ich jetzt nicht so schlecht. Von Grippe müssen nur wenige vorher gesunde Mittdreißigerinnen in Psychotherapie, ne?

Übrigens wäre das nicht der erste Impfstoff, der auf den Markt kommt, ohne dass wer weiß, wie lange das eigentlich vorhält.

Außerdem: Reise-Neid und Kopfkratz.

Mein Vater ist vor zwei Jahren nach Spanien gezogen, und ich habe nie in den Schulferien Urlaub, weil ich halt nach einem emotionalen Kassensturz vor zehn Jahren beschlossen habe, dass ich keine Kinder haben möchte. Ich kriege mich grade so auf die Reihe, ich will da nicht noch ein Kind an der Backe haben. Vor allem nicht an Tagen, wo ich mich eben nicht auf der Reihe habe. Und mein Mutterinstinkt ist eh nicht vorhanden, ich habe schon als Jugendliche nur über eigene Kinder nachgedacht, weil sich das so gehörte, und nicht weil ich eins wollte.

Daher habe ich meinen Herrn Papa seit letztes Jahr im Oktober nicht mehr getroffen. Ich habe ein wenig Neid auf all diejenigen, die in den Schulferien sonst wo waren, während ich schön brav meinen Urlaub daheim oder bei Freundinnen begangen habe, als die Weitverreisten und Familenfeierndem ihre Viren überall schon wieder verteilt hatten.

Ich habe eine Bekannte in Facebook nicht entfreundet, obwohl sie manchmal etwas seltsame Ansichten hat, warum Leute Maske tragen und das mit dem Abstandhalten ernst nehmen. Keine Ahnung, was sie eigentlich mit ihren Wut-Posts seit März mitteilen will. Dass hier in Deutschland und in der Wissenschafts-Blase auf einmal zu 98 Prozent Faschos und doofe Nüsse rumspringen sollen, finde ich jedenfalls unwahrscheinlich. Irgendwie tut es mir leid, dass eine von mir geschätzte, kluge Person keinen Weg findet, mit der Situation konstruktiv umzugehen.

Jedenfalls ist weniger Social Media besser für’s Gemüt.

Dafür hätte ich gern mehr langfristig denkende Politicos.

Ich mein, ja, es die ganze Situation ist Scheiße. Passenderweise hat die Politik über den Sommer lieber den Kopf in den Sand gesteckt, als an Konzepten für einen zweiten Lockdown zu feilen. Schulen bleiben offen! Egal, ob das von einem epidemiologischen oder psychologischen Standpunkt aus klug ist oder nicht. Gleich für Wechsel-/Hybridunterricht und sinnvolle Betreuung vorplanen? Wir doch nicht.

Und außer, dass die Krankenhäuser vor Überlastung geschützt werden müssen, ist eine langfristige Linie der Maßnahmen auch nicht zu erkennen. Was draus gelernt? Allgemeine Ziele für die nächsten paar Jahre? Nee, bedingungsloses Grundeinkommen geht mal gar nicht, lieber lassen wir am Ende die komplette Kunstbranche ALGII beantragen.

Mal über Donuts statt Wachstumskurven nachdenken? Ist das Wirtschaftsschädigung, wenn wir darauf hinweisen, dass zu viele in diesem Staat zu viel Raum und Ressourcen verbrauchen? Und dass die meisten von uns deswegen zu viel Kram haben? (Und dann muss ich hinterher vielleicht mit den Zug zum Papa und nicht mehr mit dem Flieger. Dann isses halt nicht so bequem und dauert wirklich den ganzen Tag statt nur gefühlt den ganzen Tag. So what.)

Und können wir bitte mal darüber reden, dass Fallpauschalen und AGs den Krankenhäusern und vor allem deren Personalschlüssel nicht besonders gut tun?

