Seltsame Suchbegriffe

Lupa.na.encyklopedii

Achtung, nicht sicher für die Arbeit /NSFW, aber dafür geeignet, um sich scheckig zu lachen …

Gestern hat mich wer besucht, di*er suchte: „wenn meine freundin hustet kommt schleim aus ihrer vagina“

Nicht, dass ich mich über den Suchbegriff an sich lustig machen möchte. So vertraut ist mir die Anatomie und Schleimproduktion anderer Menschen mit Vagina nun auch wieder nicht, dass ich urteilen könnte, ob das häufiger vorkommt. Aber wieso zum Henker landet wer damit auf einem Autorinnenblog???

So langsam heiße Phase …

Also, das Albenerbe 2 ist bei der Sprach-Beta, danach bekommt’s der Verlag zur Ansicht.

Der Albenzauber ist in der Lektorats- bzw. Beta-Phase, siehe Bild. Nebenher muss ich gucken, dass das Teil ein Cover bekommt und einen Klappentext hat (graus-horror-schreck). … Merkt noch wer, wie gerne ich Klappentexte verfasse? Exposé geht ja noch, das sieht nur der Verlag, aber Klappentexte? Graaahhh.

Bin fest entschlossen, dass das Teil in der Woche vor Ostern unters Volk soll. Zwei Monate also, um den Text auf sprichwörtlichen Hochglanz zu polieren. Er ist lesbar, hat aber eben noch Schönheitfehler.

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Nachlese Weissenburg: Voll unbehütet

Da mich erst der Vortrag am 24. abgelenkt und dann eine Erkältung aus den Socken geholt hat, hier mit Verspätung ein Bild von meiner charmanten Mitleserin Svea Lundberg alias Julia Fränkle und mir (ohne Hut!) aus der Weissenburg:

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Wir waren mit einem guten Dutzend Menschen sehr gut besucht, vor allem in Anbetracht des ungemütlichen Wetters: Es hatte den ganzen Tag immer wieder geschneit. Wer Stuttgart und die Strecke von Pforzheim dorthin kennt, weiß, wie viele Berge inner- und außerstädtisch zu überwinden sind, und wie gern es sich da rutscht.

Von Svea Lundberg gab es zunächst einen Ausschnitt aus ihrem Krimi „Kristallscherben“, bevor wir uns ganz der Fantasy widmeten. Ich hatte das Albenerbe mitgebracht, außerdem „Achttausend Nächte“ aus dem Arbeitsbericht Migration, Julia alias Svea noch die „Köpfe der Hydra“ aus der wunderbar betitelten Anthologie „Heimchen am Schwert“.

Da das Publikum gebannt lauschte und keinen Eindruck von Ungeduld vermittelte, haben wir offensichtlich eine unterhaltsame Auswahl getroffen.

Danke hier nochmal an das Team der Weissenburg für den herzlichen Empfang!

Über Männerhaare, Frauengurken und grünreaktionäre Entspannungstechniken

„Nicht nur beim Konsum, sondern auch im Alltag kann die harmloseste Verrichtung unvermittelt in reinstes Gender-Gaga hinüberkippen. Mein bester Freund berichtete von einem Krankenhausaufenthalt: Die Pflegerin, die ihn mit den nötigen Dingen ausstattete, zückte ein rosafarbenes Handtuch, dann hielt sie plötzlich inne. „Oder wollen Sie lieber ein blaues?“ Was ging in ihrem Kopf vor? Argwöhnte sie, der Kontakt eines mutmaßlich heterosexuellen Erwachsenen mit einem rosafarbenen Textil würde ihn augenblicklich schwul und unfruchtbar machen und so den Fortbestand der Menschheit oder zumindest des deutschen Volkes gefährden?“

Quelle: Über Männerhaare, Frauengurken und grünreaktionäre Entspannungstechniken

Der Fink hat auf seine bekannt scharfsinnige Art zugeschlagen: Bitte lesen!

Hilfe, ängstliche Menschen!

