Leseprobe: Albenzauber

Albenzauber 640pt Vorhin habe ich auf das Knöpfchen bei Amazon gedrückt, und die Printausgabe ist seit gestern Abend genehmigt. Höchste Zeit also für eine Leseprobe von Albenzauber.

Albenzauber enthält: eine Kinderfrau und ihren Prinzen im Exil, eine ebenso machtgeile wie schöne Königin, eine*n abenteuerlustige*n Magier*in mit weiblichen Pronomen sowie echte und gedankliche Gefängniszellen. Außerdem das „Aces sind immun“-Trope.

Amazon hat die Ausgabe für Kindle und den Print, Thalia hat Print und E-PUB und unter anderem Bookrix hat E-PUB und MOBI.

Lang, daher mit Break: Weiterlesen

Albenerbe: Der Countdown läuft

Neuigkeiten vom Verlag: In etwa zwei Wochen wird „Albenerbe: Das Blut von Königen“ käuflich erwerbbar sein.

Somit darf ich das Cover vorstellen und den Klappentext:

albenerbe1 - cover

 

Wenn du für deinen Partner alles zurückgelassen hast, was du kennst … wer bist du dann eigentlich?

Eigentlich schäkert Tankred nur mit dem Gestaltwandler Marron, um herauszufinden, wie wichtig er seinem Gefährten Alea ist, denn Aleas Familie lehnt ihn ab. Zu allem Überfluss gerät er in ein Netz aus Intrigen, weil der Fürst seiner neuen Heimat nach einem magischen Anschlag im Sterben liegt. Welche Rolle spielt der gutaussehende Marron dabei? Zahlreiche Geheimnisse umgeben ihn und könnten Tankred zum Verhängnis werden.

 

Wie immer habe ich das Problem, dass es natürlich nie genau das Model gibt, das aussieht, wie ich mir die Jungs vorstelle, da die Kerls leider immer fertig in meinen Schädel spazieren und sich einen Rotz um verfügbare Stockfotos kümmern. Und weil ja hübsche Jungs drauf sein müssen, bin ich nie 100% zufrieden mit dem Ergebnis. Trotz in diesem Falle geiler Farbgebung und besagtem hübschen jungen Mann. *seufz*

 

Durchschnaufen

Zuckersüße Regenbogen

Zuckersüße Regenbogen

Es ist der Tag vor Heiligabend. Seit heute hat meine getreue Alphaleserin die erste lesbare Fassung von „Das Blut von Königen“ in der Inbox.

Der Roman ist mit ca. 65’000 Wörtern für Fantasy relativ kurz und wird es bleiben, falls keine größeren Lücken zu stopfen sind. Außerdem ist er eine Fortsetzung von Albenbrut, weshalb das oben zunächst ein Arbeitstitel ist.

Ich habe am 15. August angefangen zu schreiben.

Nebenher habe ich …

… eine Konferenz mit geleitet,

… deswegen einen Vortrag und eine Stadtführung vorbereitet

… den Vortrag zu zwei Blogartikeln verwurstet

… meinem Vereinchen zu einer neuen Satzung verholfen

… war zwei Sonntage in Sachen Vereinchen zu Vernetzungstreffen unterwegs

… habe den Einfall des WDRs überlebt (immer noch kein Sendetermin)

… deswegen die Bude aufräumen müssen und wurde trotzdem noch angepflaumt, warum da so viel Zeugs rumsteht (weshalb es das das zweite und letzte Mal war, dass ich euch in meine Bude gelassen habe, Kameramenschen)

… habe für die Brigitte was geschrieben

… zehn Sorten Plätchen gebacken

… einen Auftritt mit der Tanztruppe hingelegt

… an der Hälfte der Samstagvormittage gearbeitet, wie immer,

… ein paar kurze fiktionale Texte verfasst

… und an zwei langen Wochenenden Besuch gehabt. Einmal von der getreuen Alphaleserin. (Ich bin am Flatlander! Was ein Jahr ausgeliehen ist, wird endlich gut.)

Im September und Oktober machte der Brotberuf überhaupt keinen Spaß mehr, da zu viel Arbeit auf zu wenig Schultern und außerdem zu viel Flexibilität gefordert – jedes Mal, wenn ich auf den Plan schaute, hatte sich in der nächsten Woche was geändert.

