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Über Carmilla DeWinter

Carmilla DeWinter schreibt Phantastik und verque(e)re Texte.

Erster Arbeitsbericht des Bundesamtes für magische Wesen

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Öffnen sich an Halloween Tore zwischen den Welten? Wie erleben Drachen als wechselwarme Geschöpfe die Welt? Wen können wir alles nicht sehen?

Zehn MitarbeiterInnen des phantastischsten aller Bundesämter haben sich zusammengetan, um diese und weitere Fragen zu beantworten, und stellen ihre Fachgebiete in Form von Kurzgeschichten vor. Ob nachdenklich, romantisch, rätselhaft oder komisch: Hier finden Sie einen spannenden und unterhaltsamen Überblick über die Arbeit unserer Behörde.

Ich  darf vermelden, dass ich nicht nur als Autorin, sondern auch als Sachverständige für Paranormale Orthographie nicht ganz unwesentlich am Innenleben dieses elektronisch verfügbaren Bändchens beteiligt war.

Amtsnachrichten: Pegida

Am Sonntag sollte eine Pegida-Kundgebung in Stuttgart stattfinden. Schlussendlich waren es mehr als zehn Mal so viele Gegendemonstrant*innen aus allen Ecken der Gesellschaft:

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Das Bundesamt für magische Wesen war ebenfalls mit mir als Beauftragter vor Ort, denn wie alle wissen, kann Glaube Gespenster erzeugen. Im neudeutschen Wissenschaftsjargon heißen diese Gespenster allerdings häufig „Ansichten“ oder „Konstrukte“ …

Fröhlicher IDAHO?

ritter sport regenbogen

Auf Facebook war eine Rainbowflash-Blogparade angesagt: Eins sollte Bilder von Luftballons posten.

Irgendwie fand ich keine hübschen Bilder, und habe daher geklaut, und zwar auf der Facebook-Seite des Netzwerks LSBTTIQ.

Schoki ist eh viel leckerer als Luftballons.

Schoki fungiert außerdem als Seelentröster. Immer noch wird Gift versprüht – die Lieblingsanschuldigung der Bildungsplangegner*innen ist, dass dieses böse queere Volk unschuldigen Kindern an die Wäsche will.

Weil: Die Erwähnung, dass es queeres Volk gibt und eins selbiges Volk nicht diskriminieren sollte (darum geht’s beim Bildungsplan BaWü, wir erinnern uns) ist offensichtlich das Gleiche wie die Thematisierung von Sexualpraktiken im Grundschulunterricht und das wiederum ist offensichtlich das Gleiche wie pädophile oder hebephile Erwachsene, die darauf abgehen, mit Kindern oder Jugendlichen über Sex zu sprechen.*

Offensichtlich.

Wie könnte es anders sein.

Abgesehen davon, dass immer noch Übergriffe von (vermutet) heterosexuellen Männern auf Mädchen die Statistiken anführen … und die meisten Übergriffe „Ersatzhandlungen“ von nicht-pädophilen Täter*innen darstellen …

Abgesehen davon frage ich mich, wer da „übersexualisiert“ ist.

Die Argumentationskette erschließt sich nämlich nur, wenn da irgendwer seine Hirnwindungen so auf „Sex“ eingestellt hat, dass keine Logik mehr durchpasst.

*Keine Ahnung, ob der Biolehrer hebephil, parthenoohil oder einfach nur sexistisch war, jedenfalls haben mir die entsprechenden Sprüche völlig gereicht. Ich hatte Glück, meistens saß er auf den Tischen von Mädels mit großen Ausschnitt.

Lesung!

Von meiner Autorenkollegin Uschi Gassler gibt es seit April einen Krimi zu kaufen.

Insofern darf ich ankündigen … *räusper* *trommelwirbel*:

„Gier“albenbrut cover

Autorinnenlesung

mit Uschi Gassler

und Carmilla DeWinter

am 12. Juni 2015 um 19.00 Uhr

in der Nordstadt-Buchhandlung

Hohenzollernstraße 23, 75177 Pforzheim

Uschi Gassler stellt ihren Kriminalroman GIER IST DICKER ALS BLUT vor:

Geheimnisse aus der Vergangenheit und eine todbringende Gier hindern einen jungen Mathefreak daran, sich auf seinem neuerworbenen Reichtum auszuruhen.

