Nächste Woche bin ich von 100 % Mensch zu einer Talkrunde in Stuttgart eingeladen: Die Queere Theke im Utopia Kiosk wird sich um Asexualität (und wahrscheinlich auch um andere aspec Themen) drehen.
Ein Portrait der Autorin aus den Sharepics mit der Einladung.
Die Einladung ist eher für Menschen verfasst, die mit ace und aro Themen nicht so viel am Hut haben. Dennoch hier ein kleiner Ausschnitt:
Doch was verbindet das asexuelle Spektrum mit den queeren Communitys? Warum gehört Asexualität überhaupt dazu – und was bedeutet das für die Frage, wen wir eigentlich meinen, wenn wir von „queer“ sprechen? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Normen rund um Sexualität dabei, und wo erlebt die ace Community Ausgrenzung – auch innerhalb queerer Räume?
Ich bin mal gespannt, wer kommt. Gerade in der Altersklasse 40+ scheinen die Leuts mit anderen Buchstaben eher zu fremdeln, wenn ich mir den vergangenen CSD Karlsruhe so ansehe.
Gestern offiziell erschienen ist eine Benefiz-Anthologie, an der ich mich beteiligen durfte. Zunächst als E-Buch, Print folgt.
„Like A Rainbow Dream“ ist dabei schon etwas Besonderes, wie alles, was Juliane Seidel vom Blog „Like a Dream“ bislang zusammengestellt hat. Die Idee diesmal klingt ganz einfach: Die sechs Farben der „klassischen“ Regenbogenflagge waren ja von ihrem Erfinder, Gilbert Baker, mit Bedeutung ausgestattet worden, die erst mal nicht viel mit Queerness zu tun zu haben scheinen: Leben, Heilung, Sonnenlicht, Natur, Harmonie und Spiritualität.
Über solche Begriffe und ihre „Gegenteile“ lässt sich tatsächlich prima Kurzgeschichten schreiben.
Klappentext für „Like a Rainbow Dream“
Bunt wie das Leben, vielstimmig wie die Wirklichkeit!
Diese Benefizanthologie bringt die Farben der Regenbogenflagge in all ihren Bedeutungen zum Leuchten und erinnert daran, dass jede Farbe zählt. Ob im Alltag, in fantastischen Welten oder in ferner Zukunft – die Anthologie feiert das Queersein mal poetisch und kraftvoll, mal leise und nachdenklich in 18 facettenreichen Kurzgeschichten.
“Like a Rainbow Dream” erscheint anlässlich des 25. Geburtstages des queeren Blogs Like a Dream als Hommage an Sichtbarkeit, Vielfalt und gelebte Geschichten. Sämtliche Erlöse gehen an den Verein “Queere Zentrum Wiesbaden”, die Wiesbadens Queers und Allys einen Raum zum Austausch und für gemeinsame Aktivitäten bieten.
Mit Beiträgen von Eleanor Bardilac, Andi Bottlinger, Sabine Brandl, Barbara Corsten, Julia Dankers, Carmilla DeWinter, Sandra Gernt, Kimi Tenna Keßler, Tanja Meurer, Sarah Natusch, Jannis Plastargias, Thomas Pregel, Elisa Schwarz, Juliane Seidel, Noah Stoffers, Melanie Vogltanz, Julia Winterthal und Jenny Wood
Und was hast du nun beigetragen, Carmilla?
Offensichtlich eine Kurzgeschichte, die diesmal relativ lang ausgefallen ist. Meist neige ich ja zu Miniaturen. Mein Beitrag heißt „Einsam auf verlassenen Wegen“ und ist lila einsortiert – wie Spiritualität und der unterste Balken der Flagge für Asexualität. Rein zufällig hatte ich beide Themen bereits in einem Roman verknüpft, weshalb Jasna aus Lokis Fesseln ein bisschen ihrer Vorgeschichte erzählen darf. Denn so ganz reibungsfrei verlaufen queere Kindheiten und spirituelle Sinnsuchen in katholischen Haushalten manchmal nicht.
Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, ein paar Damen unbedingt notwendigen Tribut zu zollen, die in Superheldenfilmen, die die nordische Mythologie verwursten, leider oft zu kurz kommen.
Auf Freya bin ich besonders stolz: „In der Nacht triffst du eine Frau mit einem Schwert. Sie hat rote wilde Locken und trägt das Kinn gerade, zu Füßen ihres Throns tummeln sich Frischlinge und junge Katzen zwischen den Köpfen von Männern, die ihr sagen wollten, wo es langgeht.“
Nach und nach lese ich das mir überlassene EPUB (quasi meine Gage) und muss gestehen: Das mit dem Facettenreichtum im Klappentext ist nicht untertrieben. Von der Allegorie über Herzschmerz bis zu einer Hausbesetzung mit Folgen ist alles drin, was das Herz sich wünschen könnte.
Wo krieg ich das her?
Like a Rainbow Dream erschienen im Selfpublishing, Juni 2026 ISBN: 978-3754379868 Bestellmöglichkeit für das E-Buch: Amazon / Thalia
Irgendwann letztes Frühjahr war die erste Runde Prints von „Lokis Fesseln“ weg. Nun ist Nachschub in Auflagen zu drucken bei den derzeitigen Marktkapriolen ein Wagnis, und On-Demand-Druck macht ein Buch teurer. Daher habe ich die Edition Roter Drache überzeugen können, meinen Loki als E-Buch in die Welt zu entsenden.
Jedenfalls, mein nordisches Familiendrama in fünf Akten – ein Roadmovie der etwas anderen Art – ist beim E-Buch-Handel eures Vertrauens zu erhalten.