Nebenbei erdreistet sich die Politik zu behaupten, dass eine Theateraufführung oder eine Lesung eine „Unterhaltungsveranstaltung“ wäre. (Wir können auch poltische Meinungsbildung, erstaunlicherweise, sogar wenn Vampire oder so was drin vorkommen.)

So ein paar Schuldige, das wär’s jetzt.

Bloß: Das kollektive Unvermögen, mit neuartigen Bedrohungen halbwegs sinnvoll umzugehen, das ist schuld. Und da hängt’s überall, weil die wenigsten Menschen halt Wahrscheinlichkeitsrechnung können, zumal eine solche am Anfang kaum möglich war. Deswegen rudern die Landesregierungen hin und her, versprechen mal dies, mal das, und halsen uns alle drei Tage neue Regelungen auf. Die anderen halten sich lieber ein Kissen über den Kopf und singen „es gibt keine Pandemie, lalalala, das hat sich (Lieblingsschurke hier einfügen) ausgedacht, um uns alle gefügig zu machen.“

Määhh von diesem Schlafschaf hier, ich verweise auf oben. Corona ist auch ohne Tote Kacke.

Konstruktiver trotz völlig hirnrissiger Schließungen von Orten, die sich an die Spielregeln halten, sind meine CSD- und Schreibblasen. Podcasts, Livestreams, Online-Messen und -Konferenzen? Ja, ist anstrengend und Kuscheln macht mehr Spaß und tut der Psyche gut, aber mensch lernt dazu und neue Verbündete kennen. Mein Vereinchen wird seine jährlichen Versammlungen von jetzt an nur noch online halten, da wir über die komplette Rebublik verteilt sind.

Was lernen wir aus diesem Mist?

Außer, dass Menschen nicht blicken, dass sie mit Face Shields zwar geil Luft bekommen, aber einer stehende Aerosolwolke natürlich sowohl einatmen als auch produzieren können? Und dass sie lieber OP-Masken waschen als welche aus zwei Lagen Jersey, was im Endeffekt wohl auf schlechtere Filtergrößen rausläuft? Und dass … lassen wir’s. Das menschliche Unvermögen, das Prinzip „Infektionskrankheit“ zu verstehen, sollte mich nicht mehr wundern, wenn früher selbst Kolleginnen mit ihren ungewaschenen Geldfingern in die Keksdose gegriffen haben.

Was lernen wir also draus? Wenn ich das wüsste. Dazu brauchen wir noch ein bisschen, denke ich. Bis dahin habe ich mal einen völlig unfantastischen Roman über queere Singles in der Pandemie angefangen.

Und sonst? Irgendwas, das gar nichts mit Viren zu tun hat? Wenigstens eine Sache?

Der Blockeditor von WordPress nervt mich. Und ich könnte mich darüber echauffieren, dass Microsoft Word nicht in der Lage ist, mit ODT-Dokumenten anständig umzugehen, während Open Office mit DOCX super zurande kommt. Ich lasse diesen spezeiellen Rant aber. Für Microsoft Office gebe ich so lange kein Geld aus, bis das klappt, hörst du, Bill Gates?

Ach ja, und #BlackLivesMatter. Dass auch die deutsche Polizei Racial Profiling betreibt, dazu muss ich eigentlich nur meine Kollegin mit dem türkischen Nachnamen fragen, wie oft ihr Bruder schon kontrolliert wurde. Da bleibt hoffentlich was in den meisten Köpfen hängen. Wenigstens ist der Haupthandlungsort in den Albenbrut-Bänden so latent rassistisch, dass die Bezeichung „Schwarzkünstler“ dafür ein Beleg ist und ich das nach derzeitigem Stand der Überlegungen nicht ändern würde — dafür aber an anderen Stellen nachschärfen müsste, falls es je eine Neubearbeitung geben sollte.

Und jetzt?

Ich wünsche schöne Feiertage, ob Jul oder mehr oder weniger religiöse Weihnachten oder was auch immer. Wir sehen uns wahrscheilich erst nach den Feiertagen für die gewohnte Jahresend-Buchabrechnung.