Carmilla DeWinter liest aus ALBENBRUT:

Zwei verliebte junge Zauberer müssen sich einem machtgierigen Schwarzkünstler stellen.

Der Eintritt ist frei. Die Gastgeber*innen bitten um Anmeldung: Tel 07231 5891965, Fax 07231 589 1966 Mail: info@nordstadt-buch.de

Kantinenboykott in Freiburg: Kein Artikel ist auch eine Botschaft

In Süddeutschland geistert seit Samstag durchs Radio und das SWR-Fernsehen ein merkwürdiges Vorkommnis in einer Freiburger Justizvollzugsanstalt, vulgo Gefängnis:

Circa siebzig Gefangene dort verweigerten das Essen aus der Küche – ob der Anlass war, dass da ein schwuler Gefangener arbeitete oder diese Tatsache nur als Vorwand für eine Machtdemonstration diente, sei dahingestellt. Berichte der Badischen Zeitung hier, hier und der SWR-Bericht hier.

In ersterem Fall wäre bewiesen, dass sowohl der Bildungsplan wie auch der Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte dringend nötig sind.

Im zweiten Fall stünde die bisherige Organisation des Strafvollzugs auf dem Prüfstand. Von letzteren habe ich absolut keine Ahnung und werde mich daher nicht dazu äußern.

Bemerkenswert ist nun allerdings, dass sich beide Pforzheimer Tageszeitungen zu dem Fall heute ausschwiegen, obwohl Aufruhr im Gefängnis doch eine prima Nachricht ist und zu seitenlangen Leser*innenbriefdiskussionen einlädt.

Warum, weiß der Himmel. Ich schiele auf die Pforzheimer JVA, meine zahlreichen russischstämmigen Mitbürger*innen und die Leser_innenbriefschlachten zwecks Bildunsplan … und denke mir meinen Teil.

Let’s talk about… Gender in der Urban Fantasy: Sie wollte es, er konnte nicht anders – Vergewaltigungsmythen

Via Jery Schober kommt diese ultralange Abhandlung über Dinge, die ich schon vermutet habe, aber wie immer: Erst wenn was ausformuliert ist, kann eins dessen gesamte Schrecklichkeit überblicken.
Ich weiß, warum ich Paranormal Romance und „Seelenverwandtschaften“ nicht abkann, und Alpha/Omega-Dynamiken in Fanfictions nur mit seehr langen Fingern anfasse. Eins ersetze jedes beliebige magische Band/Vorbestimmung mit „Testosteron“ oder allgemein „Hormonen“, und verstehe, was ich meine.

Um zu zitieren: „Niemand verbietet ihnen [den Autor*innen], die Gender Rollen zum Beispiel einmal komplett umzudrehen, eine vollständig matriarchalische Gesellschaft zu konstruieren und Männer als verständnisvoll, liebevoll, unterstützend und vor allem nicht als aggressiv zu beschreiben. (…) Aber sie tun es nicht. Stattdessen vermitteln sie das, was ihnen selbst und ihren LeserInnen bekannt ist: eine Welt, in der Gewalt gegen Frauen zum Alltag dazu gehört.“
Mal wieder der Beweis, dass es einfacher ist, Hybridwesen zu erfinden, statt außerhalb der gesellschaftlichen Normen zu denken.

