Vortrag in Frankfurt

Hervorgehoben

(crosspost mit aktivista.net und Der Torheit Herberge.)

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Ich werde am Dienstag, den 24. Januar, in Frankfurt am Main zu Gast sein.

Geplant ist ein Vortrag über „Asexualität und das a_sexuelle Spektrum: Vom Versuch, die Vielfalt einer Abwesenheit sichtbar zu machen“ im Rahmen der Queeren Ringvorlesung. Ich werde zunächst darauf eingehen, was A_sexualität ist, ein paar Vokabeln und die zugehörigen Spektren erörtern. Danach plane ich, von den Vorurteilen auf die Schwierigkeiten der Sichtbarmachung von A_sexualität einzugehen. Außerdem ist viel Platz für Fragen und Diskussion eingeplant.

Ich bin sehr neugierig, was mich erwartet, habe ich doch das letzte Mal 2006 eine Uni im Vorlesungskontext besucht … und damals durfte ich auch bequem zuhören.

Los geht’s um 18 Uhr im Seminarhaus 0.101, Campus Westend.

Hilfe, ängstliche Menschen!

Bezüglich der allgemeinen Verunsicherung (die EAV und Titanic haben ihre Ziele erreicht) gab es in der Brigitte 1/2017 (vom 21.12.16) ein Interview mit Heinz Bude, einem Professor der Makrosoziologie. Prof. Bude hat unter anderem ein Buch über Angst geschrieben, das ich mir demnächst zu Gemüte führen möchte.

Jedenfalls dachte ich, ich muss aus dem Interview zitieren, mit Absätzen für die Lesbarkeit:

Lange Zeit galt: Wenn du dich einigermaßen anstrengst, wirst du schon irgendwie einen Ort in der Gesellschaft finden, von dem du im Nachhinein sagen wirst, dass er mehr oder minder in Ordnung ist. Und wenn du strauchelst, wirst du aufgefangen.

Diese Versprechen bestehen nicht mehr. Immer wieder steht unser Lebensentwurf heute vor Prüfungen, und damit wächst die Sorge, in seinem Leben etwas falsch zu machen, unter seinen Möglichkeiten zu bleiben, einmal Erreichtes wieder zu verlieren, etwas zu verpassen oder zu übersehen und dafür auch die Rechnung präsentiert zu bekommen.

Wir erleben gerade einen generellen Wandel unserer Gesellschaftsordnung: weg von einem kollektiven Versprechen, hin zu einer individuellen Drohung.

Ich finde das sehr weise Worte.

Hier in Deutschland sitzen Leute, die es sich nicht bequem einrichten können, sicher, aber auch ein ganzer Haufen so wie ich: was „Ordentliches“ gelernt/gut ausgebildet. Sieht sich trotzdem mit der Tatsache konfrontiert, dass si*er die Eltern nicht an Reichtum übertreffen wird, wenn kein Lottogewinn/Bestseller ins Haus flattert, und muss sich um die Rente sorgen. Habe ich mich oft genug fort- und weitergebildet? Wieso habe ich etwas studiert/gelernt, das mich jetzt in prekären Verhältnissen versauern lässt?

Hierzulande geht’s also für viele Menschen nicht aufwärts und für ziemlich viele eher gefühlt abwärts oder nicht schnell genug aufwärts … und wir wissen ja, wie ungern wir alle auf Annehmlichkeiten verzichten, an die wir uns einmal gewöhnt haben.

Außerdem herrscht nicht nur bei Job und Rente ein Zwang zur Selbstoptimierung. Möglichst viele Likes sammeln. Alle hippen Serien kennen müssen, um mitreden zu können. Zu viel Auswahl von allem, nicht einfach in den Laden rennen und was kaufen, sondern erst in zehn Online-Shops die Angebote vergleichen, könnte ja irgendwo günstiger sein und ich müsste zugeben, zu viel bezahlt zu haben. (Oder doch nicht das richtige Gespons fürs Leben gefunden zu haben oder …)

Der Mist ist: Du kannst beim „Was wäre, wenn“-Spiel nur verlieren.

Das wäre dann eben diese individuelle Drohung, auf die Prof. Bude bezugnimmt.

Und dann kommen Leute und brauchen ein Dach über dem Kopf, Arbeit und Geld zum Leben. Anderswo liegen Länder nämlich in echt und nicht nur gefühlt am Boden, und dass es bei uns gefühlt abwärtsgeht, hat sich nicht rumgesprochen, deshalb möchten gern Leute aus selbigen Ländern hier leben.

Überraschung.