Noch wer außer Atem? Ich wundere mich jedenfalls nicht, warum ich so ungesprächig war die letzte Zeit. Klar hätte ich mir mit dem Schreiben auch Zeit lassen können, aber hey, ich wollte das Teil endlich aus dem Nacken haben, nachdem es sich im Juni an mich angeschlichen hatte.

Ich wünsche mir und allen, die mitlesen, schöne und vor allem entspannte Feiertage.

Von wegen unausweichlich, oder: Internalisierter Sexismus

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Wie logisch ist es eigentlich, dass eine Figur mit weiblichen Pronomen von sich sagt, sie sei froh, kein Mädchen zu sein? (Band 1, Seite 271 in der Printausgabe.)

Wieso nehmen sogar viele Frauen immer noch an, feminin/weiblich sei nicht so gut wie männlich? Schlechter bewertet mag etwas sein, aber macht das etwas an sich schlechter?

Wieso ist „kreischt wie ein Mädchen“ eine Beleidigung? Wieso verwenden Frauen*, die fiktionale Texte schreiben, derlei Vergleiche? Und wieso lassen wir uns das durchgehen?

Wie logisch ist es eigentlich, dass in einer Welt, in der Leute zaubern können, immer Männer an der Macht sind?

Wieso sollte eine Frau, die zaubern kann, sich von einem Mann, der es nicht kann, irgendetwas sagen lassen? Würde es in einer solchen Welt sexualisierte Gewalt geben, und wenn ja, wie sähe sie aus? Wer würde wem warum auf der Straße anzügliche Sprüche hinterherrufen?

Wieso sollte es in einer Welt, die eine Heilerzunft/-gilde/-weißichwas hat, nicht möglich sein, die Verwandtschaft von Personen festzustellen? Braucht es in einer solchen Welt Frauen, die unberührt in die Ehe gehen? Müsste überhaupt irgendwer in die Ehe gehen? Wie würde sich Prostitution in einer solchen Welt darstellen, und wäre „Hure“ eine Beleidigung?

Wie funktioniert Schwulenhass, wenn er nicht auf Frauenverachtung basiert? Kann eine solches Konstrukt dann überhaupt existieren?*

Fragen über Fragen.

Es ist bezeichnend, dass viele sich solche Fragen gar nicht stellen. Dass ich mich jahrelang als Feministin bezeichnet habe und trotzdem nicht auf die Idee kam, solche Fragen zu stellen. Dass ich 2009 eine fiktive Landkarte zeichnete und automatisch annahm, dass das alles Königreiche sind.

Manchmal finde ich es erschreckend, wie sehr wir alle in unseren Denkmustern gefangen sind. Sogar solche, die sich gern als freie Denker*innen gerieren.

*Das mit der Homophobie geht im Übrigen schon, aber ich musste erst recherchieren und dann nachdenken. Ergebnisse hoffentlich 2016 in Romanform.

Teaser: Von der Vernunft, Liebe und Freiwilligkeiten

Manchmal finde ich es schon faszinierend, was mein Hirn so zusammenkocht. Da hatte ich derletzt selbiges Paper über konservative Manipulation online gestellt, und dann kam Kritik, dass wir „Rationalität“ zu unkritisch verwenden, und irgendwem gefällt das Wort „Pädophilie“ nicht.

Jedenfalls sollten jene, welche das Paper lesen, zu dem Schluss kommen, dass es mit der Rationalität beim Menschen nicht so weit her ist wie gemeinhin angenommen wird. Ehrlich. Wer ein gutes Sachbuch sucht, möge sich vertrauensvoll an Kahnemans „Schnelles Denken, langsames Denken“ wenden.

Trotz aller Hindernisse, die mein Hirn mir in den Weg legt, kann ich natürlich versuchen, sachlich zu bleiben …

Was die Pädophilie angeht, halte ich es für relativ wurst, wie das Phänomen heißt, solange die Definition sich nicht ändert. Wichtig ist doch, jenen – oder allen – Liebenden klar zu machen, dass ihre Liebe einen Scheiß wert ist, wenn sie eine Erwiderung per Erpressung, Drohungen und Gewalt einfordert.