Es gäbe noch mehr zu diversen Zitaten zu ergänzen, aber das führt zu weit …

Avatar von wortmagieblogwortmagieblog

Logo Gender in der Urban Fantasy

Hallo ihr Lieben! :)

Heute führen wir gemeinsam die Let’s talk about… – Reihe Gender in der Urban Fantasy weiter. Es hat ein wenig länger gedauert als geplant, weil das aktuelle Thema doch um einiges komplexer und umfangreicher ist, als ich angenommen hatte. Vor zwei Wochen haben wir entspannt und relativ locker begonnen, indem wir uns fragten, was an Vampiren in der Young Adult Urban Fantasy eigentlich so attraktiv ist (HIER). Das Thema dieser Woche ist definitiv schwieriger und für einige sicher harter Tobak: wir beschäftigen uns mit Vergewaltigungsmythen in der Urban Fantasy bzw. Paranormal Romance. Dafür möchte ich euch das Paper „Rape Myths‘ Twilight and Women’s Paranormal Revenge in Romantic and Urban Fantasy Fiction“ (2014) von Kristina Deffenbacher vorstellen.
Doch bevor wir starten, muss ich sicherstellen, dass ihr die Basis ihrer Arbeit kennt und versteht.

Einerseits geht es um die Gender Rollen, die mit einer Vergewaltigung einhergehen…

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Linkspämmchen

Einige Fundstücke der letzten Zeit:

Der Zaunfink ist jetzt neu im Reader. Aktuell ist eine Anleitung zur Diskriminierungsumkehr, denn die armen sexistischen Hetero-Cis-Menschen rechnen damit, wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt zu werden, sobald in Deutschland die Ehe für Homosexuelle geöffnet wird.

Es ist offensichtlich wichtiger, den Kindern das Schimpfwort „schwul“ zu lassen, als selbige Blagen darauf aufmerksam zu machen, dass sie mit mindestens dreiprozentiger Wahrscheinlichkeit zu einer sexuellen oder Gender-Minderheit gehören und es dann gar nicht mehr cool ist, deswegen beschimpft oder bedroht zu werden.

Einige Leutchen geben gern zu, dass sie homophob sind, alle anderen werden behaupten, sie hätten nichts gegen „diese Leute“, und überhaupt, heute ist doch alles gut, und ich weiß gar nicht, was du immer hast.

Dass sich eins unabhängig von der Orientierung auch an die eigene Nase fassen muss, wenn eins in Deutschland kartoffeligen Eigeborenenstatus hat, ist mal wieder hier bewiesen:

Und nein, damit meine ich nicht, dass weiße Menschen abgrundtief böse sind. Das bedeutet lediglich, dass priviligierte Personen einfach kein Interesse daran haben, Privilegien abzugeben. Sie erkennen sie ja nicht mal als solche an. Das macht Rassismus zu keinem individuellen, sondern strukturellen Problem.

Nota bene: Das Problem ist universell. Geschimpft wird, dass die Meinungsfreiehit beschnitten wird, dabei sieht es doch so aus, dass mittlerweile gelegentlich Personengruppen zu Wort kommen, die früher gar nix zu melden und sich gefälligst zu schämen hatten. Wenn jetzt geringfügig Platz für Meinungen gemacht wird, die nicht weiß, männlich oder heterosexuell sind, ist Drama wegen vorgeblicher Zensur.

Lichtblick: Mein Geek-Herz erfreut haben einige Überarbeitungen von Comic- und Game-Heldinnen. Weniger sinnfreie Bikinis und „stech das Messer hier rein“-Öffnungen, dafür mehr Charakterisierung. Auch bei Figuren, die ich gar nicht kannte, ist mir teilweise die Kinnlade runtergefallen, was alles ginge, und wie hübsch die auf einmal sind.

Und, um des lieben Blödsinns willen, noch ein wichtiger Hinweis für Wesen, die dauernd oder zeitweise in Flaschen leben.

Award-eskes

Die Sache mit dem Award zog Kreise, weil zwei Bekannte es nicht lassen konnten, mich zurückzunominieren …

Avatar von Carmilla DeWinterDer Torheit Herberge

Obwohl ich hier ja nicht mehr so viel poste, haben sowohl Fiammetta als auch tschellufjek beschlossen, mir einen Award für kleine Blogs zu überreichen … Logischerweise erst, nachdem ich sie vom anderen Blog aus nominiert hatte *seufz*

Ich werde mir hier mal eine Handvoll interessante Fragen rauspicken und dann einfach die alte Empfehlungsliste kopieren …

Fiammetta fragte unter anderem:

1. Welches Wort oder welche Phrase hasst du so richtig?

„alternativlos“ ist schrecklich, desgleichen alles Gerede, das „früher war alles besser“ oder irgendwelche „Goldenen Zeitalter“ beschwört. Ich habe genug über die europäische und sonstige Geschichte gelesen, um zu wissen, dass das absoluter Quatsch ist.
2. Nutzt du einen Wandkalender, einen Taschenkalender oder macht das alles dein Handy?