Bezüglich der allgemeinen Verunsicherung (die EAV und Titanic haben ihre Ziele erreicht) gab es in der Brigitte 1/2017 (vom 21.12.16) ein Interview mit Heinz Bude, einem Professor der Makrosoziologie. Prof. Bude hat unter anderem ein Buch über Angst geschrieben, das ich mir demnächst zu Gemüte führen möchte.

Jedenfalls dachte ich, ich muss aus dem Interview zitieren, mit Absätzen für die Lesbarkeit:

Lange Zeit galt: Wenn du dich einigermaßen anstrengst, wirst du schon irgendwie einen Ort in der Gesellschaft finden, von dem du im Nachhinein sagen wirst, dass er mehr oder minder in Ordnung ist. Und wenn du strauchelst, wirst du aufgefangen.

Diese Versprechen bestehen nicht mehr. Immer wieder steht unser Lebensentwurf heute vor Prüfungen, und damit wächst die Sorge, in seinem Leben etwas falsch zu machen, unter seinen Möglichkeiten zu bleiben, einmal Erreichtes wieder zu verlieren, etwas zu verpassen oder zu übersehen und dafür auch die Rechnung präsentiert zu bekommen.

Wir erleben gerade einen generellen Wandel unserer Gesellschaftsordnung: weg von einem kollektiven Versprechen, hin zu einer individuellen Drohung.

Ich finde das sehr weise Worte.

Hier in Deutschland sitzen Leute, die es sich nicht bequem einrichten können, sicher, aber auch ein ganzer Haufen so wie ich: was „Ordentliches“ gelernt/gut ausgebildet. Sieht sich trotzdem mit der Tatsache konfrontiert, dass si*er die Eltern nicht an Reichtum übertreffen wird, wenn kein Lottogewinn/Bestseller ins Haus flattert, und muss sich um die Rente sorgen. Habe ich mich oft genug fort- und weitergebildet? Wieso habe ich etwas studiert/gelernt, das mich jetzt in prekären Verhältnissen versauern lässt?

Hierzulande geht’s also für viele Menschen nicht aufwärts und für ziemlich viele eher gefühlt abwärts oder nicht schnell genug aufwärts … und wir wissen ja, wie ungern wir alle auf Annehmlichkeiten verzichten, an die wir uns einmal gewöhnt haben.

Außerdem herrscht nicht nur bei Job und Rente ein Zwang zur Selbstoptimierung. Möglichst viele Likes sammeln. Alle hippen Serien kennen müssen, um mitreden zu können. Zu viel Auswahl von allem, nicht einfach in den Laden rennen und was kaufen, sondern erst in zehn Online-Shops die Angebote vergleichen, könnte ja irgendwo günstiger sein und ich müsste zugeben, zu viel bezahlt zu haben. (Oder doch nicht das richtige Gespons fürs Leben gefunden zu haben oder …)

Der Mist ist: Du kannst beim „Was wäre, wenn“-Spiel nur verlieren.

Das wäre dann eben diese individuelle Drohung, auf die Prof. Bude bezugnimmt.

Und dann kommen Leute und brauchen ein Dach über dem Kopf, Arbeit und Geld zum Leben. Anderswo liegen Länder nämlich in echt und nicht nur gefühlt am Boden, und dass es bei uns gefühlt abwärtsgeht, hat sich nicht rumgesprochen, deshalb möchten gern Leute aus selbigen Ländern hier leben.

Überraschung.

Haken bei der Sache: Wir müssten auf eine ganze Ecke Privilegien (wie z.B. günstige Rohstoffe und Gewinne aus Waffengeschäften) verzichten, wenn wir einen ernsthaften Versuch wagen wollten, die Welt zu einem Ort zu machen, wo nicht alle bei uns im gefühlten Niedergang leben wollen.

Wenig überraschend auch, dass nicht nur gegen die ausländischen, sondern auch gegen die inländischen Verkomplizierer*innen via „Gender-Gaga“ etc. pp. gehetzt wird. Noch mehr Privilegien und einfache Kategorien abgeben? Nein, danke.

