Comic Con, Stuttgart 2018

Also, die Lesung war so lala, weil die Leseinsel nicht gut geplant war. Sie zog fußmüde Menschen an, die aber, sagen wir mal, sich eben ausruhen wollten und nicht zugelabert werden. Weshalb ich dann so nach 25 Minuten mangels Publikum die Segel strich. Hinter der kleinen Bühne liefen mehr Menschen vorbei, gleichzeitig stand die Insel so mitten im Gang, dass sie den Durchgangsverkehr blockierte und damit den Anrainern wahrscheinlich Umsatz abgrub.

Der Rest war nett: Ich traf Anja Bagus, Holger Much, DoJoerch (meinen Cover-Artist von Jinntöchter), Marc Hamacher vom Leseratten-Verlag, und logisch meinen Verleger von der Edition Roter Drache. Oben zu sehen ein paar Impressionen von dem Stand, den sich mein Verlag mit dem Amt für Aetherangelegenheiten und Holger Much teilte. Außerdem ein havarierter TIE-Fighter mit einer Wesenheit, die ihn auszuschlachten gedenkt, und mein Marvel-Liebling Bucky Barnes mit der genialsten Schusswaffennachbildung des Tages.

Seltsame Suchbegriffe

Lupa.na.encyklopedii

Achtung, nicht sicher für die Arbeit /NSFW, aber dafür geeignet, um sich scheckig zu lachen …

Gestern hat mich wer besucht, di*er suchte: „wenn meine freundin hustet kommt schleim aus ihrer vagina“

Nicht, dass ich mich über den Suchbegriff an sich lustig machen möchte. So vertraut ist mir die Anatomie und Schleimproduktion anderer Menschen mit Vagina nun auch wieder nicht, dass ich urteilen könnte, ob das häufiger vorkommt. Aber wieso zum Henker landet wer damit auf einem Autorinnenblog???

Amtliches kurz vor Weihnachten

Wie so viele Menschen im Einzelhandel hege ich zur Weihnachtszeit eine Hassliebe: Viel Geschäft sorgt für gute Einnahmen, von denen mein Chef mein Gehalt zahlt, und viel Geschäft sorgt gleichzeitig für viel Stress. So nett die meisten Leute sind, die in den Laden kommen: Es gibt auch Arbeit, die nicht im Bedienen von Kund*innen besteht, und die bleibt dann liegen, bis eine im schlimmsten Fall drüberfällt.

Dieser Stress kann wiederum zu einer leichten Zombiefizierung führen. Über die Effekte habe ich beim Amt aller Ämter geschrieben.

Allgemeiner Silvester-Bandwagon

So, das Jahr ist fast rum. Dieses Jahr habe ich gefühlt viel gearbeitet und wenig vorzuzeigen.

Vorzuzeigen wären der erste Arbeitsbericht des Bundesamts für magische Wesen, die AktivistA-Konferenz, „angst-mache mit system„, eine echte Grippe statt Buchmesse, und ein bisschen Satire. Der neueste Auswuchs ist „Gender-Ideologie: Bundesamt gibt Entwarnung“.

Ich hoffe, der Rest von Euch kann sich ebenfalls als wenigstens halbwegs zufrieden bezeichnen und wünsche allen für 2016 eine bessere Arbeit/Resultat-Bilanz als ich sie hatte.

Mir kompensieret nix

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Quelle: tumblr_mnqfwrI8hb1rhbo9no1_500-300×180

 

Um halb Neun hat sich das Team vom WDR verabschiedet, nach etwa sechs Stunden Anwesenheit. Zu bewundern sein wird unter anderem mein Esstisch, der so tut, als sei er ein Schreibtisch. Zahlreiche Außen- und sonstige Aufnahmen, die nachher hoffentlich so aussehen, als hätte mich das Team beim Einkaufen und Backen begleitet.

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Amt mit Unsinn von mir, aber ohne Gender Gap

Gelegentlich schreibe ich ja für’s Bundesamt für magische Wesen. Nachdem ich Mitte Juli ein Wochenende lang tanzend auf einem Mittelaltermarkt schwitzen musste, hatte ich Lust auf ein wenig Behördensprech statt Marksprech: Fragen und Antworten zum Thema „Magische Wesen auf Mittelaltermärkten.“ Inspiriert von, na, was wohl? Drachenblutseife.

Der Gender Gap wurde mir dann vom Amtsleiter wegen Suchmaschinenoptimierung gestrichen.

Meinung: Stattdessen sollte die Suchmaschine wissen, dass sie nach Drachen auch nach Drach*innen suchen kann.

