Vorankündigung: Expedition Unsichtbar

Expedition Unsichtbar …

Eine Erkundungstour in die Welt des asexuellen Spektrums.

dr dewinter in heroischer pose

In erster Linie ist diese Tour gedacht für die unsichtbaren Menschen aus dem asexuellen Spektrum, die dringend etwas brauchen, um vorzuführen, dass das kein Internethype ist. (…) Ihr seid nicht allein.

Einige interessieren sich vielleicht auch dafür, warum manche Dinge so sind, wie sie sind. Viele Neulinge wissen nicht mehr, woher die Flagge und verschiedene Begriffe kommen, oder warum manche alten Häsinnen bestimmte Ermahnungen wiederholen.

Dieses Buch ist für allosexuelle Menschen – solche, die nicht zum asexuellen Spektrum gehören. Einige von Ihnen haben Angehörige oder Lieblingsmenschen aus dem asexuellen Spektrum, und Sie interessieren sich für deren Lebensrealitäten. Sie sind mit Ihren Fragen, Bedenken und Sorgen ebenfalls nicht allein.

Dieses Buch ist für Menschen, die in der Aufklärungsarbeit und Sichtbarmachung aktiv sind, Menschen, die lieber ein Buch lesen, statt hundert Internetadressen zu wälzen. Abgesehen davon lassen sich Bücher einfach besser zitieren.

Es ist für Menschen, die im Berufsalltag mit Asexualität zu tun haben: Für andere Schreibende als Recherchewerkzeug, für Menschen in der Psychotherapie und anderen Heilberufen als Handreichung für das Basiswissen.

Und zuletzt freue ich mich über alle, die das Buch einfach so lesen, weil sie Interesse am Thema haben.

Ab dem 28.06.2020 im Buchhandel, wenn alles so klappt wie geplant.

Warum kräht die Frau Autorin nicht früher? Bücher schreiben kostet Zeit, ich habe jetzt gewiss nicht dieses Frühjahr 200 Seiten aus dem Ärmel geschüttelt.

Grund: der Aberglaube, dass eins sich nicht zu früh freuen soll. Und ein wenig Skepsis.

Es ist schon eine gute Weile her, da zerbrachen sich der wunderbare T. A. Wegberg und ich den Kopf, welcher Verlag denn eine Übersetzung von „The Invisible Orientation“ machen könnte.

Es nutzte nichts, niemand wollte. „Kein Markt.“ Und eine Übersetzung ist teuer.

Also überlegte ich, dass es billiger ist, was Einheimisches zu verlegen, und fing an zu schreiben. Außerdem war „The Invisible Orientation“ schon ein paar Jahre alt, es hatte sich viel getan seitdem.

Das war im Herbst 2018.  Im Frühsommer 2019 bat ich einige nette Menschen um Rückmeldungen, und dann suchte ich einen Verlag, fand nach einigen Absagen einen …

… Und dann kam der Lockdown. Alles war schon wieder unsicher.

Aber jetzt gibt es einen Termin, und ich bin super gespannt auf das Cover, das ich auch noch nicht kenne.

Hibbel!

Hier sind die wichtigsten Infos bei Marta Press, die übrigens kaum Wünsche offen lassen, wenn es um feministischen und antifaschistische Diskurse und gesellschaftskritische Themen geht.

 

 

 

13 Gedanken zu „Vorankündigung: Expedition Unsichtbar

  1. Echt, dein Buch wird mit einem Cover veröffentlicht, das du noch nicht kennst? Ich weiß, don’t judge a book by its cover und so, aber… Tut man ja dann doch ein bisschen. Ich, weltgrößter control freak, würde vermutlich die Typographie bis zur einzelnen Ligatur festlegen wollen und den Verlag in den Wahnsinn treiben. :-)

    Wünsche dem Werk viel Erfolg!

    • Oh, nu ja, ich hab mir den Verlag ja vorher angeschaut und kann nicht behaupten, dass ich generell Zweifel an deren Coverkunst habe. Die grobe Linie haben wir auch schon längst besprochen.
      Cover-Schriftarten und Ligaturen überlasse ich auch gern Menschen, die sich besser damit auskennen, da bin ich nicht so anspruchsvoll.

      • Das dachte ich mir schon.
        Ich würde mich selbst übrigens nicht als „anspruchsvoll“ bezeichnen, sondern eher als „zwanghaft und fanatisch“. :-)

  2. Warum hast Du das Cover eigentlich nicht selbst gestaltet? Ich habe davon gelesen, dass Verlage einen manchmal förmlich dazu zwingen, das Cover von speziellen anderen Leuten gestalten zu lassen, aber das muss doch auch von der Autorin mit bestimmt werden können, was da drauf kommt.

    Auf jeden Fall erst mal Hut ab und Verneigung mit Glückwünschen, sich so etwas überhaupt zuzutrauen, als Projekt für eine maximal unterrepräsentierte Sache, welche in dieser Gesellschaft wahrhaftig unsichtbar bleibt, wenn man die Farben und Symbole nicht grade kennt. Als auch als Lebensaspekt, der eigentlich nur dann Jemandemn auffällt, wenn es irgend eine Relevanz zum Partnersuchbereich bekommt. Ansonsten, und wenn man da keine Mühen investiert bzw. mit etwas Glück auch nicht zum Ziel Solcher wird, könnte die Asexualität so unbemerkt existieren, wie ein Albino-Tiefseeanglerfisch.

