Winziger Messeauftritt: Gay Book Fair

Hervorgehoben

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Oder besser: Auftritt auf winziger Messe. So die höheren Gewalten mich lassen, werde ich beim Gay Book Fair den Tisch des Dead Soft Verlags mit bemenschen. Leider habe ich mich so spät entschlossen, dass alle Lesungsplätze schon belegt waren.

Wer mir also mal Hallo sagen möchte, tue das am 22. Oktober ab 16 Uhr in der Oeserstraße 220 in Frankfurt am Main.

Bei der Addresse handelt es sich um „Schnitzel-Paul“ mit beheizbarem Zelt. Der Eintritt kostet einen Euro.

Weitere Infos gibt es unter gay-book-fair.de

 

Vergesst explizite Szenen …

https://i1.wp.com/upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a1/Aesculap-serpentine.jpg/311px-Aesculap-serpentine.jpg… ich habe hier ein viel besseres anatomisches Rätsel.

Diese Woche hatte ich das Vergnügen mit einem Notdienst in der Apotheke.

Und da rief mich also kurz nach zehn ein Mensch an, der meinte: „Also, äähh, ich hatte da eine kleine Auseinandersetzung mit meiner Freundin … und, ähm, dabei hat sie eine Tür zugeschlagen und dabei mein bestes Stück eingeklemmt.“

Ich denke: Will der mich verarschen? Neue Belästigungsmasche? Und wie zum Henker hat er das hingekriegt? (Unmöglich ist es nicht, aber ich hätte eher erwartet, dass in einem solchen Fall Finger oder Nasen leiden.)

Die Treffsicherheit der Dame ist m. E. zu bewundern.

Jedenfalls war sie durchaus ernst gemeint, die Frage. Ich riet zu ausdauernder Kühlung und einen Arzt aufzusuchen. Eventuell noch eine Ibuprofentablette gegen Schmerzen und Entzündungen.

Der Unglückliche fragte noch, ob ein männlicher Kollege vor Ort sei (nein, nicht um die Uhrzeit, da managen wir den Laden jeweils alleine), aber auch der hätte ihm wohl kaum etwas anderes erzählt.

Leben halt. Falls wer von den geschätzten Autorenkolleg*innen die Episode brauchen kann, dürft ihr sie gerne verwenden …

Linkspämmchen: Berliner Manifest, Blog

Nuvola LGBT flag borderless

Für jene, die es noch nicht kennen, darf ich das Berliner Manifest hier kurz vorstellen – eine Erklärung darüber, dass GSRMs/Menschen aus der LSBTTIQA+ -Buchstabensuppe nicht wünschen, von Rechtspopulist*innen gegen andere Minderheiten ausgespielt zu werden.

Oder: Zum Wettern gegen die „bösen Muslime“ sind wir gut, aber wehe, wir fordern die absolute Gleichbehandlung ein …

(Das Gleiche gilt im Übrigen für Frauenrechte – die werden auch nur so lange verteidigt, wie besagte Gruppen Angst gegen „Ausländer“ schüren können.)

 

In eine völlig andere Richtung geht der Neuroqueer-Blog, geschrieben von Menschen, die sich in der Buchstabensuppe verorten, und außerdem neurodivergent sind. Trotz der unregelmäßigen Updates ist der bisher vorhandene Inhalt mehrere Blicke wert.

Um neuroqueer zu zitieren:

Neurodivergent sind Menschen, die in ihrer „Hirnverdrahtung”, im Funktionieren des Gehirns nicht den „gängigen” Normen entsprechen.

Beispiele sind:

  • Autist_innen

  • ADHSler_innen

  • Menschen mit Depressionen

  • Menschen mit Traumafolgen (PTBS, dissoziative Störungen)

  • Menschen mit Psychoseerfahrung/-erleben

  • Menschen mit Persönlichkeitsstörungen

  • usw.

