An Menschen, die bloggen

Eine Momentaufnahme in Berlin: Ich gehe in die Markthalle, kaufe beim Wurststand Salami am Stück. Der Verkäufer, der mir sehr freundlich mein Rückgeld gibt, hat asiatische Augen. Die Steinpilze beim Gemüsehändler bekomme ich von einem offensichtlich türkischen Mitbürger. Die Bäckereiverkäuferin antwortet mir in breitestem Schwäbisch. Nachher ruhe ich mich im Café aus. Dort sitzen an […]

über Schreiben gegen Rechts – ein Buch der Zuversicht! — Bunt und farbenfroh …

Ich selbst habe noch keine zündende Idee, aber hier schon mal de Aufruf zum Mitmachen und Weiterverteilen.

 

Wer darf eigentlich in der Öffentlichkeit über (die eigene) Asexualität sprechen und wer entscheidet darüber?

Niemand ist frei von Stereotypen. Auch Medienschaffende nicht. Wie sehr wir gewohnt sind, geanderten Menschen die Deutungshoheit über ihr Leben zu nehmen, lesen Sie hier.
Ich bitte um Vergleiche mit der Behauptung, dass Schwule ja nur der Homo-Propaganda aufgesessen seien. Oder mit der Behauptung, dass Frauen, die nach pränataldiagnostischen Maßnahmen abtreiben, vom Neoliberalismus beeinflusst seien. Oder mit der Behauptung, dass Schwarze Menschen kindhaft seien und daher in Sklaverei besser aufgehoben. Siehe auch Kopftuch-Debatte etc.
Die Methode, zu behaupten, dass Leute in Outgroups bzw. Minderheiten nicht wissen, was sie tun, hat seit Jahrhunderten System.

Nixblix´ simple Sicht der Dinge

Diese Frage stellte sich mir jüngst, nachdem ich mich auf eine Interviewanfrage gemeldet habe, in der es darum ging, dass Asexuelle über ihre Entwicklung berichten, wann und wie sie den Begriff „Asexualität“ für sich fanden und was Intimität für sie bedeutet. Und vor allem, wie sie Intimität in einer Liebesbeziehung leben, wenn die gesellschaftliche Erwartungshaltung darin besteht, dass diese Art von Beziehungen nur dann als legitim betrachtet werden, wenn Intimität in ihnen körperlich und vor allem sexuell ausgedrückt wird.

Nun habe ich zwar mit Anfang Zwanzig körperliche Nähe im Sinne von Kuscheln, Küssen und Streicheln erst mühsam lernen müssen, da dies aber meine Form der Sexualität darstellt, nach der ich mich seit der Pubertät gesehnt habe, dachte ich mir, ein Versuch könnte nicht schaden, und meldete mich auf die Anfrage. Zumal ich seit meiner Selbstfindung im vergangenen Jahr mit Hilfe meines besten Freundes dabei bin, mir meine eigene Sexualität Stück…

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Textkritik: Rosarot

Zufallsfundstück, musste gelesen und zerlegt werden:

Der Torheit Herberge

Über Bookrix bzw. Amazon stolperte ich über eine Kurzgeschichte, die mit „asexuell“ vertaggt ist: „Rosarot“ von Marie Chaos.

ROSAROT

Worum geht’s?

Ein sexuell unerfahrener Mann hat eine geheimnisvolle und erotische Begegnung mit einem Fremden auf einem Friedhof, die sein Leben durcheinander wirbelt.

Das sagt meine innere Lektorin:

Die Autorin hat ein etwas schräges Verhältnis zu Absätzen in Dialogen. Der Anfang kommt ein bisschen langsam in Fahrt. Ansonsten eine nett konstruierte Geschichte, deren Happy End nicht komplett vorhersagbar ist, deren Glaubwürdigkeit aber am unten genannten Problem krankt.

Das sagt die asexy Besserwisserin:

Bingo! Volles Fettnäpfchen.