Ich habe erstmal kein Problem damit, dass Menschen Angst haben. Aber die wenigsten scheinen zu wissen, wie sie damit umgehen sollen. Oder überhaupt zugeben zu wollen, dass sie Angst haben. Stattdessen vergessen sie sämtlichen Anstand und hassen lieber lautstark wenigstens eine Gruppe, die sie als Bedrohung empfinden. (Und lassen sich ob mangelnder Selbsterkenntnis von Leuten wie Trump, Putin und Erdogan instrumentalisieren?)

von wegen wahrheit

Presse angeblich ohne Lügen bei der Leipziger Buchmesse 2016

Nicht umsonst meinen die Jedi:

“Fear is the path to the dark side. Fear leads to anger. Anger leads to hate. Hate leads to suffering.”

„Furcht ist der Weg zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Hass führt zu Leid.“

Leiden tun dann erstmal diejenigen, die gehasst werden, wie die Geschichte beweist.

Doch weder aus der Geschichte noch von Star Wars scheinen die Leute ausreichend gelernt zu haben.

… Ich bin im Übrigen ein sehr unängstlicher Mensch. Aber vor den ängstlichen Schreihälsen hab ich dann doch ein wenig Angst.

(Siehe auch den Lindwurm über „Meinungen“ und der Freitag über die Schreihälse.)

(Endlich wieder mal was Politisches, R.)

Autorenkongress des FDA Berlin 2017

Signal boost. – Ich selbst werde nicht kommen können.

Patricia Strunk - Fantasyautorin

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Für alle Schreibinteressierten:

Der Freie Deutsche Autorenverband Berlin (FDA) bietet vom 31. März bis zum 2. April 2017 einen mehrtägigen Autorenkongress im Andersen Hotel in Birkenwerder bei Berlin an.

Es werden Workshops und Vorträge zu folgenden Themen angeboten:

  • Vom Roman zum Drehbuch (Katja Mischke)
  • Systemisches Schreiben – Genogramme und Aufstellungen zur Entwicklung von Figuren und Plot (Helga Rattay)
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten des journalistischen, biografischen und literarischen Schreibens (Abini Zöllner)
  • Dramaturgie (Olaf Wielk)

Außerdem gibt es einen Poetry Slam und am Samstagabend werde ich mich mit Jordan Wegberg und anderen Kollegen vom FDA an einer experimentellen Aufführung von „Zimmer 26“ versuchen.

Anmeldungen für den Kongress sind bis Ende Januar möglich (es kann als Tagesgast auch nur der Samstag oder Sonntag gebucht werden).

Teilnahme am gesamten Kongress: EZ 210 €, DZ 190 €, einschl. 2 x Frühstück, 1 x Mittagessen und 2 x Abendessen

Teilnahme für Tagesgäste: Samstag 85 € inkl. Mittagessen…

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Vortrag in Frankfurt

(crosspost mit aktivista.net und Der Torheit Herberge.)

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Ich werde am Dienstag, den 24. Januar, in Frankfurt am Main zu Gast sein.

Geplant ist ein Vortrag über „Asexualität und das a_sexuelle Spektrum: Vom Versuch, die Vielfalt einer Abwesenheit sichtbar zu machen“ im Rahmen der Queeren Ringvorlesung. Ich werde zunächst darauf eingehen, was A_sexualität ist, ein paar Vokabeln und die zugehörigen Spektren erörtern. Danach plane ich, von den Vorurteilen auf die Schwierigkeiten der Sichtbarmachung von A_sexualität einzugehen. Außerdem ist viel Platz für Fragen und Diskussion eingeplant.

Ich bin sehr neugierig, was mich erwartet, habe ich doch das letzte Mal 2006 eine Uni im Vorlesungskontext besucht … und damals durfte ich auch bequem zuhören.

Los geht’s um 18 Uhr im Seminarhaus 0.101, Campus Westend.

Jahresend-Gedöns 2016

So, das Jahr ist beinahe rum. Mal wieder. Weihnachten habt ihr hoffentlich entweder feiern können oder wenigstens gut überstanden.

Was war 2016?

