Mist verfluchter

Also, erster Mist: Das Sachbuch — Expedition Unsichtbar — ist vom Verlag auf September verschoben.

Corona und so. Unpraktisch für Autorinnen wie mich, die schon Werbung gemacht haben.

Muss ich erst mal verdauen.

Zweiter Mist: WordPress hat mir eine knappe Stunde Arbeit geklaut. Ein Artikelentwurf bezüglich J. K. Rowling ist verschwunden. Obwohl die Seite behauptete, dass es gespeichert sei. 400 Wörter für den Arsch.

Und davor den neuen Editor probiert: Einmal zu oft auf den Pfeil nach links geklickt (den Lösch-Pfeil), da waren 100 Wörter weg. Das Teil speichert offenbar nicht so oft zwischen wie der alte es (angeblich) tut.

Graaaah.

Also wieder altmodisch den ganzen Kack in OpenOffice entwerfen.

(Und wer sich jetzt über meine Flüche aufregt, das F*-Wort müssen sich meine Kolleginnen live öfter anhören als ihr.)

 

 

Vorankündigung: Expedition Unsichtbar

Expedition Unsichtbar …

Eine Erkundungstour in die Welt des asexuellen Spektrums.

dr dewinter in heroischer pose

In erster Linie ist diese Tour gedacht für die unsichtbaren Menschen aus dem asexuellen Spektrum, die dringend etwas brauchen, um vorzuführen, dass das kein Internethype ist. (…) Ihr seid nicht allein.

Einige interessieren sich vielleicht auch dafür, warum manche Dinge so sind, wie sie sind. Viele Neulinge wissen nicht mehr, woher die Flagge und verschiedene Begriffe kommen, oder warum manche alten Häsinnen bestimmte Ermahnungen wiederholen.

Dieses Buch ist für allosexuelle Menschen – solche, die nicht zum asexuellen Spektrum gehören. Einige von Ihnen haben Angehörige oder Lieblingsmenschen aus dem asexuellen Spektrum, und Sie interessieren sich für deren Lebensrealitäten. Sie sind mit Ihren Fragen, Bedenken und Sorgen ebenfalls nicht allein.

Dieses Buch ist für Menschen, die in der Aufklärungsarbeit und Sichtbarmachung aktiv sind, Menschen, die lieber ein Buch lesen, statt hundert Internetadressen zu wälzen. Abgesehen davon lassen sich Bücher einfach besser zitieren.

Es ist für Menschen, die im Berufsalltag mit Asexualität zu tun haben: Für andere Schreibende als Recherchewerkzeug, für Menschen in der Psychotherapie und anderen Heilberufen als Handreichung für das Basiswissen.

Und zuletzt freue ich mich über alle, die das Buch einfach so lesen, weil sie Interesse am Thema haben.

Ab dem 28.06.2020 im Buchhandel, wenn alles so klappt wie geplant.

Warum kräht die Frau Autorin nicht früher? Bücher schreiben kostet Zeit, ich habe jetzt gewiss nicht dieses Frühjahr 200 Seiten aus dem Ärmel geschüttelt.

Grund: der Aberglaube, dass eins sich nicht zu früh freuen soll. Und ein wenig Skepsis.

Es ist schon eine gute Weile her, da zerbrachen sich der wunderbare T. A. Wegberg und ich den Kopf, welcher Verlag denn eine Übersetzung von „The Invisible Orientation“ machen könnte.

Es nutzte nichts, niemand wollte. „Kein Markt.“ Und eine Übersetzung ist teuer.

Also überlegte ich, dass es billiger ist, was Einheimisches zu verlegen, und fing an zu schreiben. Außerdem war „The Invisible Orientation“ schon ein paar Jahre alt, es hatte sich viel getan seitdem.

Das war im Herbst 2018.  Im Frühsommer 2019 bat ich einige nette Menschen um Rückmeldungen, und dann suchte ich einen Verlag, fand nach einigen Absagen einen …

… Und dann kam der Lockdown. Alles war schon wieder unsicher.

Aber jetzt gibt es einen Termin, und ich bin super gespannt auf das Cover, das ich auch noch nicht kenne.

Hibbel!

Hier sind die wichtigsten Infos bei Marta Press, die übrigens kaum Wünsche offen lassen, wenn es um feministischen und antifaschistische Diskurse und gesellschaftskritische Themen geht.

 

 

 

Edition Roter Drache proudly presents: Drachennestfest

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Das nächste lange Wochenende naht und wir sollen daheim bleiben?

Bitte, denn wie wir gesehen haben: Derzeit illegale Parties und Quarantäne-Ignorant*innen können durchaus Viren verbreiten.