 

 

 

Plot und Konflikt: Die Vorher-Nachher-Schau

Wie schon vor zwei Jahren wollte ich diejenigen, die es interessiert, an einem Teil meines Überarbeitungsprozesses teilhaben lassen. Diesmal beweise ich anhand eines Auszugs aus Albenerbe – Das Blut von Königen, was ein paar gezielte Ergänzungen und Streichungen alles können.

Da das ziemlich lang wird, bitte hier klicken … Weiterlesen

Sex ist eben nicht überall

Siegelmarke Der Rath zu Dresden Direktion der Fleischbeschau W0323469Nachdem ich mir „Fleischmarkt“ von Laurie Penny zugelegt habe und beinahe zum zweiten Mal durch bin, kann ich nun eine Frage differenzierter beantworten, die mir schon häufiger gestellt wurde.

Es wird ja behauptet, dass Sex überall sei – in der Werbung, in Zeitschriften, in Filmen, Büchern, etc. Wie gehst du als a_sexuelle Person damit um? Findest du das nicht eklig?? Stört dich das nicht???

Ich war dann immer ein wenig verwirrt, denn Bilder von halbnackten Frauen an jeder Ecke stören mich schon, aber nicht, weil ich sie eklig finde.

Die kurze Antwort lautet: Sex ist eben nicht überall.

Auch wenn sehr viele Leute das glauben, und nicht zu wenige anti-sex Aces, Medienvertreter*innen und konservative Populist*innen dieser Verwechslung aufgesessen sind.

Was überall ist, ist Erotik, die einmal von allem organischem Material befreit wurde. Mit der Andeutung von Sex, anzüglichen Witzchen und/oder dem Versprechen auf orgasmisches Vergnügen wird ein Haufen Zeugs verkauft. Deos, Damenrasierer, Pralinen, Autoreifen, etc. Dass dieses Versprechen niemals eingehalten werden kann, ist klar, denn die gephotoshoppten Bilder von weißen Frauen mit Schlafzimmerblick haben mit Schleim, Schweiß und Spucke von echtem Sex ungefähr so viel zu tun wie ein Mittelaltermarkt mit Köln anno 1250.

Was mich also stört, ist, dass cis-weibliche Körper dazu genutzt werden, uns Zeugs zu verkaufen. Gleichzeitig vermitteln sie uns, welchem unerreichbaren Ideal wir hinterherstreben sollen. Weiß, schlank, sauber, immer feminin konnotiert angezogen, rasierte Beine, perfekte Frisur, bloß nicht fordernd, etc pp.

Mich stört, dass du in dieser Gesellschaft als Frau, oder ein Mensch, der dafür gehalten wird, immer perfekt, und damit erotisch sein musst, um anerkannt zu werden, aber dabei niemals billig wirken darfst. Du sollst tanzen können wie eine Stripperin, aber wehe, du strippst tatsächlich für Geld.

Aargh.

Was mich außerdem stört, ist, dass zu viele dieses Märchen glauben. Dass zu viele diese Grundsätze so verinnerlicht haben, sodass sie über (andere) Frauen, und solche, die sie dafür halten, lästern, wenn diese das Ideal nicht erfüllen. Was dann andere wieder dazu zwingt, sich zehnmal zu überlegen, ob sie ihre Beine nicht doch rasieren sollen, aus Angst, zu unsexy zu wirken, selbst, wenn ihr*e Partner*in dazu keine Meinung hat.

Manche quälen sich durch Fitnesskurse (kosten Zeit und Geld), futtern Tabletten gegen sogenannte überflüssige Pfunde (kosten Geld und taugen nichts) und kaufen all das andere Zeug, das sie angeblich brauchen, um dem Ideal nahe zu kommen.

