Schmonzelach Un Tinef

In meiner Blase reden grade unglaublich viele Leute über Marie Kondo und ihre Aufräumvideos. Dass wir alle zu viel Kram besitzen würden und dass der belastet etc.
Was aber, wenn ein Mensch gern passenden Kram hätte, aber keinen kriegt, weil die Mehrheitsgesellschaft in dieser Person keine Zielgruppe sieht?

Davidssplitter

Es ist hier. Es ist da. Das Große, an dem ich seit einiger Zeit mit Hingabe arbeite. Aber der Reihe nach:

Vor einiger Zeit habe ich den Text Gimme the Kitsch! geschrieben, in dem ich meiner Frustration darüber Ausdruck verliehen habe, dass es um Dezember herum Unmengen an Weihnachtsdekoration und kitschigem XMas-Nippes gibt, aber Channukkah einerseits in der öffentlichen Wahrnehmung kaum vorhanden ist und es andererseits auch keine große Auswahl an schöner und kreativer jüdischer Deko und Kleinzeug in Österreich gibt. Einige von euch werden auch wissen, dass ich derzeit arbeitslos bin und mich nach der doch längeren Zeit im interreligiösen Dialog neu orientieren will. Anfang Dezember sind dank eines Berufsorientierungsworkshops diese beiden Faktoren kollidiert. Die Ausgeburt dieses Urknalls könnt ihr in diesem Video sehen:

Links: StartNextSchmonezalchuntinef.com, Facebook, Instagram

Die Finanzierungsphase läuft bis 20. Februar 2019.

Ursprünglichen Post anzeigen 349 weitere Wörter

Ein Gedanke zu „Schmonzelach Un Tinef

  1. Das ist eine sehr genaue Beobachtung und gute Kontextualisierung. Es hat mir schon einiges Kopfzerbrechen bereitet: Da möchte ich eigentlich privat weitestgehend auf Plastik und überflüssiges Festhalten an Dingen verzichten – und dann ist es gleichzeitig mein Traum, kleine (Plastik)teile erschwinglich zu machen, damit man sich mehr jüdischen Nippes kaufen kann. Aber mein Freund und ich hatten die Situation schon mal – wir haben den Großteil des letzten Jahres Zero Waste gelebt, aber jede_r hatte 3-5 Ausnahmen. Für seine tschechische Identität gehen verpackte Horalky-Waffeln, Vánocka und Syr vor plastikfrei. Ich finde, als Minderheit die eigene Identität zu stärken hält einen gesund (somit macht der akkumulierte Kram nicht krank) und darf auch Vorrang haben.

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