Amtsnachrichten: Pegida

Am Sonntag sollte eine Pegida-Kundgebung in Stuttgart stattfinden. Schlussendlich waren es mehr als zehn Mal so viele Gegendemonstrant*innen aus allen Ecken der Gesellschaft:

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Das Bundesamt für magische Wesen war ebenfalls mit mir als Beauftragter vor Ort, denn wie alle wissen, kann Glaube Gespenster erzeugen. Im neudeutschen Wissenschaftsjargon heißen diese Gespenster allerdings häufig „Ansichten“ oder „Konstrukte“ …

Linkspämmchen

Einige Fundstücke der letzten Zeit:

Der Zaunfink ist jetzt neu im Reader. Aktuell ist eine Anleitung zur Diskriminierungsumkehr, denn die armen sexistischen Hetero-Cis-Menschen rechnen damit, wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt zu werden, sobald in Deutschland die Ehe für Homosexuelle geöffnet wird.

Es ist offensichtlich wichtiger, den Kindern das Schimpfwort „schwul“ zu lassen, als selbige Blagen darauf aufmerksam zu machen, dass sie mit mindestens dreiprozentiger Wahrscheinlichkeit zu einer sexuellen oder Gender-Minderheit gehören und es dann gar nicht mehr cool ist, deswegen beschimpft oder bedroht zu werden.

Einige Leutchen geben gern zu, dass sie homophob sind, alle anderen werden behaupten, sie hätten nichts gegen „diese Leute“, und überhaupt, heute ist doch alles gut, und ich weiß gar nicht, was du immer hast.

Dass sich eins unabhängig von der Orientierung auch an die eigene Nase fassen muss, wenn eins in Deutschland kartoffeligen Eigeborenenstatus hat, ist mal wieder hier bewiesen:

Und nein, damit meine ich nicht, dass weiße Menschen abgrundtief böse sind. Das bedeutet lediglich, dass priviligierte Personen einfach kein Interesse daran haben, Privilegien abzugeben. Sie erkennen sie ja nicht mal als solche an. Das macht Rassismus zu keinem individuellen, sondern strukturellen Problem.

Nota bene: Das Problem ist universell. Geschimpft wird, dass die Meinungsfreiehit beschnitten wird, dabei sieht es doch so aus, dass mittlerweile gelegentlich Personengruppen zu Wort kommen, die früher gar nix zu melden und sich gefälligst zu schämen hatten. Wenn jetzt geringfügig Platz für Meinungen gemacht wird, die nicht weiß, männlich oder heterosexuell sind, ist Drama wegen vorgeblicher Zensur.

Lichtblick: Mein Geek-Herz erfreut haben einige Überarbeitungen von Comic- und Game-Heldinnen. Weniger sinnfreie Bikinis und „stech das Messer hier rein“-Öffnungen, dafür mehr Charakterisierung. Auch bei Figuren, die ich gar nicht kannte, ist mir teilweise die Kinnlade runtergefallen, was alles ginge, und wie hübsch die auf einmal sind.

Und, um des lieben Blödsinns willen, noch ein wichtiger Hinweis für Wesen, die dauernd oder zeitweise in Flaschen leben.

Chemie für Laien

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Die Modepraline lästerte über eine Apothekerin bzw. Drogistin ohne Humor. Deutsche Medien haben ebenfalls keine Hemmungen, über meinen Beruf herzufallen. Ich will jetzt nicht behaupten, dass allen Apotheker*innen ein Heiligenschein gebührt und unsere Westen so weiß sind wie ein frisch gewaschener Kittel, aber manchmal, manchmal … verzweifelt eins schon an der Welt.

Jedenfalls dachte ich, das kann ich auch. Aber von der anderen Seite des HV-Tisches (so heißen die Verkaufstheken im bundesdeutschen Apotheken-Sprech).

Aber fangen wir mal an:

Eine recht edel angezogene Dame betritt die Apotheke, es folgen die üblichen Begrüßungsfloskeln.

„Ich hätte gerne Vitamin C. Ohne Ascorbinsäure.“

Die DeWinter blinzelt erst mal, weil sie sich verhört haben muss. „Ohne Ascorbinsäure.“

Ein herrisches Nicken seitens der Kundin. „Genau.“

„Äh.“ Die DeWinter ist zu geschockt, um in einen Lachanfall auszubrechen. „Vitamin C ist Ascorbinsäure.“

„Nein, es muss welches ohne Ascorbinsäure geben.“

„Ehrlich? Wie kommen Sie darauf?“ (Es sage keine*r, die DeWinter sei besonders einfühlsam. Außerdem will sie wissen, wer solchen Unfug verzapft.)

Die Kundin, schon recht verschnupft: „Es muss Vitamin C ohne Ascorbinsäure geben.“

Die DeWinter nickt: Keine Quellenangabe heißt Internet, irgendein Forum. Faszinierend, dass sie trotzdem an ihrer Meinung festhält.