Taschenkalender, mit einem Monat pro Liste. Ich brauche alles auf einen Blick. Mein Handy ist so alt, dass es das noch nicht kann, und selbst dann wäre mir eine Hardcopy lieber.
5. Hast du…

Ursprünglichen Post anzeigen 451 weitere Wörter

Hilfe! Ein Award!

Frau Zucker hat mir einen Award überreicht: „Liebster Blog“, wobei es sich im Grunde um eine Ketten-Frage-Runde für aufstrebende Blogger*innen handelt.

Ich verbeuge mich dankbar und schreibe einfach mal die Regeln ab:

  1. Verfasse einen Post zu diesem Award, füge das Awardbild ein und verlinke die Person, die dir diesen Award verliehen hat.
  2. Beantworte die 10 Fragen.
  3. Denke dir weitere 10 Fragen aus.
  4. Tagge (also nominiere) 10 Blogger, die unter 200 Leser haben.
  5. Sage den Bloggern, die du nominiert hast, dass sie einen Award bekommen haben und somit getaggt wurden.

Das Schrecklichste ist, eine Wahl treffen zu müssen. Oder mir Fragen ausdenken zu müssen. (Kann mich nicht entscheiden, womit Theorie 1 bewiesen wäre.)

Und ich werde zeigen, dass ich mich ganz schlecht an Regeln halten kann.

Selbiges sind Frau Zuckers Fragen und meine Antworten:

1. Bereitest du deine Blogbeiträge vor oder schreibst du frei Schnauze?

Das kommt darauf an. Politische und andere komplexe Themen gehen in der Regel durch drei bis fünf Entwürfe, bis ich mit meiner Logik zufrieden bin.

2. Auf welchen deiner Blogbeiträge bist du besonders stolz bzw. welcher liegt dir besonders am Herzen?

Grraaah. Mistfrage, ehrlich, Auswahl zu groß. Wenn wir bei diesem Blog bleiben, wahrscheinlich der hier über Coming outs und langweilige Figuren. Der ist auch repräsentativ für den Blog und dessen Thema.

3. Wen (tot oder lebendig) würdest du für deinen Blog gerne einmal interviewen?

Wenn mir intelligente Fragen einfallen: N.K. Jemisin ist meine Heldin und der Grund, warum es diesen Blog in dieser Form gibt.

4. Gibt es ein Thema, über das du gern bloggen würdest, dich aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht traust?

Seit längerer Zeit drücke ich mich um den Zusammenhang zwischen meiner queeren Subspezies und der Hautfarbe von Menschen, thematisiert hier.

5. Bloggen ist zeitaufwändig. Was gibt es dir zurück?

Anderer Leute Meinungen, Horizonterweiterung, und das befriedigende Gefühl, gelegentlich eine Diskussion zu verursachen. Außerdem denke ich klarer, wenn ich meine Gedanken aufschreibe und in eine lesbare, nachvollziehbare Form bringen muss.

6. Was war es für ein Gefühl, deinen allerersten Blogbeitrag zu schreiben?

Das war der hier: „Mal schauen, wie lange ich durchhalte“. In 2011, auf der anderen Seite. Mal überlegen: Stolz. Neugier auf die Reaktionen. Und „denen zeig ich’s“, insofern, als dass ich mir in den Kopf gesetzt hatte, mehr als 10 Beiträge zusammenzubekommen, was zu diesen Zeiten zu meinem Thema auf Deutsch den absoluten Rekord dargestellt hätte. Dass ich fast vier Jahre später noch dran bin, hätte ich damals wahrscheinlich selbst nicht geglaubt.