Achim (…) war ein ganz und gar asexueller Mensch.

Nie war er ein in Versuchung gekommen, Hand an sich selbst zu legen, einfach, weil er nie einen sexuellen Drang verspürte. Natürlich hatte er in der Pubertät auch mal (…) geküsst (…)

Aber nichts geschah. Kein atemloses Verlangen, kein Wunsch auf mehr (…)

Mag sein. Üblicherweise funktionieren…

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Seltsame Suchbegriffe

Lupa.na.encyklopedii

Achtung, nicht sicher für die Arbeit /NSFW, aber dafür geeignet, um sich scheckig zu lachen …

Gestern hat mich wer besucht, di*er suchte: „wenn meine freundin hustet kommt schleim aus ihrer vagina“

Nicht, dass ich mich über den Suchbegriff an sich lustig machen möchte. So vertraut ist mir die Anatomie und Schleimproduktion anderer Menschen mit Vagina nun auch wieder nicht, dass ich urteilen könnte, ob das häufiger vorkommt. Aber wieso zum Henker landet wer damit auf einem Autorinnenblog???

Nachlese Weissenburg: Voll unbehütet

Da mich erst der Vortrag am 24. abgelenkt und dann eine Erkältung aus den Socken geholt hat, hier mit Verspätung ein Bild von meiner charmanten Mitleserin Svea Lundberg alias Julia Fränkle und mir (ohne Hut!) aus der Weissenburg:

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Wir waren mit einem guten Dutzend Menschen sehr gut besucht, vor allem in Anbetracht des ungemütlichen Wetters: Es hatte den ganzen Tag immer wieder geschneit. Wer Stuttgart und die Strecke von Pforzheim dorthin kennt, weiß, wie viele Berge inner- und außerstädtisch zu überwinden sind, und wie gern es sich da rutscht.

Von Svea Lundberg gab es zunächst einen Ausschnitt aus ihrem Krimi „Kristallscherben“, bevor wir uns ganz der Fantasy widmeten. Ich hatte das Albenerbe mitgebracht, außerdem „Achttausend Nächte“ aus dem Arbeitsbericht Migration, Julia alias Svea noch die „Köpfe der Hydra“ aus der wunderbar betitelten Anthologie „Heimchen am Schwert“.

Da das Publikum gebannt lauschte und keinen Eindruck von Ungeduld vermittelte, haben wir offensichtlich eine unterhaltsame Auswahl getroffen.

Danke hier nochmal an das Team der Weissenburg für den herzlichen Empfang!

Über Männerhaare, Frauengurken und grünreaktionäre Entspannungstechniken

„Nicht nur beim Konsum, sondern auch im Alltag kann die harmloseste Verrichtung unvermittelt in reinstes Gender-Gaga hinüberkippen. Mein bester Freund berichtete von einem Krankenhausaufenthalt: Die Pflegerin, die ihn mit den nötigen Dingen ausstattete, zückte ein rosafarbenes Handtuch, dann hielt sie plötzlich inne. „Oder wollen Sie lieber ein blaues?“ Was ging in ihrem Kopf vor? Argwöhnte sie, der Kontakt eines mutmaßlich heterosexuellen Erwachsenen mit einem rosafarbenen Textil würde ihn augenblicklich schwul und unfruchtbar machen und so den Fortbestand der Menschheit oder zumindest des deutschen Volkes gefährden?“

Quelle: Über Männerhaare, Frauengurken und grünreaktionäre Entspannungstechniken

Der Fink hat auf seine bekannt scharfsinnige Art zugeschlagen: Bitte lesen!

Autorenkongress des FDA Berlin 2017

Signal boost. – Ich selbst werde nicht kommen können.

Patricia Strunk - Fantasyautorin

fda-berlin

Für alle Schreibinteressierten:

Der Freie Deutsche Autorenverband Berlin (FDA) bietet vom 31. März bis zum 2. April 2017 einen mehrtägigen Autorenkongress im Andersen Hotel in Birkenwerder bei Berlin an.

