Alben?

albenbrut_button2-schwarzer-hintergrundNun habe ich vier Geschichten mit diesen Wesen im Titel geschrieben, aber erst eine Beta für Albenzauber hat mich indirekt gefragt: Was sind das eigentlich für Wesen? Warum nicht einfach Elfen oder Elben bemühen? Bei denen kann sich eins wenigstens was vorstellen.

Eben.

Um eine Figur zu zitieren, die ihr noch nicht kennt:

Da begegnete ich mit knapp vierhundert zum ersten Mal in meinem Leben einem Elfen – und dann war es einer, der fast allen Klischees den Mittelfinger zeigte. Kein klangvoller Name mit „el“ drin, kein mystisch aussehender Schmuck, keine beeindruckenden Kleider. Nur die spitzen Ohren und die Arroganz, die passten.

Tja. Wer mich kennt, weiß, dass ich die Klischeekiste gerne mal umstürze, um zu gucken, was noch so rauspurzelt.

Sich auf eine neblige Insel, die vom Golfstrom begünstigt ist, berufen, kann jede*r. Aber Geschichten von Feen und Elfen bzw. ihren Verwandten gibt es überall in Europa. Auch im Alpenraum, und da hatte ich zufälligerweise Platz und Verwendung für ein Niemandsland bzw. gut verborgenes Albenreich.

Leider habe ich die Website verlegt, von der ich einen Haufen Geschichten aus den Dolomiten und dem Trentino zusammenkopiert habe. Die Verantwortlichen jener Seite hatten allerdings fleißig unter anderem hier abgeschrieben:

Heyl, Johann Adolf, Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, Brixen 1897

Hier erschreckt ein Orco übermütige Wanderer oder hetzt sie gleich zu Tode. Bräute namens Tarandina oder vom Volk der Gannes bleiben so lange bei einem Mann, wie er eine bestimmte Handlung nicht ausführt. Berüchtigte Zaubermeister, vielleicht mit dem sorbischen Krabat verwandt, können sich in jegliches Tier verwandeln.

Arme Salvans und Salvanels bitten bei den Menschen um Essen, bestrafen aber Neckereien mit bösen Streichen. Diese Wilden Leute, oder vielleicht sind es auch Zwerge, jedenfalls leben sie häufig in Höhlen, können auch Felsen aufhellen, bis sie leuchten wie der Mond. Wohingegen der Zwergenkönig Laurin seiner Angebeteten einen ganzen geheimen Rosengarten an die Hänge pflanzte.

Mein Alben (auch Fatai genannt) können aber keine jener launenhaften, undurchschaubaren Naturgeister sein, nach denen in Deutschland mehrere Flüsse und zwei Gebirge heißen. Wenn auch ihr Ruf mehr mit dem gefürchteten Mann mit dem Distelflaumhaar aus Jonathan Strange & Mr Norrell zu tun hat als mit Tolkiens Elben, haben sie doch wenigstens nachvollziehbare Motive.

Für eine unterhaltsame Geschichte von Romanlänge, in der sie Protagonistin und Antagonistin stellen, sind derlei nachvollziehbare Motive unerlässlich, wie uns jeder Schreibratgeber verraten wird. (Nicht nachvollziehbare Motive überlasse ich jenen Autor*innen, denen ihre Sprache wichtiger ist als die Geschichte, die sie zu erzählen haben.)

Wenn ich das alles nun verkuddele, kommt selbiges Volk dabei heraus:

Humanoid, spitzohrig, im Schnitt kürzer gewachsen als Menschen. Meine Alben haben es darauf angelegt, bei selbigen als keinesfalls nette Geistererscheinung durchzugehen. Also genau als die Wesen, die das Albdrücken verursachen, ihre Brut oder Wechselbälger zu den Menschen schicken, um Unheil zu stiften, oder mit dem titelgebenden Albenzauber jemanden komplett um den freien Willen bringen.

Wie ihre hiesigen Verwandten vertragen meine Alben Eisen und eisenhaltige Legierungen äußerst schlecht. Manch eine*r wird deshalb hier wie da mit einem Hufeisen über der Tür versuchen, das Schöne Volk vom Betreten des Hauses abzuhalten.