Haken bei der Sache: Wir müssten auf eine ganze Ecke Privilegien (wie z.B. günstige Rohstoffe und Gewinne aus Waffengeschäften) verzichten, wenn wir einen ernsthaften Versuch wagen wollten, die Welt zu einem Ort zu machen, wo nicht alle bei uns im gefühlten Niedergang leben wollen.

Wenig überraschend auch, dass nicht nur gegen die ausländischen, sondern auch gegen die inländischen Verkomplizierer*innen via „Gender-Gaga“ etc. pp. gehetzt wird. Noch mehr Privilegien und einfache Kategorien abgeben? Nein, danke.

Ich habe erstmal kein Problem damit, dass Menschen Angst haben. Aber die wenigsten scheinen zu wissen, wie sie damit umgehen sollen. Oder überhaupt zugeben zu wollen, dass sie Angst haben. Stattdessen vergessen sie sämtlichen Anstand und hassen lieber lautstark wenigstens eine Gruppe, die sie als Bedrohung empfinden. (Und lassen sich ob mangelnder Selbsterkenntnis von Leuten wie Trump, Putin und Erdogan instrumentalisieren?)

von wegen wahrheit

Presse angeblich ohne Lügen bei der Leipziger Buchmesse 2016

Nicht umsonst meinen die Jedi:

“Fear is the path to the dark side. Fear leads to anger. Anger leads to hate. Hate leads to suffering.”

„Furcht ist der Weg zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Hass führt zu Leid.“

Leiden tun dann erstmal diejenigen, die gehasst werden, wie die Geschichte beweist.

Doch weder aus der Geschichte noch von Star Wars scheinen die Leute ausreichend gelernt zu haben.

… Ich bin im Übrigen ein sehr unängstlicher Mensch. Aber vor den ängstlichen Schreihälsen hab ich dann doch ein wenig Angst.

(Siehe auch den Lindwurm über „Meinungen“ und der Freitag über die Schreihälse.)

(Endlich wieder mal was Politisches, R.)

Autorenkongress des FDA Berlin 2017

Signal boost. – Ich selbst werde nicht kommen können.

Patricia Strunk - Fantasyautorin

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Für alle Schreibinteressierten:

Der Freie Deutsche Autorenverband Berlin (FDA) bietet vom 31. März bis zum 2. April 2017 einen mehrtägigen Autorenkongress im Andersen Hotel in Birkenwerder bei Berlin an.

Es werden Workshops und Vorträge zu folgenden Themen angeboten:

  • Vom Roman zum Drehbuch (Katja Mischke)
  • Systemisches Schreiben – Genogramme und Aufstellungen zur Entwicklung von Figuren und Plot (Helga Rattay)
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten des journalistischen, biografischen und literarischen Schreibens (Abini Zöllner)
  • Dramaturgie (Olaf Wielk)

Außerdem gibt es einen Poetry Slam und am Samstagabend werde ich mich mit Jordan Wegberg und anderen Kollegen vom FDA an einer experimentellen Aufführung von „Zimmer 26“ versuchen.

Anmeldungen für den Kongress sind bis Ende Januar möglich (es kann als Tagesgast auch nur der Samstag oder Sonntag gebucht werden).

Teilnahme am gesamten Kongress: EZ 210 €, DZ 190 €, einschl. 2 x Frühstück, 1 x Mittagessen und 2 x Abendessen

Teilnahme für Tagesgäste: Samstag 85 € inkl. Mittagessen…

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Jahresend-Gedöns 2016

So, das Jahr ist beinahe rum. Mal wieder. Weihnachten habt ihr hoffentlich entweder feiern können oder wenigstens gut überstanden.

Was war 2016?

Zweiundhalb Buchmessen (1, 1 1/2, 2), zwei Lesungen (1, 2), zwei Buchveröffentlichungen (Albenerbe und der zweite Arbeitsbericht des Amts aller Ämter), ein Roman in Rohversion fertig (zu lange gebraucht, weil schlecht geplant), die zweite Rohversion eines alten Teils in Überarbeitung, zweimal im Fernsehen gewesen (mit dem gleichen Beitrag in zwei Versionen). Ein Zeitschriftenartikel. Nicht gezählte Blogposts bei größtteiligem Umzug hierher. (Hi, Follower*innen!). Drei CSDs beehrt.

Nur für den Job oder das Ehrenamt größer durch die Gegend gefahren, dabei aber immerhin in Leipzig Touri spielen können.

Eine kleine Konferenz mitgemanagt, mehr als einmal über asexuellen aktivistischen Kram Frust geschoben, vor allem mit dem Finanzamt und der lieben Bank, die unser Konto bereitstellt.

