Loki-Lesetermine

Da die „Termine“-Spalte ja nicht viel informativen Inhalt zulässt, hier eine vollständige Liste von Gelegenheiten, zu denen ich, so Corona, Zar Vlad der Blutige und andere höhere Gewalten es erlauben, aus Lokis Fesseln lesen werde.

Am Mittwoch, 11. Mai, werde ich ab 20 Uhr beim Drachenhort-Stream lesen. Da meines Wissens nach der Verleger höchselbst hostet, werden wir nicht nur aus dem Nähkästchen plaudern, sondern vielleicht auch ein bisschen was diskutieren können. Heidentum? Mythologie und Queerness oder … ? Wer sich bei Twitch anmeldet, kann Fragen in den Chat werfen.

Am Freitag, den 20. Mai, erleben Sie mich nicht nur live und in Farbe, sondern tatsächlich offline ab 19 Uhr in der Nordstadt Buchhandlung in Pforzheim. Mein sehr sympathischer Schreibkollege Fred Keller wird seine frisch geschlüpfte Kurzgeschichtensammlung voller Zwerge präsentieren, während ich für alte Gottheiten zuständig bin — es gibt Loki und eine kleine Gemeinheit als Rausschmeißer. Die Veranstaltung kostet weder Ein- noch Austritt. Anmeldungen hingegen werden unter 07231 5891965 vom Gastgeber und Buchhändler gern entgegengenommen.

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Ich habe ein Lesungsplakat entworfen. Stolz, oder so.

Und gleich am Sonntag darauf, den 22. Mai, bin ich bei der Zoom-Lesung von #allabendlichqueer eingeplant. Los geht es wie immer 19.30 Uhr (Einlass 19.20 Uhr) über diesen Link:

https://us02web.zoom.us/j/87067127177?pwd=ejk4cjRyOGsrT3dQcTFlYXd1WnE0UT09

Meeting-ID: 870 6712 7177 — Kenncode: 051461 

Jetzt vorbestellbar: Lokis Fesseln (mit Teaser)

Nachdem der Verlag und ich hätten ahnen sollen, dass ein Loki drin ist, wo Loki draufsteht, erscheint mit knapp sechs Wochen Verspätung Lokis Fesseln offiziell am 1. Mai diesen Jahres.

Die geneigten Lesenden treffen Loki, eine nordische Gottheit mit wechselnden Pronomen, einigen von Lokis Nachwuchs (darunter die Weltenschlange Jörmungand), Lokis Noch-Ehefrau, einen von Lokis Exen und eine postmoderne Heidin, denn Loki benötigt ganz dringend eine Chauffeuse zum Polarkreis, um da ein paar wichtige Runensteine in Sicherheit zu bringen. Es folgt daraufhin etwas, was der Verlagschef in einem Gespräch als „aberwitziges Roadmovie“ bezeichnete. Nicht zu Unrecht.

Ich selbst bevorzuge „Nordisches Familiendrama in fünf Akten“ als Untertitel.

Zu bestellen beim Verlag, beim großen bösen A oder einer Buchhandlung Ihres Vertrauens, beispielsweise zu finden bei Genialokal.

Und damit das geneigte Publikum eine Ahnung hat, was der Verleger meinte, hier ein kleiner Teaser:

Einige Zeit später schubste Váli Loki mit der Schulter gegen das Bein, wie um sie aufzufordern, sich nicht zu verstecken.
»Ist das ein Delphin?«, fragte eine kratzige Stimme, die aus ein paar Metern Entfernung zu ihnen herüber klang.
Loki hob den Kopf. Delphin in der Ostsee? Nein. Auch Schweinswale zeigten sich heute keine. Nur Jörs Rücken tauchte gelegentlich zwischen den Wellen auf, und Jör wusste seine Sichtbarkeit für Menschen gezielt zu steuern.
Die kratzige Stimme gehörte einem älteren Herrn. Er war mit einigen anderen Menschen gesetzteren Alters nähergetreten. Loki meinte, sie einem Reisebus aus München zuordnen zu können, der direkt vor ihnen an Bord gefahren war.
»Ich weiß nicht, was das für ein Tier ist«, sagte eine grauhaarige Dame und linste durch ihre Goldrandbrille. Eine zweite Dame hatte ein Smartphone gezückt und versuchte wohl, besagtes Tier zu fotografieren.
Wovon reden die? Jör hob den Kopf aus den Fluten. Er hatte noch einmal an Größe zugelegt und hätte locker ein Motorrad samt Biker verschlingen können.
»Jesses Maria«, sagte die Dame mit der Goldrandbrille. »Allmächtiger.«
Die älteren Herrschaften wichen als Traube von der Reling zurück und diskutierten aufgeregt, was das für ein Tier sei. Und ob eine Gefahr von ihm ausging.
»Whoa, geil, Seeschlange!«, brüllte ein Jugendlicher vom Oberdeck.
Jör riss die Augen auf und starrte Loki an.
Die können mich sehen.
Loki starrte zurück. Unmöglich. Jör war ein mächtiger Zauberer.
Das ist keine Absicht, ergänzte Jör.
»Scheiße«, fluchte Jasna.
»Los, mach dich klein und warte in Rødby«, befahl Loki.
Jörs Kopf tauchte unter die Wellen. Schon glaubte Loki, dass er gehorcht hatte, da tauchte er wieder auf. Würde ich, wenn ich könnte. Aber jemand lässt mir keine Wahl, weder mit der Größe noch mit der Entfernung zu … dir. Bist du sicher, dass du nichts angestellt hast?
Jasna und Váli musterten Loki aus schmalen Augen. Als könnte es nicht genauso gut Jör sein, der ihnen allen einen bösen Streich spielte.