Solche Gedankengänge schlagen sich dann gelegentlich auch in Romanen nieder. Das aktuelle Projekt hat derzeit keinen Arbeitstitel, der mir gefällt. Wir werden sehen. Zeitlich ist es ein Viertel Jahr nach Albenbrut angesiedelt, nachdem mich eine Person zu viel nach einer Fortsetzung fragte … F. ist schuld.

Insofern ein Teaser Trailer. Achtung, Rohfassung eines Tetxtes, der noch nicht mal seinen ersten Wendepunkt hat. Weiterlesen

Heilika, Gender und die Abstinenz

Über Fiammetta kam die Frage eine Leserin, warum der Sonnenorden ablehnend auf Heilikas androgynes Auftreten reagiert, obwohl es wegen des Keuschheitsgelübdes doch besser wäre, Geschlechterunterschiede in Kleidung etc. so wenig wie möglich hervorzuheben, damit niemand in Versuchung kommt.

Das klingt nach einer Frage, die ich nicht logisch finde, weil ich mehr weiß als die Leser*innen, aber andere Leute interessiert das vielleicht schon, also werde ich meinen Weltenbau ein wenig zerlegen, und das Pferd von der anderen Seite als damals aufzäumen.

Also: Was wissen wir über den Sonnenorden? Es handelt sich um zwangsverpflichtete Magier*innen, die ihrem König gehorchen müssen und keinen Sex haben dürfen. Könnten ja Kinder bei rauskommen, und zauberbegabte Dynastien sind ein No-go in Friedlant, im Gegensatz zu den Nachbarländern.

Die Dynastiebildung folgt daher nicht von der größten Zauberbegabung auf die nächste, sondern, dank der im Durchschnitt größeren Körpermasse und mehr Muskeln, vom Vater auf den Sohn.

Anhand diverser Kommentare von Figuren können wir annehmen, dass Mädchen allgemein für schwächer, gefühlsbetonter und zumeist oberflächlicher als Jungs gehalten werden. (Kommt das irgendwem bekannt vor?) Frauen sind/werden zumeist auf Kindererziehung und Haushalt beschränkt und auch im Erbrecht benachteiligt.

Hiermit erklären sich im Übrigen auch die Anreden: „Knappe“ und „Ritter“ werden unisex verwendet, um es dem Volk einfacher zu machen, das Amt und nicht das vermeintlich schwache Geschlecht zu sehen. Damit handelt es sich um eine aufoktroyierte Respektbezeugung, die manchen Männern durchaus schwer über die Lippen kommt.

Es lässt sich außerdem erahnen, dass Mädchen im Sonnenorden etwas anders gekleidet sind als die Jungs – de facto tragen sie Waffenröcke, die bis über die Knie reichen, was als „anständiger“ wahrgenommen wird, aber das wird nur einmal im Subtext angedeutet, weil Alea sich dafür nicht interessiert. Nebenher ist so ein Waffenrock ein relativ formloses Kleidungsstück über einem ebenfalls formlosen Hemd, und kaschiert daher ganz prima die Figur.

Heilika wird außerdem anmerken, dass erwachsene Zauberer lange Haare haben dürfen, aber nirgends steht, dass die Zauberinnen lange Haare haben müssen. Allerdings nicht, weil viele Mädels mit kurzen Haaren rumlaufen, sondern, weil lange Haare an Frauen eine Selbstverständlichkeit sind, sodass kaum eine auf die Idee käme, sich die Haare abzuschneiden.

Grund: Der gesellschaftliche Status einer Frau wird an deren Haartracht festmacht.
Guntrun wird das im zweiten Band kommentieren. Zöpfe für Jungfrauen, bedecktes Haar für Ehefrauen, Haarknoten für Witwen. Offenes Haar für Huren und lose Weibsbilder. Mehr noch: Lose Weibsbilder, deren Status bekannt ist, könnten sich niemals mit Zöpfen oder einem Kopftuch an die Öffentlichkeit trauen, da sie damit die Ehre der anständigen Frauen beleidigen würden.

„Haare ab“ heißt Ehrverlust, daher haben sich kurze Haare bei Frauen als „hässlich“ im kollektiven Bewusstsein verankert. (Das war im Übrigen nicht meine Idee, das war hier in Europa auch schon mal so.) Damit können wir schließen, dass die meisten Frauen beim Sonnenorden Zöpfe tragen, weil sie Jungfrauen sind und ihre Integrität leiden würde, wenn sie das nicht anhand ihrer Haartracht „beweisen“.