Mich über Captain America: Civil War aufgeregt.

Schon wieder keine Lust, über die persönlichen Lieblingsromane des Jahres oder derlei zu schwadronieren.

Verflucht viele Musiker*innen tot, und noch mehr Zivilist*innen. Irgendwann aufgehört, mich über Anschläge zu wundern und die veränderte Sicherheitslage als neuen Standard akzeptiert, weil ich sonst nur zähneklappernd in der Ecke säße oder erfolglos Morde planen würde, die eh nichts bewirken täten. Faktisch diesbezüglich also etwas abgestumpft. (Dann ist es eben jetzt etwas gefährlicher als früher, auf einem CSD zu protestieren. Hätte ich vor vier Jahren so noch nicht gedacht.)

Insgesamt mit der persönlichen Statistik recht zufrieden, gefühlt aber zu wenig auf die Reihe gekriegt und mehr im Hamsterrad gewesen.

Island 2015 452In der Hoffnung, dass das nächste Jahr mit mehr positiven Nachrichten für uns alle aufwarten kann, wünsche ich euch/Ihnen allen einen guten Rutsch.

Amtliches kurz vor Weihnachten

Wie so viele Menschen im Einzelhandel hege ich zur Weihnachtszeit eine Hassliebe: Viel Geschäft sorgt für gute Einnahmen, von denen mein Chef mein Gehalt zahlt, und viel Geschäft sorgt gleichzeitig für viel Stress. So nett die meisten Leute sind, die in den Laden kommen: Es gibt auch Arbeit, die nicht im Bedienen von Kund*innen besteht, und die bleibt dann liegen, bis eine im schlimmsten Fall drüberfällt.

Dieser Stress kann wiederum zu einer leichten Zombiefizierung führen. Über die Effekte habe ich beim Amt aller Ämter geschrieben.

Gewinnspiel für Facebooknutzer*innen

Es ist Advent – an den zugehörigen Kalendern führt kaum ein Weg vorbei.

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Die Buchbloggerin von The World of Big Eyes veranstaltet nun zum wiederholten Mal ein vorweihnachtliches Gewinnspiel – aber nur für Menschen, die bei Facebook ein Konto haben: Der Gaybook Adventskalender.

Menschen über achtzehn, die, wie gesagt, dem Fratzenbuch anheimgefallen sind, finden die Teilnahmebedingungen unter „Info“ – grob: Posting liken und kommentieren, dann seid ihr dabei.

Ich habe eine Printausgabe von Albenerbe gestiftet, die ist am 10.12. (also am Samstag) im Topf.

Außerdem verlose ich am Montag, den 19. drei romanbezogene Drabbles – ihr sagt mir 1-2 Figuren und ein Stichwort, ich muss exakt hundert Wörter Text abliefern, Zustellung erfolgt nach Wahl (handgeschrieben, per Blog …) . Alternativ gibt’s Blogposts für Menschen, die mit meinen Romanen nix anfangen können, aber immer schon mal einen ihnen gewidmeten Text haben wollten: Ihr dürft mir eine Frage stellen oder ein beliebiges Stichwort geben. (Jupp, wurde geändert, wir werden sehen, ob es dabei bleibt. Im Zweifelsfall bitte meine Chronik via Link rechts beobachten, da poste ich dann den Link.)

Zickenterror?

In meinem kleinen Bericht von der BuchBerlin hatte ich ja schon angekündigt, dass ich das Panel „Wer liest und schreibt Gay Romance?“ ein bisschen auseinandernehmen wollte.

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Allein unter Heten (oder solchen, die ich dafür hielt)

Oben auf dem Podium saßen also ein Heteromann (Respekt) und sechs Menschen mit weiblichen Pronomen, ergo Frauen (oder wenn nicht, dann haben sie diesbezüglich nichts gesagt), die auch oder ausschließlich auf Männer stehen.

Logischerweise wurde denn auch gefragt, was die Kolleginnen dazu bewegt, „Gay“ zu schreiben. Neben dem Zufall und schwulen Bekannten spielte da der Sexiness-Faktor  eine nicht unerhebliche Rolle. Außerdem kamen sie alle überein, dass es irgendwie einfacher und interessanter sei, über Männer zu schreiben. Oder dass sie einfach keine Frauen schreiben könnten.

Ja. Richtig gelesen.

Da dachte ich zunächst: Mädels, was habt ihr für eine Vorstellung von euren Leidensgenossinnen? Wieso macht ihr euch auch hier gegenseitig runter? Reicht es nicht, wenn wir über A’s Klamotten, B’s Figur und C’s Zickenterror lästern? Ist das ein weiterer Beweis für internalisierten Sexismus?