Gelegentlich haben ich den Eindruck, dass ich nur genug von den richtigen Sachen kaufen muss, um eine richtige Frau zu sein …

Diese Ansprüche fühlen sich an wie ein modernes Korsett – und sollen wohl eins sein, denn wenn mehr Frauen, und solche, die dafür gehalten werden, mehr Energie in den gesellschaftlichen Wandel, in die Forderung nach gleicher Arbeit etc. stecken würden … dann wäre schön was los. (Hoffe ich wenigstens.) Immerhin kaufen wir angeblich 80% des Zeugs, das produziert wird.

Im Gegensatz dazu habe ich mit beziehungsratgebenden oder sexspielzeugtestenden Zeitschriften und (gut) geschriebenen, ehrlichen Sexszenen sehr viel weniger Probleme. Auch wenn ich letztere lieber nicht selbst produziere und sie ohnehin selten zu finden sind. Für den mies geschriebenem Sex gibt’s einen „Zurück“-Button oder eine Scrollfunktion.

(Andere a_sexuelle Menschen gehen Sexszenen und explizitem Material aber lieber ganz aus dem Weg, was völlig legitim ist.)

In diesem Sinne: Riot, don’t diet.

 

Die 777- Challenge

So, Patricia Strunk hat mir ein Stöckchen gereicht: Die 777-Challenge

Dabei geht es darum, die ersten 7 Sätze von Seite 7 des aktuellen Projekts zu posten und 7 weitere Autor*innen zu nominieren

In Entstehung ist derzeit Albenerbe 2. Der Arbeitsuntertitel lautet „Die Verschwiegenen Täler“.

Weil Dead Soft keinen Wert auf Normseiten legt, hier also ein unlektoriertes Exzerpt von der siebten Word-Seite, was nachher dementsprechend auf Seite 14/15 des Buchs auftauchen sollte:

„Ist Letizia nicht im Haus?“, unterbrach sie [Felina] Aurelias fröhliches Plappern über das Pflaumenmus und die Dampfnudeln, die in der Küche warteten.

„Ich meine, dass sie unterwegs ist“, sagte Aurelia. „Schon seit ein paar Tagen.“

Es waren, um genau zu sein, sieben Tage, da sich ihre Kerkermeisterin aus der Burg entfernt hatte.

„Das letzte Mal, als ich sie gesehen habe, trug sie übrigens das Kleid, für das Ihr die Borte gewebt habt. Die schöne mit den grünen Ranken und violetten Blüten.“

Ein Meisterwerk aus Seide mit einem braunen Rand, ja. Darin hatte Felina einige ihrer Haare mit verarbeitet, deswegen wusste sie auch, dass Letizia abgereist war.

 

Nominieren möchte ich nur Leute, die auch bloggen. (Ich dachte ja zuerst, ich bekomme keine sieben Blogs zusammen, aber das erwies sich dann doch als zu kurz gegriffen.)

Gerrit Jan Appel

Nina C. Hasse

Katherina Ushachov

Jery Schober

Marcus Johanus

Florian Born

Alena & Alexa Coletta

 

Albenerbe – Links & Playlist

 

albenerbe1 - cover

Ich habe die Seiten ein wenig umgeräumt – meine Fantasy-Texte haben nun eine kleine Chronologie, und wer hier reinschaut, findet für den ersten Teil des Albenerbes alle relevanten Links und einige Bestellmöglichkeiten.

 

Und als Schmankerl: Die Playlist zum Roman.

Apocalyptica – Hope (youtube)

Sia – Elastic Heart (youtube)

Linkin Park – All For Nothing (youtube)

Imagine Dragons – Every Night (youtube)

Sia – Chandelier (youtube)

Emeli Sandé – Read All About It (youtube)

Kaleida – Aliaa (youtube)

Apocalyptica – Struggle (youtube)

P!nk ft. Lilly Allen – True Love (youtube)

Covus Corax – Ballade de Mercy (youtube)

 

Falls wer noch Einfälle hat: Ich nehme Hinweise auf Musik, die ich noch nicht kenne, dankend entgegen.