 

 

Video-Vorschau „Das asexuelle Spektrum“

Im Rahmen der AktivistA-2020-Onlinekonferenz habe ich mein Sachbuchprojekt vorgestellt und ein bisschen was aus dem dritten Teil vorgelesen.

Der Erscheinungstermin für „Das asexuelle Spektrum. Eine Erkundungstour“ ist übrigens der 30. Januar 2021. Falls uns nicht der Himmel auf den Kopf fällt oder Ähnliches. Und hier ist der Klick zum Verlag. (Und hier ist die Playlist aller drei Vorträge.)

Noch lebendig / Eskapismus / Sachbuch-Termin

So.

Zwischenstand: Mich gibt es noch. Bin nur nicht mitteilungsfreudig. Im November Urlaub gehabt, statt Verwandtenbesuch und Buch Berlin also beste Alphaleserin der Welt besucht und ansonsten vor allem Lucifer und danach den Rest von Ben Aaronovitchs „Flüsse von London“ gesuchtet. Zu beidem eine mittelgroße Dosis Fanfic gebraucht. Jetzt geht’s wieder. (Bis ich das nächste Binge-Objekt finde.)

Ich neige eben zu Binge-Verhalten/Kleinobsessionen und bin dann manchmal auch weg, weil Eskapismus halt manchmal notwendig ist. Und da bei uns in der Gegend grade der Über-300-Inzidenz-Aktionismus ausgebrochen ist, wen wundert’s? Jedenfalls gut, dass es Videotelefonie gibt. Meinen Vater habe ich seit letztes Jahr im Oktober nur noch online getroffen und kenn den neuen Hund noch gar nicht.

Aber besser, ich binge Fanfiction als Alkohol oder psychotrope Substanzen, oder?

Seit Montag Überstunden, weil die Kollegin Resturlaub und Überstunden abbaut. FFP2/KN95 sind Pflicht. Die Kolleginnen und ich haben Verspannungen im Kiefer, weil laut und klar über das Plexiglas hinweg sprechen und feste Masken — entweder Mund weit auf oder Maske, nicht wahr? Und ich hab noch Glück, weil ich ja nicht Vollzeit in der Apotheke arbeite.

Jedenfalls ein Hoch auf Pfefferminzöl. Damit sind die abendlichen Kopf- und Kieferschmerzen fast weg. Ich werd jetzt noch hochdosiert Magnesium draufkippen. Bessere Investition als irgendwelche Immun-Komplexe ist das allemal, denn die Rotzerei lässt diese Saison auf sich warten. Auch beim Großteil der Bevölkerung, weshalb wir bei den Erkältungsmittelchen und damit überhaupt einen Umsatzeinbruch im Vergleich zu den Dezembern vorher haben.

Nebenbei ist das Sachbuch in der zweiten Lektoratsrunde. Geplante Veröffentlichung Ende Januar. Ich denke, das Warten und Feilen wird dem Text nicht geschadet haben.

„Beim Märtyrer“, oder: kurzer Blick auf ein phantastisches Symbol

Weil ich grade wegen des neuen Lockdowns noch sprachlos bin und angesichts von Anschlägen und der Wahl in den USA sowieso nur hilflos mit den Armen rudere: Ein Posting über einen Fantasy-Fluch. Immerhin benutze ich selbst gern „zum Henker“.

Im September habe ich mir innerhalb von zwei Abenden „Carnival Row“ gesuchtet. Das ist eine Amazon-Serie mit derzeit einer Staffel, die acht Folgen hat. (Nur auf Englisch geschaut, bitte verzeihen Sie eventuelle Fehlübersetzungen.)

Interessierte sollten über 16 sein, graphische, aber realistische Gewaltdarstellungen, Leichen und Sexszenen abkönnen. In jeder Folge ungefähr zwei, was wohl eher ein Verkaufsargument sein soll als tatsächlich dem Plot dient. Dem hätten die gewonnenen Minuten zur Figurenschärfung durchaus gutgetan.

