Bald weihnachtet es.

Und daher ist beim Himmelstürmer-Verlag das Buch „Pink Christmas 8“ erschienen.

Es ist eine Story von mir drin: „Raue Nächte“.

Weder mein Titel noch der Inhalt passen so richtig zum Cover. Da mir kein rosa Flausch einfiel, entstand eine nachdenklich-düstere fantastische Story, die, Eigenlob, bei den Rezensent*innen ganz gut ankam. (Und ein Ace enthält. Wie könnte es anders sein.)

Der Hund schoss davon, bellte, dass seine Stimme fast überschlug, und verschwand auf den Waldweg hinter dem Haus, bevor Micha sich wieder aus dem feuchten Gras aufgerappelt hatte.
Die Welt schwankte ein wenig, als er ihr hinterherstapfte. „Buffy!“, brüllte er. „Du Dreckstöle! Komm sofort wieder her!“
Das half natürlich alles nichts. Buffy bellte weiter, die fremden Köter kläfften, dazu wieherte ein Pferd.
Welcher verfluchte Idiot ritt bei diesem Wetter im Wald?
Micha hätte Buffy entgegen aller Ermahnungen einfach in den Garten pinkeln lassen sollen.
Er beschleunigte, um den Hund einzufangen. Wenigstens gab sie Laut und trug das Leuchthalsband.
Kaum, dass er den Waldrand erreichte, verklang das Bellen der fremden Hunde. Selbst der Wind brauste nicht mehr so grauenvoll. Nur Buffy kläffte aus unmittelbarer Nähe. Als Micha dem Weg um ein Brombeerdickicht folgte, fand er sie auch schon. Sie und eine Person auf dem Boden.
Er eilte dazu und ging neben dem Mann in die Hocke. Der Typ trug einen dunklen Rauschebart, lange Haare und ein beschissenes Wikingerkostüm. An dem Helm fehlten bloß noch die Hörner, um das Klischee perfekt zu machen.
„Hallo“, sagte Micha. Rüttelte den Fremden an der Schulter, was dieser mit einem Stöhnen quittierte. Immerhin lebendig und nicht bewusstlos.
Irgendeiner dieser heidnischen Spinner, der heute Nacht was auch immer im Wald getrieben hatte? Vielleicht vom Pferd gefallen war?
Und Micha hatte das Handy im Haus gelassen. Ganz prima.
Wieder rüttelte er den Fremden an der Schulter. „Können Sie mich hören?“
Der Fremde drehte den Kopf und blinzelte Micha an. Selbst im Licht des LED-Halsbandes erkannte Micha bezaubernd grüne Augen und ein seliges Lächeln.
Hübscher Kerl unter dem Bart und dem Dreck.
Etwas stach ihn ins Herz: Das, was ihn anzog, war genau das, was er auch an Luca begehrt hatte.

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