… den offiziellen Klappentext finden Sie auf der passenden Unterseite dieses Blogs.

Lang abgetaucht / Neuheit / LBM-Absage heißt #Bücherhamstern

Also, erst mal: Ta-daa! So ab Ende März/Anfang April dürfte mein nächster Roman käuflich erwerbbar sein. Bis dahin: Es gibt ein Cover. Ein saugeiles Cover, meine ich. Das nordische Familiendrama in fünf Akten erscheint bei Edition Roter Drache.

Eine halbe Stunde Vorablesung gibt es beim Aspec*German-Discord am 23. Februar ab 20 Uhr.

Die letzte Zeit war ich noch ruhiger als sonst. Das lag erst mal an einer Lektoratsarbeit, die ich leichtsinnigerweise zugesagt hatte, und wo ich hoffe, dass ich das Wunder vollbracht habe, das der hoffnungsvolle Neuautor von mir und seinen knapp 100’000 Wörtern erwartet hat. Und das innerhalb von 14 Tagen. Uff.

Der zweite Grund steht oben: Irgendwie waren mein Verleger und ich der Meinung, dass bei mir nicht so viel zu tun sein würde. Es stellt sich jedoch raus, dass Urban Fantasy genauso geübt sein will wie High Fantasy, weshalb etwa 2000 Wörter Gelaber gestrichen und durch etwa 5000 Wörter Plot und Charakterisierung ersetzt werden mussten. Ebenfalls innerhalb von 14 Tagen. Der Roman ist ja Frühjahrs-, wenn auch nicht Messeprogramm. Mehr uff und kurze Nächte.

Dass das kein Messeprogramm ist, hat mich äußerst erleichtert. Persönlich finde ich die Absage der LBM als diesmal nicht schlimm, für die Verlage, Autor*innen und ein bisschen auch politisch ist es eine Katastrophe — zumal sich ein paar Tage später rausstellte, dass es vielleicht doch gegangen wäre, dank der Lockerungspläne. Insofern werde ich an selbigem Wochenende ganz ruhig nach Leipzig fahren, ein bis zwei Veranstaltungen besuchen und eventuell die Verwandtschaft eine Stadt weiter behelligen.

Um die wirtschaftlichen Verluste aufzufangen, hat Grit vom Art Skript Phantastik einen Vorschlag: Lasset uns den Hashtag #Bücherhamstern wiederbeleben.

Beweisstück A. Eine a_sexuelle Anthologie

Pünktlich zur Ace Week 2021 ist unsere kleine, feine Anthologie „Beweistück A“ erschienen.

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Was denken Sie, wenn Sie »Asexualität« hören? An ungehorsame Töchter, eitle Zauberer, einsame Werwölfe oder glückliche Familienväter? Oder an etwas ganz anderes?
Mal nachdenklich, mal komisch, oft fantastisch und immer spannend erzählen 19 Geschichten vom asexuellen Spektrum.

Mit Beiträgen von Ruth Boose, Carmilla DeWinter, Martin Engelrecht, Erich H. Franke, Jens Gehres, Marcus R. Gilman, Mo Kast, Carmen Keßler, Nicole Kojek, Emeryn Mader, Lili S. McDeath, Friederike Niemann, Katherina Ushachov, Vampyrsoul, Florian Waldner, Jordan T. A. Wegberg, Ria Winter und Amalia Zeichnerin

Alle Erlöse gehen an das Projekt 100 % Mensch.

Erhältlich ist das Buch mit der ISBN 9783754346570 anderem bei:

Unserer Druckerei: https://www.bod.de/buchshop/beweisstueck-a-eine-asexuelle-anthologie-9783754346570.