Die Prämisse ist folgende: Vor nur einigen Jahrzehnten wurde der Kontinent Tirnanoc von den Menschen entdeckt. Dort leben in diversen Staaten Fabelwesen. Unter anderem Zentauren, Faune, und die mit Libellenflügeln ausgestatteten Elfen.

Wie das halt so bei „Neuentdeckungen“ ist, ziehen die Menschen los, um sich Tirnanoc untertan zu machen. Vor allem beteiligt sind die großen Staaten „The Burgue“ (wie die gleichnamige Stadt) und „The Pact“/der Pakt. Aus dem Wettlauf um Kolonien zieht sich The Burgue nach einem grausamen Krieg zurück. Da der Pakt offenbar grausamer mit den Feen-Untergebenen umgeht als The Burgue, fliehen die Feen in großer Zahl in diesen London nachempfundenen Stadtstaat.

Mich interessiert hier aber weniger die etwas plakative, aber wirksame Prämisse der Serie noch der hübsch aufgebaute Kriminalfall, der die Handlung so richtig ins Rollen bringt, sondern die Gottheit, in deren Namen The Burgue flucht: „Beim Märtyrer.“ „Beim gehängten Märtyrer.“ „God’s Noose — Gottes Galgenschlinge.“

Eine Bilderfolge aus der Serie ist hier: https://imgur.com/gallery/FrNKBtE

Irgendwann vor 600 bis 700 Jahren ist da ein „Märtyrer“ namens Hosea erhängt worden. Ob er ein Prophet war, wissen wir nicht, dürfen es aber annehmen.

Und daher ist das religiöse Symbol dieser Stadt ein halbnackter Mann, der an einer Schlinge von einem Galgen baumelt. Religiöse Menschen tragen kleinere Schlingen, Mönche einen dicken Galgenstrick um den Hals. Religiös bewegte malen sich eine Schlinge auf die Brust.

Das ist nicht nur auf den ersten Blick ein wenig verstörend.

Was es damit eindrücklich schafft, ist die Wirkung des Kreuzes als religiöses Symbol in dessen Anfangszeit nachzubilden. Wir erinnern uns: Die frühen Christ*innen haben sich ein Folter- und Hinrichtungsinstrument als Symbol ausgesucht. Damals so verstörend wie heute ein Galgen oder eine Guillotine wäre.

Das ist für viele von uns Nachgeborenen trotz diverser Historienfilme kaum noch nachzuvollziehen. Ich habe keine Ahnung, ob und welche religiöse Intention seitens des Drehbuchautors dahintersteckt, aber zumindest die erste Schockwirkung dürfte eine ähnliche sein wie sie damals das Christentum verursachte. Und selbst wenn nur die das Ziel war, muss ich da echt für diese Wirkung mit einfachen Mitteln den Hut ziehen.

Bildchen wie so häufig: Clker-Free-Vector-Images from Pixabay

Ace Community Survey 2020 – Ankündigung — The Asexual Census

Es ist wieder so weit! Wir sind auf der Suche nach Menschen, die an der Ace Community Survey teilnehmen möchten.  Die Ace Community Survey sammelt wichtige Informationen zur Demographie und den Erfahrungen der Ace Community (“ace” als zusammenfassender Begriff für Menschen, die sich als asexuell, demisexuell, grau-asexuell oder einer anderen Orientierung des asexuellen Spektrums identifizieren). […]

Ace Community Survey 2020 – Ankündigung — The Asexual Census

Reblog. Was der Text sagt. Die Umfrage steht auch Menschen offen, die sich nicht auf dem a_sexuellen Spektrum verorten.