Weil Menschen grundsätzlich lieber „dem Internet“ glauben als einer Person, die Geld dafür bezahlt bekommt, so etwas zu wissen, ist das Gespräch hiermit als gescheitert anzusehen. Jetzt gilt es nur noch, die Dame so zu verabschieden, dass sie nicht merkt, was die DeWinter von ihrem Intellekt hält. Es gelingt ihr leider nicht:

„Also, selbst wenn ich Ihnen jetzt ein Präparat aus Hagebutten verkaufe, die natürlich reich an Vitamin C sind, kommen Sie damit nicht um die Ascorbinsäure drum rum. Weil Vitamin C Ascorbinsäure ist.“

Die Dame schüttelt den Kopf und verlässt den Laden.

RingCon 2014: Gossip and Fanservice

As very few of you will know: I’m with the German Federal Agency for Magical Beings. (German: Bundesamt für magische Wesen, BafmW for short.) As it’s our function to further understanding between magical and non-magical folk, I was helping with an info booth at the RingCon 2014 in Bonn, Germany. My boss, Hagen Ulrich, has already posted a great number of visitors‘ portraits. I don’t really own the best or fastest camera – it would actually be fair to say that the camera was borrowed and isn’t owned by me at all – but I managed to find a few juicy and funny stories behind those pics:

(German version here.)

Raven sighted near the River Rhine …

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Did Odin Allfather send one of his ravens – Huginn or Muninn – to spy on the RingCon? Or maybe we were in the sights of a shape changing mage?

 

VIP-Visitors from the US

Hagen Ulrich had to flee the squee!

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Both the self-proclaimed playboy Anthony Stark and Sgt. James B. Barnes dropped by to gather information about the work of the Federal Agency for Magical Beings. As I was able to discern, the US agency in charge of world saving is currently unavailable. Unfortunately, barring one incident in Stuttgart a few years back, Germany is not a prime target for alien invasions. Therefore, we weren’t able to help our guests.

I will admit that I did add quite a bit to the squealing.

Questions concerning Mr. Stark’s purported affairs with either Loki or Captain America were very elegantly evaded by the billionaire.

Aztec Treasure again missing a coin

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At the estimated age of 400 years, Captain J. Sparrow wouldn’t look quite as spry without the help of some cursed gold.

 

This Majesty was not amused

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His (or their?) Royal Highness Uther Pendragon was willing to smile for a picture despite his (their?) dislike for all things magical.

Regardless, I’m recommending to keep a close eye on Camelot and the Christian Knights of the Round Table. The British Ministry of Magic was informed about the malcontents by the BafmW so the Aurors will be able to prepare for any disturbances.

Proof that succubi are indeed horny:

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If you will kindly look at the demoness on the right.

 

Sea-friendly Uruk-Hai spotted

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This particular follower of Saruman was collecting money for Sea Shepherd e.V.

 

Human Hunting Cosplayers

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Only very patient hiding rendered this rare photograph: A well camouflaged human on a hunt for just the right picture.

 

Ms Merkel has nothing on Cecil

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People following German politics will know about Chancellor Merkel’s „Diamond of Power“:

People in Berlin near an election campaign poster of the hands of German chancellor Angela Merkel

Source.

Cecil from Night Vale has a way more occult and powerful diamond, what with the tattoos and the eye, don’t you agree?

Cecil was also impressed by the Agency’s car:

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Where’s the Mother?

How do Nazgûl procreate anyway?

At first, things looked rather normal. Some Elves were looking askance at a gathering of Ringwraiths – not that anyone would begrudge them the eyeballing.

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Despite the understandable suspicion, the Nazgûl mostly were walking around without doing undue harm to anyone. (Here on their way to the ice cream parlor. – I will kindly spare you the sight of ice-eating Nazgûl.)

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But then I ran across this Ringwraith:

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Looks totally ordinary? You will laugh, because this is the Ringwraith to scale:

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No Nazgûl were available for commentary. I also questioned these two Hobbits:

IMG_6013Even though one was carrying the One Ring, they had no information about the Mini-Nazgûl’s origin.

Now I wonder: Where’s the mother of the little one? Is one Wraith the mother, or did they procreate by budding?

According to rumors, Vampire’s Health, Bree News and Minas Morgul Monthly all would pay handsome sums for a home story.

The BafmW is also very quiet about the issue. An anonymous source hinted that it might be possible to enter the Mini-Wraith and their family into a witness protection program. Hopefully, it won’t have to come to that.

This was brought to you by Carmilla DeWinter. Author of some German Queer Fantasy. Ace Blogger. Sometime fanfic-writer still sticking with the Pit of Voles.