Es werden Workshops und Vorträge zu folgenden Themen angeboten:

  • Vom Roman zum Drehbuch (Katja Mischke)
  • Systemisches Schreiben – Genogramme und Aufstellungen zur Entwicklung von Figuren und Plot (Helga Rattay)
  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten des journalistischen, biografischen und literarischen Schreibens (Abini Zöllner)
  • Dramaturgie (Olaf Wielk)

Außerdem gibt es einen Poetry Slam und am Samstagabend werde ich mich mit Jordan Wegberg und anderen Kollegen vom FDA an einer experimentellen Aufführung von „Zimmer 26“ versuchen.

Anmeldungen für den Kongress sind bis Ende Januar möglich (es kann als Tagesgast auch nur der Samstag oder Sonntag gebucht werden).

Teilnahme am gesamten Kongress: EZ 210 €, DZ 190 €, einschl. 2 x Frühstück, 1 x Mittagessen und 2 x Abendessen

Teilnahme für Tagesgäste: Samstag 85 € inkl. Mittagessen…

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Gewinnspiel für Facebooknutzer*innen

Es ist Advent – an den zugehörigen Kalendern führt kaum ein Weg vorbei.

zuckerstangen klein

Die Buchbloggerin von The World of Big Eyes veranstaltet nun zum wiederholten Mal ein vorweihnachtliches Gewinnspiel – aber nur für Menschen, die bei Facebook ein Konto haben: Der Gaybook Adventskalender.

Menschen über achtzehn, die, wie gesagt, dem Fratzenbuch anheimgefallen sind, finden die Teilnahmebedingungen unter „Info“ – grob: Posting liken und kommentieren, dann seid ihr dabei.

Ich habe eine Printausgabe von Albenerbe gestiftet, die ist am 10.12. (also am Samstag) im Topf.

Außerdem verlose ich am Montag, den 19. drei romanbezogene Drabbles – ihr sagt mir 1-2 Figuren und ein Stichwort, ich muss exakt hundert Wörter Text abliefern, Zustellung erfolgt nach Wahl (handgeschrieben, per Blog …) . Alternativ gibt’s Blogposts für Menschen, die mit meinen Romanen nix anfangen können, aber immer schon mal einen ihnen gewidmeten Text haben wollten: Ihr dürft mir eine Frage stellen oder ein beliebiges Stichwort geben. (Jupp, wurde geändert, wir werden sehen, ob es dabei bleibt. Im Zweifelsfall bitte meine Chronik via Link rechts beobachten, da poste ich dann den Link.)

Buchkritik: Der linke Fuß des Gondoliere

Der Torheit Herberge

Durch ein Gespräch wurde ich darauf aufmerksam, dass mein Verlagskollege Jobst Mahrenholz einen Roman veröffentlicht hat, der A_sexualität (mit) zum Thema hat: „Der linke Fuß des Gondoliere“ (Link führt zum großen A).

Ergo: Hab’s gleich gekauft und innerhalb eines Tages gelesen.

Worum geht’s?

Drei sehr unterschiedliche Jungs wachsen in Venedig auf und sind trotzdem die besten Freunde. Schon am Anfang erfahren wir: Einer ist verstorben. (Wer und warum müsst ihr selbst rausfinden.)

Der Autor zeichnet den Weg der drei in die Unabhängigkeit nach, es handelt sich also um eine Coming-of-Age-Geschichte, bei der die Liebe nicht fehlen darf. Zwei, Cece und Pirro, finden zusammen, aber Pirro ist a_sexuell und der dritte eifersüchtig …

Das sagt meine innere Lektorin:

Sehr spannend. Da außerdem eher schmal, schnell gelesen. Viel Gefühl, ohne, dass es zu melodramatisch wird. Eine manchmal etwas schräge Herangehensweise an Absätze in Dialogen, die dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch…

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