Be gay,(do crimes) – das zweifach interpretierbare Motto sollten wir bei allen sich stapelnden Krisen wohl nicht vergessen. Solidarisch bleiben!
Sooo, hier mal ein gutes neues Jahr alle miteinander.
Ich schaue mit einer großen Dosis Trotzhoffnung nach vorn. Zwei von drei Ehrenämtern laufen echt super, andere so … jaa … Der Laden braucht zwingend eine Umstrukturierung, aber so, dass der Vorstand nicht zu einem Abnickgremium verkommt.
Und genau zu dem Zeitpunkt bin ich im Vorstand, obwohl ich gern in meiner Freizeit lieber ein neues Buch schreiben möchte.
Es werde ein Sachtext, sodass ich mich so seit August durch mehr oder weniger schnell lesbare Texte lese, um die eigene Theoriebildung voranzutreiben. Zumindest ein bisschen Foucault und Judith Butler, und dann einfacher, wenn auch nicht weniger gehaltvoll: Sara Ahmed, Paul B.Preciado, Miranda Fricker, Ela Przybolo, und noch einiges mehr. Die Asexuality Studies sind, noch, ein halbwegs übersichtliches Feld.
Nachdem meine Albenbrut im Alter von 10 Jahren sowohl eine E-Gesamtausgabe als auch einen Print dazu bekommen hat, werde ich am Sonntag, 2. März, um 19:30 Uhr ein bisschen daraus vorlesen.
Allabendlichqueer ist eine Veranstaltung über Zoom – das jeweils aktuelle Programm samt Links findet ihr bei „Wir schreiben Queer“.
Für die Lesung am Sonntag gelten folgende Einwahldaten:
Der Link wird zu den Lesungsterminen jeweils ab circa 19:20 Uhr geöffnet sein und die Lesungen werden etwa gegen 20:00 Uhr enden. Im Anschluss kann jede*r an einer lockeren Buchdiskussion teilnehmen, die nicht mehr aufgezeichnet wird.
In den letzten Jahren sind kleinere Buchmessen im Trend. So hat auch Stuttgart seit letze Jahr eine Buchmesse. Die zweite Ausgabe findet am Samstag, den 22. Februar statt.
Wobei, so ganz Stuttgart ist es dann doch nicht. Wegen der hohen Nachfrage an Ausstellungsplätzen findet die Veranstaltung nämlich in Fellbach statt, und zwar in der Schwabenlandhalle. Die Tore öffnen um 10 Uhr.
Nach gut fünf Jahren haben die Edition Roter Drache und ich entschieden, die Jinntöchter erst mal ziehen zu lassen.
Ihr habt noch eine Woche Zeit, Prints zu bestellen. Am besten natürlich bei Holger direkt. Ab 1. November 2023 ist vorläufig Schluss!
Wahrscheinlich bekommt der Text ein zweites Leben als E-Buch, es ist aber noch nichts entschieden. Immerhin ist das Thema sowohl weiterhin aktuell als auch in seiner Umsetzung etwas aus der linksgrünwoken Zeit und damit auch meiner persönlichen Entwicklung gefallen. Und ob irgendwer gemerkt hat, dass ich mit dem Roman auch ein bisschen die in Deutschland hauptsächlich von Karl May inspirierte, aber so nette wie faktenbefreite Orientbegeisterung kommentiere, anstatt sie nur zu übernehmen: Keine Ahnung.
Die weitere Entwicklung ist auch sehr von meinem Nerven abhängig. Die hängen grade etwas in den Kniekehlen, denn ich hatte Mitte September fünf Tage einen fiebrigen Infekt, und seitdem schlage ich mich mit der zweiten Erkältung rum, die mich jeweils im Abstand von zwei Wochen ereilt hat. Lehre: Ich bin nicht mehr 25. Nach Fieber besser eine Woche oder länger daheimbleiben. *seufz
Nach einigem Zittern und Bangen, ob wir den angekündigten Termin halten können, ist es so weit: „Beweisstück A – Neue Indizien“ ist bestellbar!
Was erwartet euch?
Mordverdächtige Filmdiven und Märchenprinzessinnen, die lieber einen anderen Job hätten. Teenager und ein Wertiger, die an den Erwartungen ihres Umfelds verzweifeln. Ein Schneider und eine Gruppe Freunde, die mit magischen Rätseln konfrontiert sind, während Nerds sich mit der Postapokalypse herumschlagen müssen.
19 Geschichten dienen als neue Beweisstücke dafür, wie farbenfroh die Palette an asexuellen und aromantischen Figuren sein kann und welch vielfältige Möglichkeiten das Leben jenseits klassischer romantischer Paarbeziehungen bereithält.
Mit Beiträgen von Annina Anderhalden, Annika Baumgart, Jay Blue-Corax, DasTenna, Carmilla DeWinter, Jens Gehres, Marcus R. Gilman, Kaj Iden, Gregor Jungheim, Katharina Lucas, Tanja Meurer, Morning Dew, Nayina, Lydia R. Noir, Finn A. Pieber, Juliane Seidel, skalabyrinth, Katherina Ushachov und Judith Wolfertstetter.
„Beweisstück A – Neue Indizien“ mitder ISBN 978-3-7578-8600-4 hat 384 Seiten und ist als Softcover oder elektronisch erhältlich. Wie schon vor zwei Jahren hat DasTenna das Innenleben mit liebevollen Illustrationen ausgestattet. Wir empfehlen daher den Kauf des Prints statt des E-Books.
Am meisten Geld erhält InSpektren, wenn ihr direkt bei BoD ordert.