Gelesen: „Ace“ von Angela Chen

Vor einem guten Monat erschien auf Englisch ein Buch von Angela Chen namens „Ace – What Asexuality Reveals About Desire, Society and the Meaning of Sex“ (Beacon Press Boston, ISBN 978-0-8070-1379-3).

Da ich mir ja zur Aufgabe gemacht habe, beim Thema Asexualität wenigstens halbwegs auf de aktuellen Stand zu sein, habe ich es gekauft, und als Abschluss der Ace Week für euch eine Meinung dazu verfasst.

Wobei ich sagen muss, dass mich sonst das Cover mit diesen Flecken (Buntpapierfetzen wie früher im Kunstunterricht?) ein wenig abgeschreckt hätte. Mit dem Inhalt hat es jedenfalls erst nach einer Pause zum Nachdenken zu tun.

Kurze Inhaltsübersicht

Der Text liest sich sehr flüssig. Ausgehend von eigenen Erfahrungen hat Angela Chen einige Dutzend andere Aces interviewt und deren Geschichten in Fragestellungen an die US-Gesellschaft verwandelt:

Schadet die allgemeine Erwartung, dass Männer immer super versessen auf Sex seien, genau dieser Personengruppe?

Hat uns die sexuelle Befreiung uns wirklich freier gemacht?

Inwieweit haben wir Überschneidungen mit Vorurteilen gegenüber rassifizierten Menschen, Menschen mit BeHinderung, und religiösen Stereotypen?

Was bedeutet eigentlich „romantisch“? Wo ist die Grenze zwischen Romanzen und Frenudschaft? Und wieso ist Sex ein Maßstab bei der Bewertung, wie wichtig eine Beziehung sein darf?

Was ist „compulsory sexuality“ (Sexnormativität) und was ist hermeneutische Ungerechtigkeit? Wie verhindern unsere Vorstellungen von Sex und dem, was Menschen wollen, dass Menschen eben nicht das tun (oder lassen), was sie möchten?

Das alles bereitet Chen informativ und verständlich auf.

Sehr tröstlich ist auch die Einflechtung der verschiedenen Lebensgeschichten. Obwohl ich genug Aces kenne, tut es immens gut, ein paar Fragen und Probleme gespiegelt zu sehen, die ich auch schon hatte.

Mehr Kompendium als Erleuchtung

Der Witz ist, dass ich dieses Buch nicht unbedingt gebraucht hätte, und da werden manche ähnlich empfinden. Was Angela Chen zusammengetragen hat, wissen halbwegs aufmerksame Beobachtende der asexy Blogosphäre schon.

Ich selbst fand also in dem Buch sehr wenig neue Anstöße, sondern eher eine Zusammenfassung von klugen Gedanken, die ich bei oder dank der Asexual Agenda schon gelesen habe. Damit will ich Angela Chens Fähigkeit, pointierte Fragen zu stellen und Dinge zu beobachten, gar nicht in Abrede stellen. Es wird Menschen im asexuellen Spektrum geben, die diese Diskussionen nicht so genau mitverfolgt haben oder viel später dazugestoßen sind, und die dieses Buch dann umso mehr schätzen werden. Außerdem hat eine gedruckte, zitierfähige Zusammenfassung von Online-Diskussionen immensen Wert.

Was ist eigentlich die Zielgruppe?

Einerseits steht das erklärte Ziel des Buchs schon auf dem Cover: Wie können die Lebensgeschichten asexueller Menschen helfen, besser zu verstehen, wie die westlichen Gesellschaften in Bezug auf Sex ticken? Was können wir alle gewinnen, wenn wir Dinge aus einer asexuellen Perspektive betrachten?

Das heißt, die Zielgruppe sind vornehmlich Menschen, die sich nicht als ace begreifen.

Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob es gelungen ist, diese Zielgruppe anzusprechen.

Was es aber zu tun scheint, und da sind Sara von the notes which do not fit und ich einer Meinung mit diversen Menschen, die bei Amazon Rezensionen hinterlassen haben: Es ist hilfreich für unentschlossene Menschen und solche, die ein nagendes Unbehagen mit den Erwartungen spüren, die uns die Sexnormativität aufbürdet.