Damit es das lange Wochenende nicht zu lang(weilig) wird und das Daheimbleiben leichter fällt, rufen Anja Bagus und Isa Theobald samt anderen Schreibenden der Edition Roter Drache zum Drachennestfest:

Die Autoren und Freunde des Verlages Edition Roter Drache wollen euch erzählen, was an den Büchern dieses Verlages so toll ist. Der Trick dabei: Es geht den Gäst*innen nicht um die eigenen Werke, sondern vor allem um andere Bücher aus dem Verlag.

Wir stellen einzelne Bücher vor, es wird vielleicht gar gelesen, gesungen oder getanzt, wer weiß das schon? Wir lassen uns überraschen.
Hier gehts lang für den Livestream: https://www.twitch.tv/roterdrache2006

Am Samstag, den 2. Mai, werdet ihr von 18 bis etwa 21:30 Uhr und am Sonntag, den 3. Mai von 16 bis ca. 19 Uhr mit Videos und Livestreams bespaßt.

Geplante Gäst*innen sind:

Ich habe auch ein Video vorbereitet, und zwar zu Luci van Orgs Vagina Dentata. Feministische Fantasy? Da musste ich doch von meiner Position am seichten Ende des queerfeministischen Pfuhls einen genaueren Blick drauf werfen, ob das was taugt.

Außerdem verspricht Anja Bagus zwei Stargäste.

Für Neugierigere gibt es noch eine Facebook-Veranstaltung.

Vielleicht sehen wir uns?

 


Bild von Holger Much (folget dem Link und lasset euch von fantatischen Wesenverzaubern) und Xanathon (folget dem Link in eine unglaubliche Zukunft).

Homeoffice/Frühings-Feierdäg/Links

carmilla dewinters arbeitsumfeld

Vor mehr als zwei Jahren für dead soft ein Schreibtischbild gemacht. Der Schreibtisch ist derzeit weniger aufgeräumt und der Computer hat mehr und teilweise andere Aufkleber.

Die Apotheken-Schicht, welche in Quarantäne war, ist zurück, weshalb ich für den Zweitarbeitgeber letzte Woche im Home-Office war und nur am Samstag ranmusste/durfte. Die Corona-Krise hat nun ihren Weg in eine Bildunterschrift zum Thema Grundgesetz gefunden.

Witzigerweise führte diese Sorte Beschäftigung zu einer kleinen Blogpause, wie ich sie öfter habe. (Und wieder haben werde.)

Jetzt ist Ostern. Der Zweitarbeitgeber verteilte zum Karfreitag ein schönes altes Musikstück, das eins auch zum Niederknien schön finden kann, wenn eins es nicht so mit dem Christentum hat.

Ich wünsche denjenigen, die es eher mit dem Christentum haben, einen frohen zweiten Feiertag und dem Rest einfach nur einen schönen Feiertag.

Außerdem gefunden:

AUREA hat einen Aro-Zensus. (Witzigerweise bin ich ja auf dem aromantischen Spektrum, aber das ist eher so eine Spezifizier-Beschreibung für mich, keine echte Identität, deswegen beobachte ich diese Community-Formierung gerade mit Staunen und Neugier.)

Der Zaunfink pfiff zwei Listen mit queeren Angeboten, die nicht nur in der Krise beraten, sondern auch Geld brauchen könnten: bei queer.de und dem LSVD.

 

 

 

 

 

Die Unke und #bücherhamstern

Bild könnte enthalten: Text

Noch vor einer guten Woche unkte ich rum wegen Buchmesse und Corona, und was ich schon befürchtet hatte, ist passiert: Die Leipziger Buchmesse 2020 ist abgesagt worden.

Der Volksgesundheit mag das guttun, kleinen Verlagen aber überhaupt nicht: Die sind mit Büchern, Leseproben etc. in Vorleistung gegangen, die sie nun in der Menge nicht brauchen, und nicht jedes* hat das Schweineglück, ein kostenlos stornierbares Hotelzimmer gebucht zu haben.

Ganz zu schweigen von dem Umsatzausfall.

Eine ultimative Soforthilfe ist es, Bücher, die eins eigentlich auf der Messe kaufen wollte, direkt bei den Verlagen zu bestellen. So müssen die keinen Rabatt an die Großhändler und Amazon abdrücken. Das Zauberwort hierzu heißt: #bücherhamstern

Des weiteren wird es eine Art Ersatzveranstaltung im Netz geben: Lesungslivestreams,  Blogparaden, etc. Meinen von zwei Erkältungen strapazierten Nerven ist das ein bisschen zu viel, ich hoffe aber, hier aber beizeiten noch einige Links verkünden zu können.

Geplant ist das alles unter #lbm20reloaded

In Leipzig in der Stadt finden übrigens trotzdem Lesungen statt. Und die Edition Roter Drache hat ein Nest eingerichtet, wo sich einige Autor*innen rumtreiben werden.

Aktuelle Veranstaltungen auf deren Facebook-Seite.

*Goethe durfte das, also mach ich mal. Siehe: Die Wahlverwandtschaften.