Und: Wieso hatte ich noch nie Probleme mit weiblichen Figuren?

Dann wurde ausgeführt: Es gäbe bei Pärchen aus Männern weniger Stereotypen (je älter das Genre wird, desto fraglicher) und frau müsste sich nicht mit der Dame des Pärchens identifizieren, da selbige ja nicht vorhanden ist.

Schlussendlich stellte eine dieser Kolleginnen im privaten Gespräch fest, dass es dabei hauptsächlich um Schwierigkeiten mit Frauen in Pärchen geht. Figuren, die zufällig Frauen sind und ansonsten ihr Ding machen, scheinen weniger betroffen.

Also geht’s um Stereotypen in Liebesromanen.

In diesem Genre gibt es anscheinend nur zwei Varianten von Frauen:

1. Gutherzige Exemplare, die einen starken Mann zum Anlehnen brauchen und gerettet werden müssen: Diese werden von den Autorinnen für ihre Schwäche verachtet.

2. Erfolgreiche Powerfrauen, die jeden haben könnten und unter dem weiblichen Publikum vor allem Neid schüren.

Ich lese keine klassischen Hetero-Liebesromane und hege eine gewisse Abneigung gegen romantische Komödien, insofern kann ich nicht behaupten, dass ich weiß, inwieweit diese zwei Varianten den Markt dominieren. Ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht wissen und rege mich lieber über den Mangel an komplexen weiblichen Figuren in den Marvel-Filmen auf, wo zumeist Typ 2 auffindbar ist.

Jedenfalls scheinen die meisten echten weiblichen Wesen sich zwischen den beiden Polen oder gar jenseits davon aufzuhalten.

Angelernte Denkbeschränkungen?

Wir sind Schriftstellerinnen. Wir denken uns von Berufs wegen Zeugs aus.

Trotzdem gibt’s ja nicht nur von den Podiumsdikutantinnen, sondern auch von sehr vielen anderen weiblichen Schreibenden nicht viel Neues bezüglich des heteronormativen Wahns: Wenn die Prinzessin nicht im Turm sitzt, muss sie Lara Croft (oder Black Widow)  sein, also sich wie Rambo mit Brüsten verhalten.

Wieso sind so viele uns nicht in der Lage, die Klischees zu umschiffen, zu brechen oder ihnen einfach mal den Mittelfinger zu zeigen?

Da ich vor allem Figuren schreibe, die zufällig Frauen sind, kenne ich offensichtlich das Problem nicht. Allerdings hatte ich trotzdem schon mit internalisiertem Sexismus zu tun und erwische mich manchmal immer noch dabei, dass ich denke „Frauen sind immer x und sollten nicht dies oder jenes tun, Männer sind immer y und sollten nicht dies oder jenes tun“, was gequirlter Bockmist ist.

Ich behaupte mal, dass die patriarchale Indoktrination bei den meisten von uns hervorragend gewirkt hat.

Lesung!

Kaum ist der eine Termin rum, hagelt es schon den nächsten.

Meine ebenfalls in Nordbaden ansässige Kolleging Svea Lundberg und ich lesen am Sonntag, den 15. Januar 2o17 um 18 Uhr in der Weissenburg im feindlichen Schwaben in Stuttgart. (Weissenburgstr. 28, 70180 Stuttgart, Anreise ohne Auto empfohlen.)

Zu hören gibt es von mir Fantasy mit und ohne Gay. Svea bringt Gay Crime aus ihrem neuen Roman „Kristallscherben“ und eine Überraschung mit, wie mir verraten wurde.

Fotostrecke: Buch Berlin & Queer Convention 2016

Da ich nun einigermaßen wieder wach bin – nachdem ich erst um 1:30 heute früh wieder daheim war – hier noch fast siedend heiß einige Fotos und Worte zur Buchmesse und der ersten Queer Convention in Berlin.

Zunächst zwei Impressionen vom Stand des dead soft verlags:

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Bianca Nias und Julia Fränkle alias Svea Lundberg signieren

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Ein lieber Fan bring Jobst Mahrenholz viel zum Naschen mit und dem restlichen Standpersonal Trüffel. Ich habe aus Diätgründen (also aufgrund von Diäten, die andere machten) drei Stück abbekommen. Vielen Dank!

Vor allem am Samstag herrschte reger Betrieb, weshalb ich dem Chef (alias Simon Rhys Beck) kurzfristig beim Kassieren und vor allem beim Kopfrechnen zur Hand ging.