Mit ihrem Aussehen setzt sich Heilika also über durchaus bestehende Unterschiede hinweg, die so sehr in den Köpfen eingegraben sind, dass kaum eine*r den Sprung über selbigen Graben schafft, und die zunächst mit „Versuchung“ wenig zu tun haben. Nur weil diese Unterschiede anders sind als hier, heißt das nicht, dass es den Leuten dort einfacher fällt, eine dritte Schublade für Gender aufzumachen.

Jahresend-Bandwagon

Fast alle Leutchen in meinem Reader schreiben irgendwelche Jahresfazits, dann schließe ich mich mal an. „Jump the bandwagon“, wie es auf Englisch so schön heißt.

Ich werde nicht behaupten, dass 2014 nicht aufregend war – Albenbrut veröffentlicht, beim Bundesamt für magische Wesen angefangen, neuen Blog aufgebaut, diverse CSDs unsicher gemacht – ich bin sowohl online wie IRL gut rumgekommen, und habe einige nette Leute kennengelernt. *Hi!*

Pläne: Eventuell einen „Albenzauber“ selfpublishen, damit Heilika endlich zu ihrem Recht kommt, die „Jinntöchter“ hoffentlich an einen Verlag verkaufen, und das Bundesamt hat seinen ersten Arbeitsbericht ausstehen. Unter anderem. *Reibt sich die Hände und kichert leicht derangiert*

Ich hoffe, dass die werten Leser*innen ähnlich zuversichtlich nach vorne schauen können, und wünsche euch allen einen guten Rutsch nach 2015.

„Albensilber“ ist da

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„Ich brauche deine Hilfe, Cousine.“
Oh. Fiammetta lehnte sich zur Königin hin; sie roch ein bisschen nach Rosen. „Wirklich?“
„Ich habe Besuch, das weißt du. Was du noch nicht weißt, ist, dass mein Besuch ein Mensch ist.“
Ein Mensch! „Ehrlich?“
„Ehrlich.“ Die Königin schmunzelte. „Und er hat seinen Lehrling dabei. Einen kleinen Jungen, etwas älter als du. Meinst du, dass du auf ihn aufpassen, und dafür sorgen kannst, dass er sich willkommen fühlt?“
Wie oft gab es wohl solch eine Gelegenheit? Fiammetta würde einen Menschen kennenlernen, und der schönsten Frau hier einen Gefallen tun!

Die junge Albin Fiammetta ahnt ja nicht, dass außer ihrem neuen Freund Alea noch mehr Leute im Palast Geheimnisse haben …
Zwei queere Kids gegen Stereotype und einen Lehrer, der zugegebenermaßen leicht von Severus Snape inspiriert wurde. Ein Albenbrut-Prequel, das ohne weitere Vorkenntnisse lesbar ist, und in sich abgeschlossen.

Oder: Kostenlos was zu lesen bei Bookrix.

Über Komplimente

Letztens äußerte sich Naekubi über die Unmöglichkeit unschuldiger Komplimente: Kommentare über das Aussehen einer Person sind grundsätzlich auch Bewertungen. Das freut nur Leute, die positiv bewertet werden – kein Kompliment ist auch eine Aussage – aber nur, wenn sie nicht drüber nachdenken, was das eigentlich bedeutet. Außerdem will nicht jede*r etwas darüber hören, ob si*er für wen anders attraktiv ist.

Gerade Leute, die nicht für die Gruppe attraktiv wirken wollen, die das Kompliment gemacht hat, werden solche Bewertungen als Grenzüberschreitungen erfahren, und sich im schlimmsten Fall davon bedroht fühlen. Ich bin im Angesicht von sexuell konnotierten Komplimenten immer völlig hilflos, weil ich damit nichts anfangen kann und anfagen will. Außerdem habe ich auch keine Lust, mich für etwas zu bedanken, das mir in Erinnerung ruft, wie andere Leute eventuell von mir denken.

Dies gesagt, wollte ich mich über ein Kompliment freuen, mit dem alles richtig gemacht wurde. Hagen Ulrich, mein Chef vom Bundesamt für magische Wesen hat die Albenbrut gelesen, und meinte daraufhin zu mir: „Du bist die erste Frau, die mich eine Nacht gekostet hat.“

So was freut die geneigte Autorin.