    Also ich wünsche Dir gutes Gelingen zu.

    Habe auch schon Bücher geschrieben und kenne die Zeitaufwendung, die da nötig ist. Ich habe allerdings immer zwischen 5-10 Jahre mit Unterbrechungen dran gesessen, war dann wieder eine Zeitlang obdachlos und die Manuskripte vergammelten oder blieben Hand gekrakelt auf Karoblock – für Maschinen nicht leserlich. Das ganze Drumherum blieb mir dann sowieso obskur. Das ist nur etwas für Leute mit besonderer Befähigung. „Kein Markt“ wäre vermutlich auch das Erste, das man mir sagen würde. ;)

    • Erst mal danke für die guten Wünsche.
      Bezüglich des Covers.
      Ganz ehrlich, ich schreibe Bücher, ich habe keine Ahnung von Grafikdesign. Es wäre reichlich hirnrissig, mir die Gestaltung irgendeines Covers zu überlassen. Auch für meine Selfpublishing-Projekte habe ich wen engagiert, die das besser kann als ich.
      Der Verlag ist ja gerade dazu da, das in die Hände einer Person zu geben, die von so was eine Ahnung hat. Bei kleineren Verlagen hat eins auch zumeist mehr Mitspracherecht als bei großen.
      Die Ergebnisse waren bislang nicht immer zu meiner vollsten Zufriedenheit (Markt und Zielgruppe für schwule Fantasy und so), aber frau lernt aus ihren Fehlern.

      • Muss grade schmunzeln, weil ich gesehen habe, dem ehrenwerten Zaunfink würd’s ähnlich gehen, wie mir. Schon nachzuvollziehen, wenn man sich dann halt als pure Autorin auch aufs Schreiberische konzentriert! Anscheinend bist Du ja auch mit den Bundeslurchi-Schützern verbändselt, da dann in guten Händen. Für einen Fantasy bzw. Sci-Fi /Endzeit-Autor habe ich schon mal ein Cover gestalten dürfen, ist aber länger her. Bodo Kroll heißt der, das Buch war die erste Ausgabe von „GOON“:
        https://www.bodo-kroll.de/buecher/aktuelle-buecher.html

        Von dem ganzen Verlagskram habe ich auch Null Ahnung.

        Dass Jemand überhaupt mal Bücher für Aces und über Aces schreibt, wer dann noch selber im Spektrum beheimatet ist, finde ich voll toll. Weil das ja sonst doch meist irgendwelche komischen Psychologen oder sogar Diagnostiker*innen sind, die das Ganze mit ihrer begrenzten Brille über Norm und Abweichung sehen, und die Hälfte sowieso nicht rallen.

        • Jetzt erst gesehen, ich bin erst im Abgabetermin-, und dann im Überstunden-Kaninchenbau versunken und nur für’s Wochenende zurück. Und ja, mehr Bücher von Aces für Aces (und andere) wären nicht verkehrt.

    • @sillydreamisland

      Hm, für mich spielt Asexualität schon auch eine Rolle, obwohl ich nicht nach einer (romantischen) Beziehung suche. Angefangen vom Selbstbild, Verhältnis zum eigenen Körper – bis hin zum Konflikt, dass Freundinnen selbstbewusst über ihre (nicht A) Sexualität reden, was ich einerseits wichtig und gut finde, wovon ich mich andererseits auch ausgeschlossen fühle.

      Aber ich stimme zu, dass Asexualität oft unsichtbar bleibt. (Wenn auch, mMn, Aromantik noch mehr.) Und dass bestimmt viele durchs Leben gehen, die nie davon gehört haben.

      Unabhängig davon: Wow. „Ein Buch geschrieben“ ist schon eine tolle Leistung. :)

  3. Auch von meiner Seite herzlichen Glückwunsch!

    Ich denke auch, dass Bücher über Asexualität im deutschsprachigen Raum noch stark fehlen.

    Wenn natürlich u.a. durch ‚Albenzauber‘ und ‚Die A-Karte‘ – und jetzt durch das neue Buch – schon weniger. Auf jeden Fall ein sehr gutes Zeichen ;)

    • Danke! (Ich hatte bis Samstag immer noch Carmilla in Überstundenland, sorry.)
      Ein paar mehr Stimmen bzw. Geschichten ohne Phantastik und ohne klassische Romanze könnten aber auch nicht schaden. Ich arbeite natürlich an mehr, aber ich kann halt irgendwie nicht ohne phantastische Elemente. Und manche Menschen mögen so was nicht lesen, habe ich mir sagen lassen.

      • Zum Glück gehöre ich nicht zu diesen Menschen ;)

        (P.S. mMn kein Grund sich zu entschuldigen – könnte mir vorstellen, dass das ziemlich anstrengend ist)

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