Neben dem Bundesamt für magische Wesen hatte auch die Schreibgruppe Prosa einen Stand, und siehe da:

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Der einzig wahre Arbeitsbericht bei der Schreibgruppe Prosa

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Dorothe Reimann von der Schreibgruppe Prosa liest eine fiese Geschichte vor – wie immer also …

Außerdem zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder live getroffen:

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Bei In Farbe und Bunt kitzelt meine Kollegin Silvia Krautz einem Einhorn die Ohren. Das Bundesamt für magische Wesen konnte keine Tierquälerei feststellen.

Hier und bei anderen Verlagen und Selfpublishing-Gruppen traf ich Bekannte, wurde mit einigen Unbekannten bekannt gemacht, und konnte eine Reihe netter Gespräche führen.

Was die Convention anging, habe ich hauptsächlich noch unschärfere Fotos – überhaupt hatte ich dieses Mal leider kein gutes Händchen, weshalb nicht sechzig, sondern neunzig Prozent der Bilder nicht verwertbar sind.

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T.A. Wegberg ist auch Lektor, weiß also, wovon er redet – und tut das äußerst unterhaltsam

Bei der Convention waren vor allem Lesungen und die Panels gut besucht – letztere müssen sich Uneingeweihte als eine Art Podiumsfragerunde vorstellen. Dabei wurden verschiedenste Themen beackert: Was machen die Verlage? Wie wählen sie Texte aus? Wie gehen Autor*innen mit Amazon und Social Media um? Wer schreibt und liest Gay Romance? Zu letzterem muss ich dann später noch in einem anderen Posting politisch werden. (Das verehrte Publikum weiß, dass ich das Klugscheißen seltenst vermeiden kann.)

Außerdem Buchmesse. Sprechen wir über Bücher.

Im Zug hin und zurück habe ich „Selbsthass & Emanzipation“ gelesen bzw. inhaliert, eine Sammlung von Aufsätzen über „Das Andere in der heterosexuellen Normalität“. Es sei allen ans Herz gelegt, die sich mit sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten befassen, sofern sie sich nicht von einem leichten Hang zu Freudianischer Psychoanalyse abschrecken lassen. Die Empfehlung gilt, obwohl  ein Aufsatz behauptet, meine Randgruppe sei eine Mode.

Ähmja.

Analog zu Stefan Dambachs Vortrag bei der Convention, was Selbstvermarktung und Motivation zum Schreiben angeht – wundert sich wer, wenn ich ganz oft auf der Achse Wut und Stolz unterwegs bin statt auf der Achse Überraschung und Langeweile?

gelesen

Ich habe u.a. aus der Goodie-Tasche Sachen zum Angucken/Lesen bekommen: Messekatalog, Leseprobenheft und Zoi Karampatzakis „David Roth und andere Mysterien“. Gekauft hätte ich mir das wohl nicht, weil ein fliegender Torso drauf ist. Normalerweise ist in solchen Büchern zu viel Zeugs drin, das mich nicht interessiert (also explizite Sexszenen).

geschenkt

Und dann habe ich noch drei Bücher gekauft: „Imperia“ von Laurin Dahlem, „Feuermuse“ von Robin Gates, und die Anthologie „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“. Letzte ist schon haptisch und optisch ein Fest. Zum Inhalt kann ich, genau wie zu „David Roth“ oben, noch nichts sagen.

gekauft

Buchmesse Berlin und Queer Convention

Dieses Jahr findet zum dritten Mal die Buchmesse in Berlin statt, diesmal mit der angeschlossenen ersten Queer Convention, und zwar am 19. und 20. November.

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Mag mein derzeitiges Subgenre auch zu queer sein, um es in einem Feuilleton oder in anderen halbwegs „respektablen“ Medien  zu erwähnen (*bäh schmuddel unterhaltungsliteratur*), so wird sich diese erste Veranstaltung ihrer Art doch hauptsächlich um Gay Romance aller Art drehen, also so wie fast immer, wenn irgendwo „queer“ draufsteht.

Jedenfalls – wenn ich mich nicht am Stand von dead soft rumtreibe, werde ich wahrscheinlich dort auffindbar sein.

Offizieller Ansprechtermin

Meine Standzeit beim Verlag ist Samstag,  12 bis 14 Uhr. Das kann sich eventuell noch ändern, es gibt noch keinen offizielle Blogpost aus der Chefetage, also vorher nochmal hier gucken, bitte.

Ihr könntet in diesem Zeitfenster: Autogramme oder einen Button abholen, mal ein paar Takte mit mir reden, etc.

Dead Soft hat die Standnummer 136.