7. Fühlst du dich deinen Lesern gegenüber verpflichtet zu bloggen, auch wenn du manchmal absolut keine Lust darauf hast?

Ich habe keinen festgelegten Plan, außer, dass zwei Posts im Monat bei rumkommen sollten, um die geschätzten Leser*innen nicht zu enttäuschen. Insofern kann ich, wenn ich mal keine Lust habe, mich relativ gemütlich zurücklehnen und auf Inspiration warten. Grundsätzlich gilt: Wenn ich was zum drüber Bruddeln finde, dann habe ich in der Regel auch Lust, dies öffentlich zu tun. (Bruddeln: Schwäbisch für Herumnörgeln.) Dabei bin ich gar keine Schwäbin.

8. Hast du inspirierende Blogs, von denen du dir gerne eine Scheibe für deinen eigenen Blog abschneiden würdest?

*Zeigt auf Frage 3* Ansonsten bewundere ich beispielsweise an der Schriftzeit, dass hier eine Einzelpersonen jede Woche so einen Haufen Inhalt auf die Reihe bekommt, und an der Trippmadam, dass sie konsequent Siezt, und das mit einem extrafeinen Humor.

9. Ich bin hungrig: Welches deiner Lieblingsgerichte lässt sich in 20 Minuten zubereiten?

Spaghettini mit gebratenen Garnelen in einer Wein-Sahne-Sauce. Ansonsten immer da: Pasta und exzellentes Pesto. Vegane Liebligsgerichte brauchen alle länger.

10. Was sollten Menschen, die dich nicht gut kennen, über dich wissen?

So als Warnung? Will ich, dass sowas im Internet steht? Eigentlich reicht es doch, wenn ich weiß, warum ich tue, was ich tue. *breit grins*

Versuchen wir’s mal: Wenn Sie mit mir diskutieren möchten, müssen Sie mir zuerst beweisen, dass Sie mich ernst nehmen.

Und: Ich reagiere ganz ungehalten auf männliches Macho-Gepose und Personen, die meinen, mich mit ihrer größeren Körpermasse und lauteren Stimme einschüchtern zu können. Ich kann ganz prima passiv-aggressiv sein, wenn es nötig ist.

Jetzt zehn Blogs???

(Aber nicht die Schwestern Coletta, die sind quasi die Großmütter dieses Postings.) Und mit unter 200 Follower*innen – was zu eruieren gar nicht so einfach ist, weshalb ich angelegetlich geschätzt habe.

Mein WordPress-Feed hat 55 Blogs, und mein RSS noch ein paar extra. Wow. War mir gar nicht bewusst vorher. Aber von vorne, höchst individuell, teilweise persönlich bekannt und bestenfalls halbwegs repräsentativ:

1. Trippmadam, wobei diese schon Fragen beantwortet hat, und sich nicht bemüßigt fühlen muss, dies noch einmal zu tun.

2. Der k_eine Unterschied. Denkanstöße zuhauf, aber keine Antworten zu erwarten, da ein Kollektiv.

3. Fructus Dulces sorgt unter anderem für musikalische und sprachlich Horizonterweiterung.

4. Die Weltenschmiede. Noch so ein Blog, von dem ich keine Antworten erwarte. Denkanstöße in eine völlig andere Richtung, zwecks Fortbildung und so.

5. Tschellufjek. Mehr Politik und nicht-fantastische Lektüre.

6. Marmor und Ton. Persönliches, zu Schreibendes und gelegentliches Fangirling.

7. Anarchistelfliege. Mehr Denkanstöße.

8. The Ace Theist. Englisch. Außer, dass wir beide Träger*innen schwarzer Ringe sind, haben wir nicht viel gemeinsam, aber ich lese wahnsinnig gerne mit. Wird nicht antworten.

9. High in Clichés. Mehr Denkanstöße.

10. Wortgepüttscher. Schafft’s regelmäßig, mich zum Grinsen zu bringen.

Und zehn Fragen. Ich war da mal völlig unkreativ und hab mir was teilweise zusammengeklaut … aber wozu das Rad neu erfinden und so.