 

Leipziger Buchmesse/LBM 2020 und SARS-CoV-2

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LBM 2017 — eine Weile her …

Sofern das SARS-CoV-2 der ganzen Sache keinen Strich durch die Rechnung macht und ich selbst von andere Viren verschon bleibe, werde ich zur Buchmesse drei Tage in Leipzig weilen.

Bei dead soft in Halle 1, Stand A 301 bin ich für Freitag, 13. März, von 12-13 Uhr eingeplant.

Wenn ich sonst nicht bei diversen Lesungen und feministischen Diskussionsrunden weile, werde ich vermutlich in Halle 2 bei Edition Roter Drache rumlungern (und zu viele Bücher kaufen — Stand K 310-312) …

… oder auch mal PAN e.V. unsicher machen (Halle 2, K 601).

 

Übrigens, ich bin eine von den Irren, die hat keinen Mundschutz daheim, obwohl sie in einer Apotheke arbeitet und hätte welchen kriegen können, als es noch welchen gab.

Bei uns im Laden hat nur eine mitgenommen, die eine kranke alte Verwandte pflegt.

Weil:

1. Davon bleibe ich auch nicht gesund.

Und 2. Wenn ich jemals ansteckend bin und davon weiß, muss ich eh in Quarantäne. Wenn ich nicht weiß, dass ich ansteckend bin, trage ich auch keinen Mundschutz.

Satz mit X also.

Nur weil’s im Fernsehen ist, braucht ihr das nicht auch. Asiatische Touristinnen haben schon anno 2015 in der besten Luft der Welt (Island) Munschutz getragen, da hattet ihr noch nie was davon gehört.

Guckt lieber, dass ihr regelmäßig eure Pfoten wascht, niest und hustet verflucht nochmal in eure Ellenbeuge und nicht in die offene Hand (ich freu mich immer, wenn dann jemand mit seinen Rotzpatschern bei uns in der Apotheke auf den Tresen tappt oder mir Geld damit überreicht/Ironie Ende), haltet eure Schleimhäute feucht (vor allem in Flugzeugen und bei Klimaanlagen), fasst in der Arztpraxis keine Zeitschriften an, etc.

Also eigentlich der ganze Kram, den so ein Mensch die ganze Zeit beachten sollte, aber irgendwie kriegen es nicht nur rebellische Fünfjährige, sondern auch ganz hundsgewöhnliche Erwachsene hin, sich nach der Benutzung eines WCs nicht die Hände zu waschen.

Oh ja, und Deckel beim Spülen runterklappen. Echt, ey.

Hebammenfreuden: Der Elbische Patient

Nach einigen Komplikationen erblickte heute ein Fantasy-Liebesdrama das Licht der Welt, mit dem ich als Lektorin das aufrichtige Vergnügen hatte. (Und Lieder umdichten durfte!)

Cover von "Der Elbische Patient"

Der Klappentext:

Es ist Krieg. Unerbittlich reißen die gegnerischen Magier mehr und mehr Teile von Klaras Land an sich, um ihre Feinde, die Menschen, zu vernichten. Gemeinsam mit ihrer Wahlfamilie – Menschen sowie Magiern – kämpft die behinderte Heilerin für ein Leben jenseits von Vorurteilen und Hass.

In einem Gefecht trifft sie auf Kronprinz Iònatan, den Anführer der feindlichen Armee. Er findet in ihr eine so rätselhafte wie unerwartete Gegnerin, denn Klara kontert jeden seiner Zauber. Frustriert sucht der Elb nach einem Druckmittel, um seine Feinde endgültig zu unterwerfen, wird dabei aber von einem Fluch getroffen. Als er im Sterben liegt, kann ihn nur noch eine Person retten: Klara.

Ein Drama über zwei Feinde, die sich trotz allem lieben, über Freundschaft, die Vorurteile überwindet, und darüber hinaus ein »Fantasy-Arztroman« mit einer unschlagbaren Frauenquote.

 

Und das meint die Hebamme:

Als Lektorin musste ich hauptsächlich beim Weltenbau Nacharbeit fordern, und kann bestätigen, dass sich das eindeutig gelohnt hat. Wer auf dramatische Liebesgeschichten ohne Schwarz-Weiß-Malerei steht und sich auf magische Welten mit einem Technologielevel aus dem 19. Jahrhundert einlassen kann, findet hier mehrere Stunden spannende Unterhaltung.

Die queeren Nebenfiguren sind dabei eins von mehreren Sahnehäubchen.

Infos & Links:

ISBN: 9783750420373

Unter dieser ISBN ist es in jedem lokalen Buchladen zu bestellen.

Homepage für das Buch: derelbischepatient.de

Beim großen, bösen A für Kindle.

Print bei BoD oder Hugendubel.

EPub-Version bei Hugendubel.