Zweiundhalb Buchmessen (1, 1 1/2, 2), zwei Lesungen (1, 2), zwei Buchveröffentlichungen (Albenerbe und der zweite Arbeitsbericht des Amts aller Ämter), ein Roman in Rohversion fertig (zu lange gebraucht, weil schlecht geplant), die zweite Rohversion eines alten Teils in Überarbeitung, zweimal im Fernsehen gewesen (mit dem gleichen Beitrag in zwei Versionen). Ein Zeitschriftenartikel. Nicht gezählte Blogposts bei größtteiligem Umzug hierher. (Hi, Follower*innen!). Drei CSDs beehrt.

Nur für den Job oder das Ehrenamt größer durch die Gegend gefahren, dabei aber immerhin in Leipzig Touri spielen können.

Eine kleine Konferenz mitgemanagt, mehr als einmal über asexuellen aktivistischen Kram Frust geschoben, vor allem mit dem Finanzamt und der lieben Bank, die unser Konto bereitstellt.

Mich über Captain America: Civil War aufgeregt.

Schon wieder keine Lust, über die persönlichen Lieblingsromane des Jahres oder derlei zu schwadronieren.

Verflucht viele Musiker*innen tot, und noch mehr Zivilist*innen. Irgendwann aufgehört, mich über Anschläge zu wundern und die veränderte Sicherheitslage als neuen Standard akzeptiert, weil ich sonst nur zähneklappernd in der Ecke säße oder erfolglos Morde planen würde, die eh nichts bewirken täten. Faktisch diesbezüglich also etwas abgestumpft. (Dann ist es eben jetzt etwas gefährlicher als früher, auf einem CSD zu protestieren. Hätte ich vor vier Jahren so noch nicht gedacht.)

Insgesamt mit der persönlichen Statistik recht zufrieden, gefühlt aber zu wenig auf die Reihe gekriegt und mehr im Hamsterrad gewesen.

Island 2015 452In der Hoffnung, dass das nächste Jahr mit mehr positiven Nachrichten für uns alle aufwarten kann, wünsche ich euch/Ihnen allen einen guten Rutsch.

Amtliches kurz vor Weihnachten

Wie so viele Menschen im Einzelhandel hege ich zur Weihnachtszeit eine Hassliebe: Viel Geschäft sorgt für gute Einnahmen, von denen mein Chef mein Gehalt zahlt, und viel Geschäft sorgt gleichzeitig für viel Stress. So nett die meisten Leute sind, die in den Laden kommen: Es gibt auch Arbeit, die nicht im Bedienen von Kund*innen besteht, und die bleibt dann liegen, bis eine im schlimmsten Fall drüberfällt.

Dieser Stress kann wiederum zu einer leichten Zombiefizierung führen. Über die Effekte habe ich beim Amt aller Ämter geschrieben.

Gewinnspiel für Facebooknutzer*innen

Es ist Advent – an den zugehörigen Kalendern führt kaum ein Weg vorbei.

zuckerstangen klein

Die Buchbloggerin von The World of Big Eyes veranstaltet nun zum wiederholten Mal ein vorweihnachtliches Gewinnspiel – aber nur für Menschen, die bei Facebook ein Konto haben: Der Gaybook Adventskalender.

Menschen über achtzehn, die, wie gesagt, dem Fratzenbuch anheimgefallen sind, finden die Teilnahmebedingungen unter „Info“ – grob: Posting liken und kommentieren, dann seid ihr dabei.

Ich habe eine Printausgabe von Albenerbe gestiftet, die ist am 10.12. (also am Samstag) im Topf.

Außerdem verlose ich am Montag, den 19. drei romanbezogene Drabbles – ihr sagt mir 1-2 Figuren und ein Stichwort, ich muss exakt hundert Wörter Text abliefern, Zustellung erfolgt nach Wahl (handgeschrieben, per Blog …) . Alternativ gibt’s Blogposts für Menschen, die mit meinen Romanen nix anfangen können, aber immer schon mal einen ihnen gewidmeten Text haben wollten: Ihr dürft mir eine Frage stellen oder ein beliebiges Stichwort geben. (Jupp, wurde geändert, wir werden sehen, ob es dabei bleibt. Im Zweifelsfall bitte meine Chronik via Link rechts beobachten, da poste ich dann den Link.)