1. Der oder das Blog?

2. Ist Bloggen politisch oder privat? Oder vielleicht beides? Warum?

3. Als Revisionistin n-ten Grades: Durch wie viele Inkarnationen geht ein durchschnittlicher Blogpost bei dir/Ihnen? Oder hängt’s vom Thema ab?

4. Gibt es ein Thema, über das du/Sie gern bloggen würdest/würden, dich/sich aber – aus welchen Gründen auch immer – nicht traust/trauen?

5. Bloggen verpflichtet: Postings nach Laune, nach Stundenplan, oder …?

6. Reader/Feed/Lesezeichen anschauen: Gibt es da zwei Blogs und/oder Seiten, von denen keine*r erwarten würde, dass sie von ein und derselben Person verfolgt werden? (1)

7. Was muss ein Blog haben, um deine/Ihre Aufmerksamkeit zu fesseln?

8. Gibt es Blogs, die dich/Sie inspirieren?

9. Schamlos Eigenwerbung machen: Bitte den eigenen Lieblingspost und/oder subjektiv wichtigsten Post verlinken.

10. Was kommt auf den Tisch, wenn Gäst*innen zu beeindrucken sind?

(1) Bei mir: Fanfiction.net beißt sich grundsätzlich mit allem. Außer, wenn es das nicht tut. Ansonsten beißen sich Tribal Dance-Kulturklau-Modekrams und queer-feministische Aspekte, an denen nage ich noch.

Chemie für Laien

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aesculap-serpentine.jpg?uselang=de

Die Modepraline lästerte über eine Apothekerin bzw. Drogistin ohne Humor. Deutsche Medien haben ebenfalls keine Hemmungen, über meinen Beruf herzufallen. Ich will jetzt nicht behaupten, dass allen Apotheker*innen ein Heiligenschein gebührt und unsere Westen so weiß sind wie ein frisch gewaschener Kittel, aber manchmal, manchmal … verzweifelt eins schon an der Welt.

Jedenfalls dachte ich, das kann ich auch. Aber von der anderen Seite des HV-Tisches (so heißen die Verkaufstheken im bundesdeutschen Apotheken-Sprech).

Aber fangen wir mal an:

Eine recht edel angezogene Dame betritt die Apotheke, es folgen die üblichen Begrüßungsfloskeln.

„Ich hätte gerne Vitamin C. Ohne Ascorbinsäure.“

Die DeWinter blinzelt erst mal, weil sie sich verhört haben muss. „Ohne Ascorbinsäure.“

Ein herrisches Nicken seitens der Kundin. „Genau.“

„Äh.“ Die DeWinter ist zu geschockt, um in einen Lachanfall auszubrechen. „Vitamin C ist Ascorbinsäure.“

„Nein, es muss welches ohne Ascorbinsäure geben.“

„Ehrlich? Wie kommen Sie darauf?“ (Es sage keine*r, die DeWinter sei besonders einfühlsam. Außerdem will sie wissen, wer solchen Unfug verzapft.)

Die Kundin, schon recht verschnupft: „Es muss Vitamin C ohne Ascorbinsäure geben.“

Die DeWinter nickt: Keine Quellenangabe heißt Internet, irgendein Forum. Faszinierend, dass sie trotzdem an ihrer Meinung festhält.

Weil Menschen grundsätzlich lieber „dem Internet“ glauben als einer Person, die Geld dafür bezahlt bekommt, so etwas zu wissen, ist das Gespräch hiermit als gescheitert anzusehen. Jetzt gilt es nur noch, die Dame so zu verabschieden, dass sie nicht merkt, was die DeWinter von ihrem Intellekt hält. Es gelingt ihr leider nicht:

„Also, selbst wenn ich Ihnen jetzt ein Präparat aus Hagebutten verkaufe, die natürlich reich an Vitamin C sind, kommen Sie damit nicht um die Ascorbinsäure drum rum. Weil Vitamin C Ascorbinsäure ist.“

Die Dame schüttelt den Kopf und verlässt den Laden.