Beim infernalen A: https://www.amazon.de/Beweisst%C3%BCck-Eine…/dp/3754346571

 
Dem Shop mit dem so simplen wie aussagekräftigen Namen: https://www.buecher.de/…/produ…/detail/prod_id/62824023/
 
Einem Shop, der mehr als 400 Jahre auf dem Buckel hat: https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1062452341
 
Und natürlich allen anderen Buchhandlungen.

Zwischenzeitlich anderswo …

Ich war beschäftigt dieser Tage: Die Anthologie ist fast druckfertig. Wir versuchen schon mal, Lesetermine und ein bisschen Promo zu organisieren.

Außerdem hatte ich da noch eine Konferenz zu organisieren, deren Ergebnisse auf der Vereinsseite nachzulesen sind. Teil 1 und Teil 2. Es war gut. Ich bin trotzdem froh über die zwei Wochen Urlaub ab heute. Noch ist viel zu tun, daher:

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Mein zehnjähriges Jubiläum als Frau mit Blog ist im Sommer untergegangen. Muss ich das feiern wollen?

Cover für „Beweisstück A“

Das lang gehegte asexy Anthologieprojekt hat ein Cover!

Während ich im Hintergrund fleißig als Lektorin an den Beiträgen für unsere asexuelle Anthologie werkle, hat Dana Brandt aus Carmen Keßlers und meinen teils nebulösen Wünschen ein Cover gezaubert, in das ich ein bisschen verliebt bin.

Neben den Herausgeberinnen haben folgende Menschen mit eigenständigen Veröffentlichungen eine Geschichte gespendet:

Amalia Zeichnerin, Erich H. Franke, Jordan Wegberg, Katherina Ushachov, Lili S. McDeath, Marcus R. Gilman, Martin Engelbrecht, Mo Kast, Nicole Kojek, Ria Winter und Ruth Boose.

Ich freue mich gerade ungemein auf das fertige Ergebnis. Aber noch ist warten und zwischendrin ein Buchsatz angesagt: Das geplante Veröffentlichungsdatum ist die Ace Week Ende Oktober.

Geduld/ Tugend/ Amazons Buchzauber

Also, das Sachbuch ist nominell erschienen.

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Amazon verschickt seit Anfang der Woche Exemplare, und weder der Verlag und ich sind uns ganz im Klaren darüber, wie das passieren konnte — denn beim Verlag ist noch nichts angekommen, somit auch nicht bei mir, und auch die großen Buchhandelsketten haben längere Lieferzeiten.

Aber ich habe noch Hoffnung, dass die Kette von Seltsamkeiten, die dieses Buch mit neun Monaten Verspätung haben erscheinen lassen, irgendwann demnächst abbricht und alles wie gewohnt läuft.

Grundgesetz für Alle: Jetzt mitzeichnen!

GGFA-mini240x124-schwarzFür Eilige, die wissen, worum es geht: Mitzeichnen.

Moment, wie, Grundgesetz?

Die Fraktionen des Deutschen Bundestags beraten zurzeit über eine Änderung des Artikels 3, Absatz 3 Grundgesetz.

Wir erinnern uns, was da drinsteht:

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (Quelle.)

Wieso ist das nicht „für alle“?

Als der Grundgesetz-Artikel entstand, erinnerte sich niemand an tausende von den Nazis verfolgte homosexuelle und trans Menschen. Der Paragraph des Strafgesetzbuchs, mit dem Männer verfolgt wurden, die Sex mit Männern hatten, wurde erst 1994 endgültig abgeschafft. Von einer rechtlichen Gleichstellung für alle sexuelle Orientierungen sind wir z.B. im Adoptionsrecht immer noch weit entfernt. Und dass sexuelle Minderheiten es nicht unbedingt einfacher haben, ist vielen von euch sicher am eigenen Leib bekannt. Unsere Gleichberechtigung ist also nicht ausdrücklich im Grundgesetz verankert. Das erlaubt den Gesetzgebenden, bei manchen Sachen nachlässig zu sein oder zu trödeln.

Ganz besonders heftig ist das bei trans und nicht-binären Personen — das Grundgesetz erkennt nur „Männer und Frauen“, und es darf nicht Auslegungssache bleiben, was „Geschlecht“ nun eigentlich bedeutet. Wie hoffentlich bekannt sein sollte, gibt es in ace Communitys einen hohen Anteil nicht-binärer Menschen.

Mitzeichnen?

Dann einfach zu grundgesetz-für-alle.de rüberklicken und Unterschrift druntersetzen. Damit alle merken, dass da endlich was passieren muss.

(Crosspost des gleichlautenden Aufrufs auf aktivista.net)