RingCon-Nachlese: Klatsch und Tratsch

Die magischen Besucher*innen am Stand des Bundesamtes für magische Wesen bei der RingCon 2014 in Bonn hat Hagen Ulrich größtenteils fotografiert und ins Netz gestellt. Ich besitze zwar eine schlechtere, und deswegen langsamere Kamera, kann dafür aber mit Hintergrundgeschichten und Fanservice aufwarten.

(English version here.)

Rabenvogel am Rhein gesichtet …

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Ließ Odin seine Spione Huginn und Muninn bei der RingCon ermitteln? Oder war ein sinistrer Zauberer am Werk?

 

Besuch aus den USA – Stand konnte sich kaum vor Fangirls retten!

Hagen Ulrich floh vor Gequietsche!

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Auch der selbsterklärte Frauenschwarm Anthony Stark und Sgt. James B. Barnes informierten sich über die Arbeit unseres Amtes. Wie sich herausstellte, ist die US-Behörde, die für Weltrettungen zuständig ist, derzeit nicht erreichbar. Leider wird Deutschland selten zum Ziel außerirdischer oder magischer Invasoren, die die Weltherrschaft zum Ziel haben, daher konnten wir den beiden Gästen nicht weiterhelfen.

Ich bekenne mich schuldig, ebenfalls zu der Geräuschkulisse beigetragen zu haben.

Fragen zu Spekulationen über Affären mit Loki beziehungsweise Captain America wusste Mr. Stark elegant auszuweichen.

Aztekenschatz mal wieder um eine Münze reduziert …

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Ohne verfluchtes Gold wäre es dem Kapitän zur See J. Sparrow wohl kaum gelungen, im Alter von geschätzten 400 Jahren noch so frisch auszusehen und mit der Fotografin zu flirten.

 

 Königliches Missfallen

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Seine (Siene/Ihre?) Königliche Hoheit Uther Pendragon war trotz siener bekannten Verachtung für alles Magische bereit, für ein Foto zu lächeln. Ich empfehle trotzdem, Camelot und die christliche Tafelrunde im Auge zu behalten. Das britische Ministerium für Zauberei wurde vom BafmW informiert, damit sich die Auror*innen auf mögliche Zwischenfälle vorbereiten können.

Nicht alle Dämon*innen tragen Hörnchen …

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… manche essen sie lieber.

 

Gemeinnütziger Uruk-Hai entdeckt

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Dieser spezielle Anhänger Sarumans sammelte spenden für Sea Shepherd e.V.

 

Mensch auf Cosplay-Jagd

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Der abgebildete Mensch hatte sich gut getarnt ins Gedränge gestürzt, um Bilder zu ergattern. Nur durch intesives Warten konnte ich ein Bild dieses scheuen Wesens erhaschen.

 

Die Raute der Macht sieht in Night Vale anders aus als in Deutschland

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Der Radiomoderator Cecil war so freundlich, die Variante für dreiäugige Personen vorzuführen, und freute sich außerdem über den Dienstwagen:

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Wo ist die Mutter?

Sprossung oder altmodische Zeugung von Ringgeist-Nachwuchs?

Zunächst sah alles ganz harmlos aus. Einige Elben verfolgten skeptisch den Aufmarsch der Ringgeister, von denen einer sogar mit Pferd angereist war:

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Zumeist flanierten die Neun allerdings völlig harmlos durch die Gänge. (Hier auf dem Weg zur Eisdiele. – Den geneigten Leser*innen erspare ich den Anblick von Eis essenden Nazgûl.)

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Aber dann lief mir dieser Nazgûl vor die Linse:

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Sieht ganz normal aus? Sie werden lachen. Ich bitte zum Größenvergleich:

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Die abgebildeten Wesen gaben keinen Kommentar. Eine Befragung dieser beiden Hobbits führte ebenfalls zu keinen verlässlichen Informationen, obwohl einer davon den Einen Ring trug:

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Jetzt frage ich mich: Wo ist die Mutter des Nazgûl-Nachwuchses? Gerüchten zufolge bieten Vampire’s Health, der Bree-Bote, Minas Morgul Monthly und andere Magazine Unsummen für eine exklusive Story mit Fotos.

Das Bundesamt für Magische Wesen hält sich ebenfalls bedeckt. Es wurde aber von einer anonymen Quelle angedeutet, dass es eventuell möglich sei, den Mini-Ringgeist und siene Angehörigen in ein Zeugenschutzprogramm aufzunehmen.