Brauche ich das?

Kommt drauf an.

Wer sowieso schon alles zum Thema gelesen hat und sich mit der eigenen Selbstbeschreibung als ace wohlfühlt, braucht es nicht unbedingt und folge weiterhin den relevanten Blogs.

Wer einen kurzen und knackigen Einstieg in die aktuellen Debatten sucht, ist hier genau richtig.

Ebenfalls sehr sinnvoll erscheint es für jene, die überlegen, ob sie sich ins asexuelle Spektrum verorten sollen oder wollen. Wir finden hier all die Selbstzweifel und Einwände, die in dieser Findungsphase am drängendsten sind.

Insofern hat Angela Chen auf jeden Fall etwas getan, das mich das Hütchen lüpfen lässt: Ein Ratgeberbuch verfasst, ohne einen einzigen Ratschlag zu verteilen.

Eine etwas andere Meinung zum Thema hat Ace Admiral.

Crosspost bei carmilladewinter.com, aktivista.net und Amazon.

A_sexualität, Videos, Schon wieder die

Falls irgendwer nachschauen will, ich war letzte Woche im Livestream von 100 % Mensch:

Teil 1 bei Youtube

Teil 2 bei Youtube

Unter der Ankündigung meckerte eine Person, dass da ja schon wieder die Carmilla DeWinter zu sehen sei.

Entgegen aller anderslautenden Gerüchte bin ich nicht so furchtbar scharf darauf, vor Kameras zu sitzen. Allerdings werde ich verhältnismäßig häufig drum gebeten. Was halt passiert, wenn eine zufällig in einem Verein im Vorstand ist, der sich als einziger in Deutschland ums Thema Asexualität kümmert.

Ich hätte gern mehr Leute in diesem Verein, die ich zu so was schicken kann, und die nicht schon mit fünf anderen, ebenfalls wichtigen Vereinen beschäftigt sind, und die keine 500 Kilometer Anfahrt haben. Auch Männer und/oder welche mit Neopronomen. Nicht immer nur die selben drei bis fünf Leute/Frauen. (Wie immer handelt es sich hier ja um eine geringe Anzahl von Menschen, die Zeugs machen, und eine sehr viel größere Anzahl von Menschen, die erwarten oder hoffen, dass andere Zeugs machen.)

Ich fände es auch geil, wenn es einen separaten Verein gäbe, der sich um a_sexuelle Menschen kümmert und in die Communities wirkt, statt „Bildung und Aufklärung“ zu betreiben. Und/oder eine Truppe, die nach dem Vorbild von Aces NRW hauptsächlich Institutionen wegen Fehldarstellungen anschreibt. Und/oder Stammtische mit soliden Ansprechpartner*innen bzw. welche, die zuverlässig über queere Zentren erreichbar sind, statt sich in Foren oder Discord zu verabreden/verabreden zu müssen. Und/oder …?

Aber so weit sind wir halt noch nicht.

Wenn 50% aller Aces nicht bei ihren Eltern und nur etwa 75% bei ihren Lieblingsmenschen geoutet sind, dann weiß ich auch, warum wir da noch Geduld haben müssen. Weil Öffentlichkeitsarbeit ein Coming-out erfordert. Aber die Reaktionen sind halt oft negativ, insofern beißt sich da die sprichwörtliche Katze in den Schwanz.

Mit bleibt weiterhin die Bitte an alle, die es sich leisten können, mutig zu sein.

„Das asexuelle Spektrum“: Cover!

Aus Vernunftgründen haben wir die Expedition rausgelassen und „Das asexuelle Spektrum“ in die obere Zeile geholt.

Ich bin zufrieden, jetzt muss ich nur nochmal den Text an die neuesten Gegebenheiten anpassen und dann kann’s losgehen.